Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen

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Die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ) wurde im März 1972 auf Initiative der DKP gegründet[1][2] und ist eine berufsübergreifende Juristenorganisation. Sie ist Gründungsmitglied der Europäischen Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt e.V. (EJDM). Der ursprüngliche Name bis Mitte der 1980er Jahre war Vereinigung demokratischer Juristen.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Vereinigung sieht die Grundlagen ihrer Arbeit in den Leitprinzipien Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die Verwirklichung dieser Leitprinzipien setzt nach Vorstellung der VDJ voraus, dass jedes staatliche, wirtschaftliche und private Handeln gegenüber dem dringenden Erfordernis der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen verantwortet werden kann.

Die Vereinigung ist der antifaschistischen Tradition verpflichtet und tritt nationalistischer und rassistischer Politik entgegen; sie übt internationale Solidarität mit allen, die sich für die Durchsetzung dieser Prinzipien einsetzen.

Die Vereinigung tritt ein für Völkerverständigung, Sicherung des Friedens und Achtung der Menschen-, politischen und sozialen Grundrechte auf der Grundlage der Charta der Vereinten Nationen und der internationalen Normen und Pakte.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VDJ arbeitet in Regionalgruppen, so in Berlin-Brandenburg, Bremen, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf/Rhein-Ruhr, Frankfurt, Hamburg und München.

Die VDJ vergibt alle zwei Jahre den Hans Litten Preis an Juristen, die in besonders hohem Maße demokratisches Engagement bewiesen haben, gelegentlich auch hinsichtlich deren Lebenswerkes. Preisträger 2008 war der Rechtsanwalt und Kinderbuchautor Heinrich Hannover, 2012 die britische Rechtsanwältin Gareth Peirce und 2014 der türkische Rechtsanwalt und Präsident des Vereins Progressiver Anwältinnen und Anwälte Selçuk Kozağçli.

Mitglieder der VDJ gaben von 1973 bis 1993 die Vierteljahresschrift Demokratie und Recht (DuR) und geben die Internetplattform RechtProgressiv.de heraus.

In der VDJ gibt es die Arbeitskreise Familienrecht/Sozialpolitik und Arbeitsrecht. Der Arbeitskreis Familienrecht/Sozialpolitik wurde im Herbst 2005 gegründet und führt zweimal jährlich eine Arbeitstagung durch. Ziel dieser Tagungen ist es, ein Forum für diejenigen Berufsgruppen zu schaffen, die sich in ihrer beruflichen Praxis mit den Entwicklungen im Familienrecht beschäftigen. Der Arbeitskreis Arbeitsrecht bildet über den Kreis von Mitgliedern der VDJ hinaus ein Forum für kritische Arbeitsrechtler, die in ihrer Tätigkeit und nach ihrem Verständnis auf die Interessen der Arbeitnehmer orientiert sind. In diesem Zusammenhang treffen sich Rechtsanwälte, insbesondere Fachanwälte für Arbeitsrecht, hauptamtliche Mitarbeiter aus den Gewerkschaften, Richter der Arbeitsgerichtsbarkeit und Vertreter der Rechtswissenschaft.

Bundesvorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VDJ war Herausgeberin einiger Bücher, die überwiegend im Pahl-Rugenstein Verlag verlegt wurden, bis dieser nach dem Wegfall der finanziellen Unterstützung durch die DDR 1989 insolvent wurde.

  • Das Grundgesetz : Verfassungsentwicklung u. demokrat. Bewegung in d. BRD, Pahl-Rugenstein, 1974
  • Die Berufsverbotspraxis in der BRD und ihre Legalisierung durch das neue Sondergesetz : Sonderdruck aus "Demokratie und Recht", Heft 2. 1974, Pahl-Rugenstein, 1974
  • Hitlers Blutjustiz : e. noch zu bewältigendes Kapitel dt. Vergangenheit, Röderberg-Verlag, 1981

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verfassungsschutzbericht 1979 (1980), S. 86-87
  2. https://books.google.de/books?id=CsyfBgAAQBAJ&pg=PA24, unter Berufung auf einen Verfassungsschutzbericht von 1985.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]