Verbindlichkeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel handelt von der zwischenmenschlichen Verbindlichkeit. Für den gleichlautenden Begriff im Finanzbereich siehe Verbindlichkeiten. Für das Schutzziel von Informationssicherheit siehe Informationssicherheit#Begriffsdefinitionen_zur_Thematik_IT-Sicherheit.

Verbindlichkeit ist ein Sozialverhalten zwischen Menschen. Man kann sie als eine Tugend auffassen; sie war und ist eine Soziale Norm (in einigen Gesellschaften bzw. bei einigen gesellschaftlichen Gruppen mehr als bei anderen).

Verbindlichkeit bezeichnet die Konsequenz, Ausdauer bzw. Standhaftigkeit, mit der eine Person – teils unter widrigen Umständen – zu einer Zusage oder Absichtserklärung (zusammenfassend „Versprechen“ genannt) steht, die sie einer anderen Person oder anderen Personen gemacht hat. Sie wird entweder bis zu ihrer Verwirklichung verfolgt oder klar widerrufen (siehe auch Salvatorische Klausel: etwas teilweise Undurchführbares so weit wie möglich anstreben). Sie gilt vielen als zwingende Voraussetzung für einen fairen und korrekten Umgang miteinander und impliziert Verlässlichkeit.

Im rechtlichen Bereich bedingt Verbindlichkeit, dass zugesagte Eigenschaften oder Bestandteile tatsächlich vorhanden sind (Gewährleistung) und Leistungen selbständig fristgerecht zum vereinbarten Preis ohne Nachforderung erbracht werden (Verbindliches Handeln). Dieses Handeln (oder Lassen) kann bei höherer Gewalt unmöglich oder unzumutbar werden.

Moral[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitten und Tabus haben eine gewisse Verbindlichkeit. Sitte kann man definieren als der durch moralische Werte, Regeln und Normen bedingte, in einer bestimmten sozialen Gruppe oder Gemeinschaft übliche und für den Einzelnen dann als verbindlich geltende Wertekanon (vgl. Ferdinand Tönnies, Die Sitte, 1908).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]