Verein für hessische Geschichte und Landeskunde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Verein für hessische Geschichte
und Landeskunde
(VHG)
Zweck: Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Umwelt und Denkmalschutz
Vorsitz: Dirk Richhardt
Gründungsdatum: 1834
Sitz: Neukirchen (Knüll)
Website: Verein für hessische Geschichte und Landeskunde

Der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde („VHG“) ist ein Verein zur Erforschung der Regionalgeschichte Hessens, insbesondere des Kurfürstentums Hessen.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VHG wurde 1834 unter anderem von Karl Bernhardi, Heinrich Schubart, Georg Landau und Christoph von Rommel gegründet. 1835 wurde Rommel zum Vorsitzenden, Bernhardi zum Stellvertreter, Landau zum Sekretär und Johann Wilhelm Bickell zu dessen Stellvertreter sowie Schubart zum Kassenführer und ersten Redakteur der Zeitschrift gewählt. 1835 besaß der Verein 78 wirkliche und neun korrespondierende Mitglieder.[1]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein setzt sich für den Schutz und die Pflege historischer Bau- und Kunstdenkmäler ein, betreibt hessische Landes-, Regional- und Lokalgeschichte auf breiter Grundlage sowie Landeskunde und Vorgeschichtsforschung, bewahrt, sichert und fördert hessische Volkskunst und hessisches Volksgut in vielen hessischen Heimatmuseen und wirkt durch Präsenz seiner Mitglieder in vielen Denkmalschutzbeiräten seines Arbeitsbereichs an Erhaltung und Gestaltung des geschichtlichen Bewusstseins in der hessischen Bevölkerung mit.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde ist Mitglied des 1852 von ihm mitbegründeten Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Der Verein besitzt Zweigvereine in Bad Hersfeld, Gelnhausen, Marburg, Biedenkopf, Hessisch Lichtenau, Melsungen, Eschwege, Hofgeismar, Rotenburg, Felsberg, Homberg/Efze, Schmalkalden, Frankenberg, Kassel, Schwalm, Fritzlar, Kaufunger Wald-Söhre und Witzenhausen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organ des Vereins ist die „Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde“ (ZHG). Außerdem gibt der Verein seit 1861 die „Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde“ (MHG) und seit 1958 die Schriftenreihe „Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde“ (53 Bände bis 2010) heraus.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den weiteren Aktivitäten des Vereins gehören Rundschreiben, Vorträge, Fahrten und Ausstellungen.

Der Verein verleiht eine Georg-Landau-Medaille und vergibt einen Georg-Landau-Preis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Liste digitalisierter Bände – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Bd. 1, Kassel 1837, Nachdruck 1980, S. I-XVIII.