Verena Brunschweiger

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Verena Brunschweiger (* 1980 in Passau[1] als Verena Eleonore Maier) ist eine deutsche Publizistin und Antinatalistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verena Maier studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie. Sie wurde 2007 in germanistischer Mediävistik an der Universität Regensburg mit einer Arbeit über „Heldentum“ und „Weiblichkeit“ im Mittelalter und in der Neuzeit: am Beispiel von Wolframs Parzival, Gottfrieds Tristan und Richard Wagners Musikdramen promoviert.[2] Seit 2018 arbeitet sie als Gymnasiallehrerin in Regensburg.[3][4][5]

2013 veröffentlichte sie ihr erstes Sachbuch Fuck Porn gegen die Verbreitung von Pornografie im Alltag. Anfang 2019 machte ihr Buch Kinderfrei statt kinderlos sie international bekannt. Es erreichte Platz 40 der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch Sachbücher[6] und löste vor allem im deutschsprachigen Raum eine Debatte über den von Brunschweiger behaupteten Zusammenhang von Klimawandel und Reproduktion aus.[7][1] In zahlreichen Interviews vertrat sie die These eines Antinatalismus aus klimapolitischen Gründen, also den Verzicht auf Kinder, um CO2-Emissionen einzusparen.[4][8][9] Brunschweiger lehnt Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab.[10] Sie bezeichnet diese u. a. als „Seuchenhysterie“ und „faschistoide Maßnahmen“.[11]

Brunschweiger ist mit dem Lehrer, Autor und Politiker (dieBasis, früher Die Violetten) Jörg Brunschweiger verheiratet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heldentum und Weiblichkeit. Wolframs Parzival, Gottfrieds Tristan und Richard Wagners Musikdramen. Dissertation 2007 als Verena Maier-Eroms. Tectum Wissenschaftsverlag, 2009, ISBN 978-3-8288-9913-1.
  • Fuck Porn. Tectum Wissenschaftsverlag, 2013, ISBN 978-3-8288-3153-7.
  • Kinderfrei statt kinderlos. Büchner-Verlag, Marburg, 2019, ISBN 978-3-96317-148-2.
  • Die Childfree-Rebellion: Warum »zu radikal« gerade radikal genug ist, Büchner-Verlag, Marburg, 2020, ISBN 978-3-96317-196-3.
  • Fuck Sexism: Ageism, Lookism und Slutshaming. Polyamorie, Edition Critic, Berlin, 2021, ISBN 978-3-94619-336-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stefanie Flamm: Mutter? Niemals! In: Die Zeit. Nr. 15/2019, 4. April 2019, ISSN 0044-2070 (online [abgerufen am 3. Dezember 2019]).
  2. Verena Eleonore Maier-Eroms: „Heldentum“ und „Weiblichkeit“ im Mittelalter und in der Neuzeit: am Beispiel von Wolframs Parzival, Gottfrieds Tristan und Richard Wagners Musikdramen. 25. November 2007 (uni-regensburg.de [abgerufen am 3. März 2020]).
  3. Stefanie Flamm: Sie hat jetzt Zeit. In: Die Zeit. 2. Dezember 2019, ISSN 0044-2070, S. 59 (online [abgerufen am 3. Dezember 2019]).
  4. a b Patrick Beckerle: Verena Brunschweiger: „Herzlos“ oder Weltretterin? Interview. idowa.de, 16. Oktober 2019, abgerufen am 3. Dezember 2019.
  5. Verena Brunschweiger. Verlags-Website. buechner-verlag, abgerufen am 3. Dezember 2019.
  6. Kinderfrei statt kinderlos. Bucheintrag. Buchreport, 2019, abgerufen am 3. Dezember 2019.
  7. Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinderkriegen. Agenturmeldung. Der Spiegel, 8. März 2019, abgerufen am 3. Dezember 2019.
  8. Alles für mein Kind – SWR Nachtcafé. Video (89 min.). SWR, 2. Februar 2019, abgerufen am 3. Dezember 2019.
  9. Verzicht aufs Kinderkriegen – Wie weit soll Klimaschutz gehen? Video (23 min.). ZDF heute, 14. November 2019, abgerufen am 3. Dezember 2019.
  10. Martin Oswald: Maskengegnerin wegen Beleidigung vor Gericht. In: www.regensburg-digital.de. Stefan Aigner, 7. Juni 2021, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  11. Clemens Heni (Hrsg.): Gefährderansprache: wie die Regierungs-Politik, eine nicht evidenzbasierte Virologie und Verschwörungswahnwichtel die demokratische Gesellschaft zerfleddern. Edition Critic, Berlin 2020, ISBN 978-3-946193-34-0, S. 303 ff. (dnb.de [abgerufen am 7. Dezember 2021]).