Vereinigung Deutscher Wissenschaftler

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Vereinigung Deutscher Wissenschaftler
(VDW)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1959
Gründer Fritz Bopp, Max Born, Gerd Burkhardt, Rudolf Fleischmann, Hermann R. Franz, Wolfgang Gentner, Otto Hahn, Otto Haxel, Werner Heisenberg, Helmut Hönl, Willibald Jentschke, Werner Kliefoth, Hans Kopfermann, Werner Kroebel, Max von Laue, Josef Mattauch, Wolfgang Paul, Wolfgang Riezler, Wilhelm Walcher, Carl Friedrich von Weizsäcker, Karl A. Wolf
Sitz Berlin
Motto Für Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Wissenschaft
Website www.vdw-ev.de

Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e. V. (VDW) ist ein deutscher Verein, der sich gemäß Satzung für Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Wissenschaft einsetzt. Die VDW hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Sie wurde im Jahr 1959 von Carl Friedrich von Weizsäcker, Max Born, Otto Hahn und anderen Wissenschaftlern gegründet, die sich zwei Jahre zuvor in der Erklärung der Göttinger 18 gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr ausgesprochen hatten. 1963 „verfassten“[1] die Verfassungsrechtler Helmut Ridder und Ekkehart Stein im Auftrag der Vereinigung ein als Buch veröffentlichtes Memorandum gegen die Notstandsgesetze.[2]

Der Verein nimmt durch Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Veröffentlichungen Stellung zu gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Themen und zur Friedens- und Sicherheitspolitik. Die VDW verfügt über Mitglieder, die sowohl Geistes-, Sozialwissenschaftler als auch Naturwissenschaftler sind. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in Berlin.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Vorstand bilden seit April 2022[3]:

Beirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Beirat bilden seit April 2022[4]:

Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Februar 2016 ist Maria Reinisch die Geschäftsführerin. Von 2014 bis 2015 war Ulrike Wunderle Geschäftsführerin.[5]

Whistleblower-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDW vergibt zusammen mit der Deutschen Sektion der International Association of Lawyers against Nuclear Arms seit 1999 alle zwei Jahre den Whistleblower-Preis für Menschen, „die auch unter persönlichen Opfern mit Hinweisen auf gesellschaftliche Risiken und Probleme an die Öffentlichkeit gegangen sind, nachdem Sie in ihrer eigenen Institution nicht gehört wurden“. Der Preis soll die Öffentlichkeit für das Whistleblowing sensibilisieren und die – häufig von Entlassung und Maßregelungen betroffenen oder bedrohten – Preisträger unterstützen. Die bisherigen Preisträger sind:

Veröffentlichungen / Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abweichenden Meinung des Richters Gaier, in: Bundesverfassungsgericht, Beschluß vom 3. Juli 2012 zum Az. 2 PBvU 1/11 (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2012/07/up20120703_2pbvu000111.html), Textziffer 68: „Als Beispiel für die mit der Notstandsgesetzgebung verknüpften Befürchtungen mag das von Ekkehart Stein und Helmut Ridder schon 1963 verfasste Memorandum der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler ‚Der permanente Notstand‘ (abgedruckt in Ridder, Gesammelte Schriften, 2010, S. 563 <566>) dienen“ (Hervorhebung hinzugefügt).
  2. Der permanente Notstand. Memorandum im Auftrag der VDW, Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen; 1. Auflage: 1963 (?), 2. Auflage: (ebenfalls?) 1963; 3. Auflage: 1964; neu gedruckt in: Helmut Ridder, Gesammelte Schriften hrsg. von Dieter Deiseroth / Peter Derleder / Christoph Koch / Frank-Walter Steinmeier. Nomos: Baden-Baden, 2010, 563 – 596 (?).
  3. V. D. W. e.V: Gremien. In: VDW e.V. Abgerufen am 9. Juni 2022 (deutsch).
  4. Beiratsmitglieder der VDW e.V. Archivierte Kopie (Memento vom 24. Januar 2017 im Internet Archive)
  5. siehe http://www.vdw-ev.de/geschaeftsfuehrung/