Verbandsgemeinde Wallmerod

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Wallmerod
Verbandsgemeinde Wallmerod
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Wallmerod hervorgehoben

Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Fläche: 82,92 km2
Einwohner: 14.587 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: WW
Verbandsschlüssel: 07 1 43 5008
Verbandsgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Website: www.wallmerod.de
Bürgermeister: Klaus Lütkefedder (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Wallmerod im Westerwaldkreis
Karte
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen
Rathaus der Verbandsgemeinde Wallmerod

Die Verbandsgemeinde Wallmerod ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 21 eigenständige Ortsgemeinden an. Der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Gemeinde Wallmerod.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Arnshöfen 2,94 147
Berod bei Wallmerod 3,92 542
Bilkheim 2,65 482
Dreikirchen 3,70 1.014
Elbingen 2,29 324
Ettinghausen 2,38 327
Hahn am See 3,70 393
Herschbach (Oberwesterwald) 4,63 893
Hundsangen 7,63 2.056
Kuhnhöfen 1,68 165
Mähren 1,59 206
Meudt 14,69 1.895
Molsberg 3,65 460
Niederahr 4,03 817
Oberahr 4,27 537
Obererbach 2,60 489
Salz 4,96 835
Steinefrenz 4,86 796
Wallmerod 2,66 1.438
Weroth 2,52 586
Zehnhausen bei Wallmerod 1,57 185
Verbandsgemeinde Wallmerod 82,93 14.587

(Einwohner am 31. Dezember 2019)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Wallmerod wurde auf der Grundlage des Zwölften Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 1. März 1972 am 22. April 1972 aus 15 Ortsgemeinden des Oberwesterwaldkreises und fünf Ortsgemeinden des Unterwesterwaldkreises neu gebildet und wirkte somit anfangs auf dem Gebiet zweier Landkreise, was sich erst änderte, als im Jahr 1974 der Westerwaldkreis neu entstand. Der Ort Wallmerod wurde als Verwaltungssitz gewählt, weil er bereits über eine Tradition als Sitz eines Amtsgerichts verfügte.

Die Gemeinde Hundsangen wollte 1970 aufgrund der starken Bindungen in den Raum Limburg-Hadamar zum Nachbarland Hessen wechseln, was allerdings im Januar 1972 an dem Nichtausstellen der entsprechenden Genehmigung von Seiten Rheinland-Pfalz scheiterte, da man eine Sogwirkung für weitere Gebiete befürchtete.[2]

Die Gemeinden Elbingen und Mähren (Westerwald), die bei der Bildung der Verbandsgemeinde Wallmerod noch die Gemeinde Elbingen-Mähren bildeten, wurden am 1. Januar 1994 wieder zu selbständigen Gemeinden. Beide Gemeinden verblieben in der Verbandsgemeinde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Wallmerod; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 5.671
1835 7.489
1871 8.011
1905 7.915
1939 8.823
1950 9.602
Jahr Einwohner
1961 9.677
1970 11.026
1987 11.714
1997 14.114
2005 14.918
2019 14.587

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Wallmerod besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:

Wahl SPD CDU FDP GRÜNE FWG Gesamt
2019[4] 4 12 3 4 5 28 Sitze
2014[5] 5 15 1 2 5 28 Sitze
2009 5 16 1 2 4 28 Sitze
2004 5 18 1 4 28 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Wallmerod e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Lütkefedder (CDU) wurde am 1. Januar 2010 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod. Bei der Direktwahl am 7. Mai 2017 wurde er mit einem Stimmenanteil von 88,30 % für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt. Lütkefedder ist Nachfolger von Jürgen Paulus (CDU).[6][7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Geviert von Silber und Blau

  1. ein durchgehendes, rotes Balkenkreuz
  2. ein aufrecht schreitender, rotbewehrter, goldener Löwe
  3. ein schrägliegender, silberner Tonspaten mit wachsendem, goldenem Stiel
  4. eine wachsende Gruppe von vier, 1 : 2 : 1 aufeinandergerückten, schwarzen Basaltsäulen mit sechseckigen Querschnitten.“

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem Ton-, aber auch Basaltvorkommen waren über viele Jahre hinweg von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft im Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet der Verbandsgemeinde gibt es acht Kindergärten, sechs Grundschulen und die Realschule plus Salz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Karl Wiedemann: Nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Gemeinde Hundsangen (Hrsg.): Hundsangen - ein Westerwalddorf in neun Jahrhunderten, Hundsangen 1996, ISBN 3-00-000520-X, S. 152
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter RLP: Verbandsgemeinderatswahl 2019 Wallmerod. Abgerufen am 26. August 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Direktwahl 2017: Wallmerod, VG. 8. Mai 2017, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  7. Westerwälder Zeitung: VG-Kandidat im Gespräch: Lütkefedder möchte Chancen kreativ nutzen. 4. Mai 2017, abgerufen am 19. Dezember 2019.