Vergeletto

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Vergeletto
Wappen von Vergeletto
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Onsernone
Politische Gemeinde: Onsernonei2w1
Postleitzahl: 6664
Koordinaten: 689595 / 120391Koordinaten: 46° 13′ 44″ N, 8° 36′ 0″ O; CH1903: 689595 / 120391
Höhe: 906 m ü. M.
Fläche: 40,7 km²
Einwohnerdichte: 2 Einw. pro km²
Karte
Vergeletto (Schweiz)
Vergeletto
www
Gemeindestand vor der Fusion am 10. April 2016
Saleiseelein

Vergeletto war bis zum 9. April 2016 eine politische Gemeinde im Kreis Onsernone, im Bezirk Locarno des Kantons Tessin in der Schweiz. Am 10. April 2016 fusionierte Vergeletto mit den ehemaligen Gemeinden Gresso, Isorno und Mosogno zur Gemeinde Onsernone.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergeletto liegt zusammen mit Gresso im obersten Teil eines Seitentales des Onsernonetals, dem Valle di Vergeletto, das vom Onsernone zwischen Russo und Crana beim sogenannten «Ponte Oscuro» nördlich abzweigt. Es wird durchflossen vom Fluss Ribo. Westlich von Vergeletto befindet sich im Talboden ein Steinbruch.

Vergeletto ist wie die anderen Orte des Onsernone und Centovallis (bis oberhalb Ronco am Langensee) im Süden und bis Bosco/Gurin (ohne Cevio dazwischen) im Norden Teil des zukünftigen neuen Nationalparks des Locarnese.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Der Schild ist zweimal geteilt. Oben in Gold ein schwarzer Adler, im mittigen schwarzen Feld zwei goldene Schräglinksbalken und unten in Silber ein grüner Dreiberg.

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergeletto ist mit notwendigem Umsteigen bei Russo über Postauto direkt von Locarno aus erreichbar.

Im zeitweise auch mit Postauto erreichbaren Weiler Zott, westlich von Vergeletto, führt eine kleine Seilbahn (mit geschlossenen Kabinen) auf den Aussichtspunkt der Alpe Saléi. Von hier aus sind verschiedene leichtere und anspruchsvollere Wanderungen in alle Richtungen möglich, so insbesondere auf den nahen Pizzo Zucchero oder technisch schwieriger auf den Mottone im Osten und direkt auf den Pilone im Westen, oder als längere Rundwanderung in etwa halber Höhe zum Talboden um die beiden erstgenannten Gipfel nördlich und östlich herum nach Crana im Onsernone. Eine noch weitere Höhenwanderung führt von der Alpe Saléi auf etwa 1700 bis 1800 m über Meer in weitem Bogen nach Westen über die Alpe Arena zur Alpe di Porcarésc und dann im Talboden zurück nach Zott und Vergeletto. Nach Süden können von der Alpe Saléi direkt Comologno und Spruga im Onsernone auf Wanderwegen erreicht werden.

Westlich gelangt der Bergwanderer von Vergeletto und Gresso aus ins italienische Ossolatal sowie nördlich ins schweizerische Seitental von Campo (Vallemaggia) oder nach Westen direkt ins Maggiatal.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Beata Vergine Annunciata von 1658[1][2]
  • Alte Mühle am Seitenbach Ri di Vergeletto[1][2][3]
  • Ponte Romano mit Wegkapelle südlich davon am über längere Strecken noch gut erhaltenen alten Maultierweg (mulattiera) vom Dorfkern um Kirche und Friedhof in Vergeletto zum Ponte Oscuro bei Crana
  • Waldreservat «Arena»
  • Eisfälle (Cascate di Ghiaccio)[1][2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Huldrych Kobe: Geologisch-petrographische Untersuchungen in der Tessiner Wurzelzone zwischen Vergeletto-Onsernone und Valle Maggia. Aus: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen. Band 36, Heft 1, Zürich 1956[6].
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.
  • Elfi Rüsch: I monumenti d’arte e di storia del Canton Ticino. Distretto di Locarno IV: La Verzasca, il Pedemonte, le Centovalli e l’Onsernone. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 123). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte SKG. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 402–410.
  • Vasco Gamboni: Vergeletto. In: Historisches Lexikon der Schweiz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vergeletto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 228
  2. a b c Elfi Rüsch: Distretto di Locarno IV. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 402–410.
  3. Alte Mühle (Foto)
  4. Massimo Terribilini auf portal.dnb.de (abgerufen am: 21. Juni 2016.)
  5. Massimo Terribilini. In: Sikart
  6. Huldrych Kobe: Geologisch-petrographische Untersuchungen in der Tessiner Wurzelzone zwischen Vergeletto-Onsernone und Valle Maggia.