Verbandsgemeinde Waldbreitbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Waldbreitbach
Verbandsgemeinde Waldbreitbach
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Waldbreitbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 33′ N, 7° 25′ O
Basisdaten (Stand 2018)
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Fläche: 49,22 km2
Einwohner: 9123 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 07 1 38 5008
Verbandsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Neuwieder Straße 28
56588 Waldbreitbach
Bürgermeister: Werner Grüber (parteilos)
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen
Lage der Verbandsgemeinde im Landkreis Neuwied

Die Verbandsgemeinde Waldbreitbach war eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten sechs eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der namensgebenden Ortsgemeinde Waldbreitbach.

Die Verbandsgemeinde Waldbreitbach wurde zum 1. Januar 2018 aufgelöst und die zugehörenden Gemeinden der neuen Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach zugeordnet.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Breitscheid 12,21 2120
Datzeroth 8,00 247
Hausen (Wied) 7,69 1858
Niederbreitbach 8,53 1582
Roßbach 6,40 1472
Waldbreitbach 6,39 1844
Verbandsgemeinde Waldbreitbach 49,23 9123

(Einwohner am 31. Dezember 2015)[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der Verbandsgemeinde Waldbreitbach zum Zeitpunkt ihrer Auflösung; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 2.333
1835 3.179
1871 3.459
1905 4.795
1939 5.768
1950 5.193
Jahr Einwohner
1961 6.298
1970 6.990
1987 7.560
1997 8.982
2005 9.498
2016 9.133

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat bestand aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 12 5 24 Sitze
2009 6 11 7 24 Sitze
2004 5 14 5 24 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Waldbreitbach e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Innerhalb eines von Schwarz und Silber sechzehnfach gestückten Bordes gespalten von Silber und Schwarz; vorn ein durchgestichenes schwarzes Balkenkreuz; hinten drei schrägrechts hintereinander stehende silberne Rauten.“

Das Rautenwappen (hier in vertauschten Farben) führten die seit 1218 auftretenden Walpoden von der Neuerburg. Das schwarze Kreuz erinnert an die Kurkölnische Herrschaft bis 1803. Rechtsgültig (ohne Schildbord) seit 1935, das Schildbord ist offenbar später, aber vor 1954 hinzugefügt worden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Lage im Naturpark Rhein-Westerwald stellt der Tourismus einen wesentlichen, jedoch seit Jahrzehnten an Bedeutung verlierenden Wirtschaftsfaktor für die Verbandsgemeinde dar. Das Prädikat Luftkurort tragen die Gemeinden Hausen, Niederbreitbach, Roßbach und Waldbreitbach. Die Gemeinden Breitscheid und Datzeroth sind als Fremdenverkehrsorte ausgewiesen. In den Gemeinden Niederbreitbach und Breitscheid sind kleine Gewerbegebiete angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gebiet der Verbandsgemeinde führen mehrere Landesstraßen. Die Bundesautobahn 3 und die Bundesstraße 42 sowie die Bahnhöfe Neuwied, Linz am Rhein und Montabaur (ICE) sind nur wenige Kilometer entfernt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet der Verbandsgemeinde sind drei Grundschulen und eine Realschule plus sowie fünf Kindergärten angesiedelt. Die Volkshochschule Neuwied belegt Veranstaltungen in Waldbreitbach. Weiterführende Schulen sind im benachbarten Neustadt (Wied), in Neuwied sowie in Linz am Rhein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen