Verkehr in Polen

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Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Polens Straßen

Dieser Artikel behandelt die verschiedenen Verkehrsformen in Polen.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Das Straßennetz verfügt über eine Gesamtlänge von ca. 382.000 km,[1] darunter ungefähr 1656 km Autobahnen und weitere 1604,6km Schnellstraßen. Die Behörde GDDKiA der polnischen Regierung ist für die Verwaltung und die Finanzierung der Autobahnen, Schnellstraßen und Landesstraßen zuständig. Die Woiwodschaftsstraßen werden dagegen von den einzelnen Woiwodschaften verwaltet. Für Autobahnen, Schnell- und Landesstraßen ist auf ausgewählten Straßenabschnitten eine streckenabhängige Maut für Kraftfahrzeuge zu entrichten.

Bei einer Analyse des polnischen Infrastrukturministeriums wurden für 2005 23,4 Prozent des Straßennetzes als schlecht, 23,4 als zufriedenstellend und 53,2 als gut bezeichnet.[2] 2004 starben in Polen 5.700 Menschen bei Verkehrsunfällen, das bedeutete eine viermal höhere Rate als im Durchschnitt der EU.[3] Dies war aber bereits eine Verringerung der Zahl, 1999 waren es noch 6.730 Tote und 1998 7.080.[4] Insgesamt waren Ende 2007 383 PKW je 1.000 Einwohner registriert, im EU-Durchschnitt sind es 486.

2009 wurden von der GDDKiA 18 Mrd. Złoty (4,5 Mrd. Euro) für den Ausbau und die Modernisierung des Straßennetzes ausgegeben. Zusätzlich wurden neue Investitionen mit einem Gesamtbetrag von 21 Mrd. Złoty (5,25 Mrd. Euro) geschaffen.[5] Im Jahr 2010 wurde von der GDDKiA die Rekordsumme von 20 Mrd. Złoty (5 Mrd. Euro) für die Arbeiten am Ausbau des Straßennetzes investiert. Neue Investitionen mit einer Gesamtsumme von 22 Mrd. Złoty (5,5 Mrd. Euro) wurden gestartet.[6] 2011 wurde laut der GDDKiA der Rekord der Gesamtinvestitionen aus dem Vorjahr um 6 Mrd. auf 26,4 Mrd. Złoty (6,6 Mrd. Euro) übertroffen. Ausschreibungen für neue Investitionen im Gesamtwert von 8 Mrd. Złoty (2 Mrd. Euro) wurden abgeschlossen.[7] 2012 stellte sich als Gesamtinvestitionssumme in das Straßennetz auf 22,6 Mrd. Złoty (5,65 Mrd. Euro) ein. Eine Halbe Milliarde Złoty wurden für Reparatur- und Modernisierungsarbeiten ausgegeben.[8]

Eine große Bedeutung nimmt der Busverkehr ein.

Autobahnen und Schnellstraßen[Bearbeiten]

Das aktuelle Autobahn- und Schnellstraßennetz in Polen
  • in Betrieb
  • in Bau
  • in Planung
Aufbau des Autobahn- und Schnellstraßennetzes in Polen

Das polnische Autobahn- und Schnellstraßennetz ist eines der am schnellsten expandierenden in Europa. In den 1970er Jahren begannen ernsthafte Planungen und der erste Bau eines umfassenden Autobahnnetzes. 1976 begann der Bau der ersten Autobahnabschnitte. Bis 1999 wurden ca. 160 Autobahnkilometer fertiggestellt und freigegeben.

1985 wurden die Planungen eines Schnellstraßennetzes aufgenommen. Bis 1999 wurden ca. 12 km zweispuriger Schnellstraßen eröffnet.

Von 1999 bis 2004 wurden weitere 255 km Autobahn- und 28 km Schnellstraßenstrecken fertiggestellt. Somit betrug 2004 die Gesamtlänge der polnischen Autobahnen knapp 600 Kilometer.[9]

In den Jahren 2005 bis 2007 wurde das Autobahnnetz um weitere 235 km und das Schnellstraßennetz um 145 km ausgebaut.

Nach der Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2012 nach Polen und der Ukraine im Jahr 2007 war eine Fertigstellung aller polnischen Autobahnen bis Ende 2012 und ein Ausbau des Schnellstraßennetzes auf 2418 km geplant.[10][11]

Nach einiger Zeit wurde bekannt, dass viele dieser großen Bauvorhaben nicht realisiert werden können. Zunächst wurde die Realisierung des 140 km langen Autobahnabschnittes TuszynPyrzowice aus Finanzierungsschwierigkeiten aufgegeben und auf das Jahr 2015 verschoben.[10][12] Außerdem wurde die Aufstockung des Schnellstraßennetzes um beinahe 2000 km aus Finanzierungsschwierigkeiten und dem Plan, die Arbeiten in die Fertigstellung der Autobahnen zu investieren, verworfen.[13][14]

2010 war es fraglich, ob die wichtigsten Projekte, die Abschnitte A1 ToruńŁódź, A2 Łódź-Warschau sowie A4 KrakauUkraine, zur Fußball-Europameisterschaft realisiert werden konnten.[12][15] Anfang 2011 wurde eingeräumt, dass die A1 von Toruń nach Łódź nicht fertiggestellt werden konnte, da das Teilstück Toruń–Kowal erst im September 2012 freigegeben werden sollte.[16] Im Februar 2011 wurden die Bauarbeiten auf einem ca. 21 km langem Teilstück der A4 von Krakau zur ukrainischen Grenze unterbrochen, sodass nicht die gesamte A4 zur EM 2012 fertiggestellt wurde.[17] Im Mai 2011 kam es auch zu erheblichen Problemen beim Bau der A2 von Łódź nach Warschau. Auf zwei der fünf Teilstücke, in die die Trasse unterteilt wurde, wurde die Baufirma entlassen und eine neue Ausschreibung gestartet. Nach zwei Monaten wurden die Bauarbeiten von zwei anderen Baufirmen wieder aufgenommen. Die Fertigstellung erfolgte im Oktober 2012. Während der EM waren aber beide nicht fertiggestellten Abschnitte temporär befahrbar, um eine angenehme Fahrt der Autofahrer nach Warschau zu ermöglichen.[18]

Aufgrund der vielen in den 2000er Jahren gestarteten Bauvorhaben zum Ausbau und zur Modernisierung des Fernstraßennetzes stieg die Zahl der fertiggestellten und freigegebenen Autobahn- und Schnellstraßenkilometer kontinuierlich an. 2008 und 2009 wurden 150 km Autobahnen und 230 km Schnellstraßen eröffnet.[19][5] Nach der Eröffnung von weiteren 10 Autobahn- und 125 Schnellstraßenkilometern im Jahr 2010, war die Gesamtlänge des Fernstraßennetzes auf ca. 850 km Autobahnen sowie 640 km Schnellstraßen angewachsen.[6]

2011 wurden insgesamt 214 km an Autobahnabschnitten und 96 km an Schnellstraßenabschnitten eröffnet. Die 1000-Autobahnkilometer-Marke wurde mit der Eröffnung des 106 km langen Abschnittes der Autobahn A2 von Słubice an der deutschen Grenze bis nach Nowy Tomyśl am 1. Dezember überschritten. Ende 2011 betrug die Gesamtlänge des Autobahnnetzes 1060 km, die des Schnellstraßennetzes 750 km. Im Bau befanden sich ca. 570 km Autobahnen und ca. 700 km Schnellstraßen.[7]

2012 kam es aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten und den daraus resultierenden Insolvenzen von polnischen Bauunternehmen zu erheblichen Bauverzögerungen von bis zu zwei Jahren auf vielen Straßenprojekten. Die meisten Projekte, u.a. die A1 (Abschnitt KowalŁódź) und die A4 (Abschnitt KrakauUkraine), konnten zur Fußball-Europameisterschaft 2012 nicht realisiert werden. Es wurde zur Notwendigkeit, die Schulden der insolventen Großunternehmen bei Subunternehmen, Versorgern und Lieferanten zu regeln. Hunderte von Unternehmen, die von 27 Großunternehmen für ihre Arbeit nicht bezahlt worden sind, wurden bis zum 10. Dezember 2012 mit bis zu 485 Millionen Złoty von der GDDKiA entschädigt.[20] Im Gegensatz dazu stellt 2012 auch das Rekordjahr an fertiggestellten und eröffneten Autobahn- und Schnellstraßenkilometern dar. Das Fernstraßennetz vergrößerte sich um 638,8 Kilometer, davon um 299,3 km an Autobahn- und 339,5 km an Schnellstraßenstrecke. Ende 2012 betrug die Gesamtlänge des Autobahnnetzes damit ca. 1370 km, die des Schnellstraßennetzes 1090 km. Im Bau befanden sich ca. 270 km Autobahnen und ca. 600 km Schnellstraßen.[8]

Ehemalige Autobahnen[Bearbeiten]

Die geplante Reichsautobahn Berlin–Königsberg ist vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem Staatsgebiet des heutigen Polen nur abschnittsweise einstreifig fertiggestellt worden. Bis nach der Jahrtausendwende wurde der Abschnitt östlich von Elbing als Landesstraße 22 verwendet und konnte auch von Radfahrern, Fußgängern und landwirtschaftlichem Verkehr befahren werden. In den Jahren 2006 bis 2008 wurde die Strecke zur Schnellstraße S22 ausgebaut.

Landesstraßen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Droga krajowa

Die polnischen Landesstraßen (auch: Nationalstraßen) bilden das Hauptfernstraßennetz. Sie dienen dem nationalen und internationalen Verkehr. Ausgebaut sind sie teils wie Bundesstraßen, teils mehrspurig wie autobahnähnliche Straßen, mit getrennten Fahrbahnen.

Es gibt insgesamt 93 Straßen dieses Typs, mit den Nummern 1-94 (die Nummer 89 fehlt).[21] Sie werden mit den Buchstaben DK (für Droga krajowa) abgekürzt. Die längste Landesstraße ist die Landesstraße 8 (ca. 720 km), die kürzeste die Landesstraße 85 (ca. 5 km). Die Gesamtlänge aller Landesstraßen beträgt 18.368 km.[22] Aufgrund des Neubaus von Schnellstraßen parallel zum Verlauf der Landesstraßen erfolgt die Abstufung der Landesstraßen zu Woiwodschafts- oder Gemeindestraßen.

Auf den Landesstraßen gilt seit Jahren eine hohe Unfallrate. Im Jahr 2004 ereigneten sich auf den Landesstraßen 11.000 Verkehrsunfälle mit über 2.000 Toten und 15.000 Verletzten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies eine Erhöhung der Unfallrate um 4,3 %. Auch die Zahl der Toten nahm um 7,2 % an. Ungefähr 30 % aller Toten auf den Landesstraßen waren Fußgänger.[23] Um die Unfallrate wieder zu senken, wurden Straßenbereiche mit einer hohen Unfallrate häufig durch einen sogenannten Schwarzen Punkt (czarny punkt) gekennzeichnet. Bereits 2005 ist die Zahl der Unfälle wieder um 7,3 % gesunken, die Anzahl der Toten um 7,1 %.[24] Im Jahr 2007 sind die tödlichen Unfälle weiterhin gesunken, insgesamt starben 947 Menschen. 2009 ist die Zahl der Toten im Vergleich zum Jahr 2007 um 30 % auf 674 gesunken. Dies wurde vor allem durch die Modernisierung vieler Strecken erreicht. Der technische Zustand von 60 % des Landesstraßennetzes wurde als gut bzw. sehr gut eingestuft.[25]

Woiwodschaftsstraßen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Droga wojewódzka

Die Woiwodschaftsstraßen (polnisch: drogi wojewódzkie) vervollständigen das Netz der Autobahnen und Schnell- sowie der Landesstraßen. Sie werden von den einzelnen Woiwodschaften und nicht wie es bei den Autobahnen und Schnell- sowie den Landesstraßen der Fall ist direkt vom Staat verwaltet.

Die Kennzeichnung dieser Straßen erfolgt mit einer dreistelligen Nummer auf einem gelben Hintergrund. Die Beschilderung auf die Woiwodschaftsstraße hat einen grünen Hintergrund.

Die längste Woiwodschaftsstraße ist die Droga wojewódzka 835 mit ungefähr 220 Kilometern, die kürzeste die Droga wojewódzka 219 mit ca. 55 Metern.

Die Gesamtlänge aller Woiwodschaftsstraßen beträgt 28.536 km. Dies sind 8 % aller Straßen in Polen.[26]

Busverkehr[Bearbeiten]

Von großer Bedeutung in Polen ist der Überlandbusverkehr, der auch kleinste Ortschaften einbezieht. Es gibt zahlreiche Busverbindungen sowohl für Strecken innerhalb des Landes als auch grenzüberschreitend. Betreiber sind mehrere private und regionale Gesellschaften, die wichtigste ist die auch international operierende Państwowa Komunikacja Samochodowa (PKS).

Verkehrsmuseen[Bearbeiten]

Polnisches Luftfahrtmuseum in Krakau


Schienenverkehr[Bearbeiten]

Das Schienennetz in Polen

→ Siehe auch: Polskie Koleje Państwowe

Inlandsverkehr[Bearbeiten]

Der Schienenverkehr spielt in Polen auch nach dem starken Wachstum des Individualverkehrs in den letzten zwei Jahrzehnten immer noch eine wichtige Rolle für das polnische Verkehrswesen.

Das Schienennetz hat eine Länge von 23.420 km. Betrieben wird es großteils von der Staatsbahn PKP (Polskie Koleje Państwowe). Es ist sternförmig angelegt mit Warschau als Mittelpunkt. Weitere wichtige Verkehrsknotenpunkte sind Posen, Danzig, Stettin, Breslau, Kattowitz und Krakau. Von Warschau nach Kattowitz/Krakau existiert eine Neubaustrecke (Centralna Magistrala Kolejowa). Die wichtigsten Städte werden durch InterCity-Züge miteinander verbunden, in den genannten großstädtischen Agglomerationen existieren S-Bahn-ähnliche Vorortzugsysteme.

Der Nahverkehr wird vorwiegend von dem 2008 aus der PKP-Gruppe ausgegliederten Eisenbahnverkehrsunternehmen Przewozy Regionalne, in der Woiwodschaft Masowien von dem Unternehmen Koleje Mazowieckie und in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern von der privaten Arriva RP bedient.

Internationaler Verkehr[Bearbeiten]

Der Berlin-Warszawa-Express fährt von Warschau über Posen nach Berlin

Von großer Bedeutung ist der Transitverkehr sowohl von den Ostseehäfen in Stettin (Szczecin) und Danzig (Gdańsk) nach Tschechien, in die Slowakei als auch zwischen Deutschland und Osteuropa.

Der Ost-West-Transit nutzt vor allem die Strecke von Frankfurt (Oder) über Posen (Poznań) nach Warschau (Warszawa), wo sich die Strecke in die Routen nach Brest (–MinskMoskau), Suwałki an der Grenze zu Litauen (–KaunasRiga/–Vilnius) und Kowel in der Ukraine (–Kiew) verzweigt. Der Berlin-Warszawa-Express fährt täglich mit 4 Verbindungen pro Richtung.

Eine weitere wichtige Ost-West-Transitstrecke führt von Cottbus (Grenzübergang Forst (Lausitz)) über Breslau (Wrocław), Kattowitz (Katowice) und Krakau (Kraków) nach Przemyśl, ebenfalls an der ukrainischen Grenze mit dem Eurocity von Hamburg nach Krakau.

Die Strecke von Wrocław über Görlitz/Zgorzelec nach Dresden wird vom Dresden-Wrocław-Express bedient.

In Südostpolen gibt es eine weit ins Landesinnere reichende, Linia Hutnicza Szerokotorowa (LHS) genannte Bahn in russischer Breitspur von der Grenze zur Ukraine nach Sławków.

Im Verkehr mit Litauen wurden Züge mit automatisch verstellbaren Drehgestellen (SUW 2000) für verschiedene Spurweiten eingesetzt; die Verbindung wird auch inzwischen mit einem IC-Nachtbus Warschau–Vilnius bedient.

Als Stromsystem für den Bahnbetrieb wird Gleichstrom mit 3kV verwendet; etwas mehr als die Hälfte der Strecken ist elektrifiziert.

Bahnhöfe[Bearbeiten]

Folgende Bahnhöfe wurden in Polen als "Główn -a,-e,-y" (=Hauptbahnhof) bezeichnet. Es wird die jeweilige Jahreszahl angegeben, an dem der Bahnhof als Hauptbahnhof bezeichnet wird. Einige haben den Zusatz "Osobow -y, -a" (=Person). Quelle ist der Atlas Linii Kolejowych Polski 2010.

Hauptbahnhöfe für Personen[Bearbeiten]

  1. Bielsko-Biała Główna (Bielitz, 1943–1945, ab 1958)
  2. Bydgoszcz Główna (Bromberg, 1942–1945, ab 1947)
  3. Gdańsk Główny (Danzig, 1896–1945, ab 1947 )
  4. Gdynia Główna (Gdingen bzw Gotenhafen, ab 1967 mit den Zusatz 'Osabowa')
  5. Iława Główna (Deutsch Eylau, 1903–1920, 1941–1945, ab 1947)
  6. Kłodzko Główne (Glatz, 1901–1945, ab 1949)
  7. Kraków Główny (Krakau, 1939–1945, 1947–1957, ab 1958 mit dem Zusatz 'Osobowy')
  8. Łowicz Główny (Lowitsch, ab 1951)
  9. Olsztyn Główny (Allenstein, ab 1936)
  10. Opole Główne (Oppeln, ab 1936)
  11. Piła Główna (Schneidemühl, 1944, ab 1968)
  12. Podkowa Leśna Główna (1927–1939, ab 1945)
  13. Poznań Główny (Posen, 1879–1900 als 'Posen Central Bahnhof', 1901–19?? als 'Posen Zentralbahnhof', 1916-1919, 1939-1945 als 'Posen Hauptbahnhof', 1945–1953 als 'Poznań Główny', ab 1954 als 'Poznań GłównyOsobowy')
  14. Przemyśl Główny (1941–1944, ab 1947)
  15. Rzeszów Główny (Reichshof, ab 2008)
  16. Sosnowiec Główny (Sosnowitz, ab 1951)
  17. Szczecin Główny (Stettin, ab 1931)
  18. Świdnica Główna (Schweidnitz, 1916–1945, 1945–1948)
  19. Świnoujście Główny (Swinemünde, 1910–1949)
  20. Toruń Główny (Thorn 1901–1909, 1916–1920, ab 1937)
  21. Wałbrzych Główny (Waldenburg Ditterscbach, ab 1949)
  22. Warszawa Centralna (Warschau Zentral, ??–?? als "Warszawa Centrum", ab 1969)
  23. Warszawa Główna (Warschau Hauptbahnhof, 1918–1944, geschlossen, beherbergt seit 1972 das Eisenbahnmuseum Warschau)
  24. Wrocław Główny (Breslau, 1884–1900 als Breslau Central-Bahnhof, 1901–1953, ab 1954 mit dem Zusatz 'Osobowy')

Hauptbahnhöfe für Güter[Bearbeiten]

Folgende Hauptgüterbahnhöfe gibt/gab es

  1. Bydgoszcz Główna Towarowa (Bromberg, 1920–1939, ab 1945)
  2. Gdynia Główna Towarowa (Gdingen bzw Gotenhafen, 1926–1939, 1945–1991)
  3. Gdynia Port Centralny (Gdingen bzw Gotenhafen, ab 1945)
  4. Kraków Główny Towarowy (Krakau, 1947–1992, ab 1993 als Kraków Główny Zachod)
  5. Opole Główne Towarowe (Oppeln, ab 1948)
  6. Pila Główna Towarowa (Schneidemühl, ab 1968)
  7. Poznań Główny Towarowy (Posen, 1919–1934, 1945–1997)
  8. Szczecin Port Centralny (Stettin, 1906–1918, 1919–1945, ab 1947)
  9. Toruń Główny Towarowy (Thorn, 1920–1939, ab 1945)
  10. Wrocław Główny Towarowy (Breslau, ab 1945)


Eisenbahngesellschaften[Bearbeiten]

Polskie Koleje Państwowe (PKP)
PKP Intercity
PKP Szybka Kolej Miejska w Trójmieście
PKP Cargo
PKP Polskie Linie Kolejowe
PKP Linia Hutnicza Szerokotorowa, die einzige Breitspur in Polen
Przewozy Regionalne
Koleje Mazowieckie (ein Unternehmen der Woiwodschaft Masowien)
Szybka Kolej Miejska w Warszawie
Warszawska Kolej Dojazdowa
Koleje Śląskie
Koleje Dolnośląskie
DB Schenker Rail Polska
Arriva RP
Chem Trans Logistic (CTL)
KGHM Polska Miedź SA (Pol-Miedź)
LOTOS Kolej sp. z o.o.
Rail Polska (RP)
Arriva RP
Górnośląskie Koleje Wąskotorowe (GKW), ehem. Oberschlesische Schmalspurbahn (OSSB)
Transchem


Zuggattungen[Bearbeiten]

Eurocity (EC)
Internationaler Qualitätszug auf den wichtigsten Fernverkehrsstrecken.
Express (Ex)
Express-Zug im nationalen Verkehr auf den wichtigsten Fernverkehrsstrecken, reservierungspflichtig, bis zu 160 km/h.
Express InterCity (EIC)
wie Express nur mit modernisiertem Wagenmaterial
Twoje Linie Kolejowe (TLK; ehemals Pospieszny)
Schnellzug, reservierungspflichtig in der 1. Klasse.
InterRegio (IR)
günstiger Schnellzug mit höherer Haltedichte, Reservierung fakultativ
Regioekspres (RE)
wie InterRegio nur mit modernisiertem Wagenmaterial
Regio (ehemals Osobowy)
Nahverkehrszug
Szybka Kolej Miejska w Trójmieście und Szybka Kolej Miejska w Warszawie
S-Bahn in der Dreistadt und Warschau


Schmalspurbahnen[Bearbeiten]

In Polen fanden sich bis etwa 1990 in fast allen Landesteilen teils sehr umfangreiche Schmalspurnetze, verbreitet waren vor allem die Spurweiten 1000 mm und 750 mm. Die meisten Bahnen sind in den Jahren seit 1990 stillgelegt worden, auf einigen Reststrecken wird aber noch Museumsbetrieb angeboten.


Eisenbahnmuseen[Bearbeiten]

(Woiwodschaft, Ort, Artikel)
Quelle ist der "Atlas Linii Kolejowych Polski 2010"

  1. Woiwodschaft Großpolen, Wolsztyn (Wollstein), Bahnbetriebswerk Wolsztyn
  2. Woiwodschaft Karpatenvorland, Powiat Leski, Gemeinde Cisna, Majdan, Schmalspurbahnausstellung
  3. Woiwodschaft Kleinpolen, Chabówka, Museum für Fahrzeuge und Bahntechnik in Chabówka
  4. Woiwodschaft Kleinpolen, Krzeszowice (Kressendorf), Skansen kolejowy w Krzeszowicach in der polnischsprachigen Wikipedia
  5. Woiwodschaft Kleinpolen, Nowy Sącz (deutsch: Neu Sandez), Newag
  6. Woiwodschaft Kujawien-Pommern (Bromberg), Bydgoszcz, Izba Tradycji Bydgoskich Dróg Żelaznych
  7. Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Znin-Wenecja, Schmalspurbahnmuseum Wenecja für Bahnen mit 600 mm Spurweite
  8. Woiwodschaft Łódź, Powiat Brzeziński, Rogów, Kolej Wąskotorowa Rogów – Rawa – Biała in der polnischsprachigen Wikipedia
  9. Woiwodschaft Łódź, Skierniewice, Ringlokschuppen Skierniewice
  10. Woiwodschaft Łódź, Zduńska Wola-Karsznice (Zduńska Wola), Skansen Taboru Kolejowego w Karsznicach in der polnischsprachigen Wikipedia
  11. Woiwodschaft Lublin, Janów Lubelski, Skansen Kolei Leśnej, [1]
  12. Woiwodschaft Lublin, Lubartów, Izba tradycji Lubartow, [2]
  13. Woiwodschaft Masowien, Grodzisk Mazowiecki, Muzeum Elektrycznej Kolei Dojazdowej, [3]
  14. Woiwodschaft Masowien, Pionki, Skansen Leśnej Kolei Wąskotorowej, Kolej Leśna Pionki, [4]
  15. Woiwodschaft Masowien, Sochaczew, Schmalspurbahnmuseum für Bahnen mit 750 mm Spurweite, eröffnet am 6. September 1986
  16. Woiwodschaft Masowien, Warschau, Eisenbahnmuseum Warschau
  17. Woiwodschaft Niederschlesien, Dzierżoniów (Reichenbach im Eulengebirge), Sowiogórskie Muzeum Techniki, [5]
  18. Woiwodschaft Niederschlesien, Jaworzyna Śląska (Königszelt), Eisenbahnmuseum, Muzeum Przemysłu i Kolejnictwa na Śląsku in der polnischsprachigen Wikipedia, muzeumtechniki.pl
  19. Woiwodschaft Pommern, Kościerzyna, (Berent), Eisenbahnmuseum Skansen, Skansen Parowozownia Kościerzyna in der englischsprachigen Wikipedia
  20. Woiwodschaft Schlesien, Częstochowa (Tschenstochau), Muzeum Historii Kolei w Częstochowie in der polnischsprachigen Wikipedia
  21. Woiwodschaft Schlesien, Herby Nowe (Neu Herby), Muzeum Koleje Herby Nowe, [6]
  22. Woiwodschaft Schlesien, Pyskowice (Peiskretscham), Skansen kolejowy w Pyskowicach in der polnischsprachigen Wikipedia
  23. Woiwodschaft Schlesien, Rudy (Kuźnia Raciborska) , ul. Szkolna 1, (Groß Rauden),Zabytkowa Stacja Kolei Wąskotorowej Rudy (Schmalspurbahnmuseum) [7]
  24. Woiwodschaft Schlesien, Tarnowskie Góry ul. Szczęść Boże 52, (Tarnowitz),Skansen Maszyn Parowych [8]
  25. Woiwodschaft Westpommern, Gryfice (Greifenberg in Pommern), Schmalspurbahnmuseum Gryfice, für Bahnen mit 1000 mm Spurweite


Waldbahnen[Bearbeiten]

(alle Bahnen an der polnischen Ostgrenze von Nord nach Süd)

Name der Bahn Strecke Spur-
weite
mm
G
l
e
i
s
e
Länge
km
gefahren
wird /
wurde
mit
von bis Betrieb
durch
Bemerkung
Waldbahn Płociczno (województwo podlaskie) - Gulbin - Zelwa (powiat sokólski) 600 ~ 37 1916 1989 ab 2001 Touristikbetrieb, teilweise abgebaut
Waldbahn Czarna Białostocka - Kopna Góra - Waliły 600 ~ 32 1919 1990 teilweise abgebaut
Waldbahn Hajnówka Hajnówka (Waldbahnnetz) 600 1916 1992 teilweise abgebaut
Waldbahn Parczew 1000 ~10 ~ 1965 abgebaut
Waldbahn Rozprza (województwo łódzkie) ~ 15 abgebaut
Waldbahn Zagnańsk - Nowa Słupia ~ 30 abgebaut
Waldbahn Zagnańsk - Czerwona Góra (województwo świętokrzyskie) - Suchedniów ~ 18 abgebaut
Waldbahn Kielce - Złota Woda (województwo świętokrzyskie) ~ 30 1916 1985 abgebaut
Waldbahn Lipa (powiat stalowowolski) - Biłgoraj ~ 63 1988
Waldbahn Susiec ~10 abgebaut
Waldbahn Rzepedź - Mików ~ 9 1923
1959
1944
1994
Waldbahn Nowy Łupków - Majdan (powiat leski) ~ 18 1898 1984 ab 1996 Touristikbetrieb
Waldbahn Przysłup (województwo podkarpackie) - Moczarne ~ 12 1964 1994 ab 2009 Touristikbetrieb
Waldbahn Sokoliki (województwo podkarpackie) - Ustrzyki Górne ~ 27 1900 ~ 1939 ~


Luftverkehr[Bearbeiten]

Flughäfen in Polen, Statistik 2014

Der Luftverkehr in Polen erfuhr in den 1990er Jahren eine Privatisierungswelle. Polens Luftfahrtbranche befindet sich im Aufwind. Mit 21,9 Millionen Fluggästen wurde 2011 ein neuer Rekord erreicht. Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft EURO 2012 wurden die meisten Flughäfen des Landes modernisiert und erweitert. Am 16. Juni 2001 wurde mit den USA ein Vertrag über den Luftverkehr abgeschlossen, der ab 2004 den Anflug aller internationalen Flughäfen in den USA von Polen aus ermöglichte.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die größte Fluggesellschaft ist die Polskie Linie Lotnicze (LOT), welche Tochterunternehmen wie die EuroLOT, besitzt.

Die 3Xtrim-Flugzeug-Fabrik ist ein Hersteller von Segelflugzeugen. Die ZRPSL ist ein Zulieferer von Flugzeugteilen.

Flughäfen[Bearbeiten]

Der mit Abstand größte und bedeutendste Flughafen Polens ist der Chopin-Flughafen Warschau, gefolgt von denen in Krakau, Katowice und Danzig. Weitere Flughäfen mit geringerem internationalen Flugverkehr sind Posen, Breslau, Łódź, Stettin-Goleniów, Rzeszów, Bydgoszcz sowie Szczytno-Szymany.

Statistik der bedeutenden Flughäfen 2011 (ab 250.000 Passagiere/Jahr aufwärts)
Name des Flughafens IATA-
Code
ICAO-
Code
Höhe
(m)
Eröff-
nung
Betreiber
Klassifi-
zierung
Moder-
nisiert
Passa-
giere
Fracht (Tonnen) Flugbe-
wegungen
Breslau (Wrocław) WRO EPWR 000000000000123.0000000000123   1938 Port Lotniczy Wrocław S.A. INT   2011 000000001606222.00000000001.606.222 (+0,5 %) 000000000000946.0000000000946 000000000023627.000000000023.627
Bydgoszcz BZG EPBY 000000000000072.000000000072   2004 Port Lotniczy Bydgoszcz SA INT   2004 000000000279536.0000000000279.536 (+%) 000000000007537.00000000007.537 -
Danzig (Gdańsk) GDN EPGD 000000000000149.0000000000149   1910[27] Port Lotniczy Gdańsk Sp. z.o.o. INT   2011 000000002449702.00000000002.449.702 (+10,9 %) 000000000004944.00000000004.944 000000000034400.000000000034.400
Katowice (Pyrzowice) KTW EPKT 000000000000303.0000000000303 n.v. Górnośląskie Towarzystwo Lotnicze S.A. INT   2007 000000002500984.00000000002.500.984 (+5,7 %) 000000000010948.000000000010.948 000000000029259.000000000029.259
Krakau-Balice KRK EPKK 000000000000241.0000000000241   1968 Międzynarodowy Port Lotniczy im. Jana Pawła II Kraków-Balice Sp. z o.o. INT   2007 000000003014060.00000000003.014.060 (+6,3 %) 000000000003801.00000000003.801 000000000032803.000000000032.803
Łódź (Lublinek) LCJ EPLL 000000000000158.0000000000158   1925 Port Lotniczy Łódź-Lublinek sp. z o.o INT   2012 000000000390261.0000000000390.261 (-5,6 %) - 000000000003245.00000000003.245
Posen-Ławica POZ EPPO 000000000000094.000000000094   1913 Port Lotniczy Poznań-Ławica sp. z o.o. INT   2003 000000001425865.00000000001.425.865 (+3,1 %) - -
Rzeszów-Jasionka RZE EPRZ 000000000000211.0000000000211   1945 Port Lotniczy Rzeszów-Jasionka Sp. z o.o. INT   2011 000000000487740.0000000000487.740 (+8,0 %) 000000000012357.000000000012.357 -
Stettin-Goleniów SZZ EPSC 000000000000047.000000000047   1956 Port Lotniczy Szczecin-Goleniów Sp. z o.o. INT   2006 000000000258217.0000000000258.217 (-3,9 %) 000000000000119.0000000000119 000000000003235.00000000003.235
Warschau (Okęcie) WAW EPWA 000000000000110.0000000000110   1910 Polnische Przedsiębiorstwo Państwowe Porty Lotnicze INT   2011 000000009322485.00000000009.322.485 (+7,6 %) 000000000040800.000000000040.800 000000000116693.0000000000116.693

Quelle: http://www.ulc.gov.pl/_download/statystyki/porty_09_11.pdf

  • Anmerkung: Daten, die nicht bekannt sind, werden mit n. v. (nicht verfügbar) gekennzeichnet.

Schifffahrt[Bearbeiten]

In Polen gibt es 3.812 km befahrbare Wasserstraßen. Die wichtigsten Seehäfen Polens befinden sich in Danzig, Gdynia, Swinemünde und Stettin.

Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen:

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Główny Urząd Statystyczny: Raport: Transport – Wyniki działalności w 2005 r. 2005, [5]
  2. Ministerstwo Infrastruktury: PROGRAM BUDOWY DRÓG KRAJOWYCH – NA LATA 2008-2012. Załącznik do uchwały nr 163/2007, 25. Sept. 2007, S. 33–34
  3. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 19. August 2005, S.20
  4. Krajowej Rady Bezpieczeństwa Ruchu Drogowego: Czarne punkty. (PDF; 947 kB)
  5. a b Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad podsumowuje 2009 rok (GDDKiA)
  6. a b 20 mld zł – prace takiej wartości zostały wykonane na sieci dróg krajowych w 2010 roku. GDDKiA publikuje Raport Roczny 2010
  7. a b Inwestycje, wydatki i zarządzanie ruchem na sieci dróg krajowych – GDDKiA podsumowuje rok 2011 (GDDKiA)
  8. a b Inwestycje, wydatki i zarządzanie ruchem na sieci dróg krajowych - GDDKiA podsumowuje rok 2012 (GDDKiA)
  9. Andrzej Chwalba: Kurze Geschichte der Dritten Polnischen Republik. Wiesbaden 2010, S. 105
  10. a b Co z autostradami na EURO 2012? (polnisch)
  11. Raport: autostrady 2012. (polnisch)
  12. a b Nie będzie autostrad na EURO 2012 przez brak pieniędzy i powódź. (polnisch)
  13. http://www.newsweek.pl/artykuly/sekcje/polska/plan-budowy-drog-ekspresowych-do-euro-2012-nierealny,53343,1
  14. http://www.wprost.pl/ar/186589/Sypie-sie-plan-budowy-drog-ekspresowych/
  15. Kibice mogą nie dojechać autostradą A2 do Warszawy. (polnisch)
  16. Autostradą na Euro: drogą, ale bez ekranów. (polnisch)
  17. Diabli wzięli kolejną autostradę na Euro 2012. (polnisch)
  18. Poznaliśmy nowych wykonawców odc. A i C autostrady A2. (polnisch)
  19. Konferencja GDDKiA – podsumowanie 2008 roku (GDDKiA)
  20. W 2012 roku przybyło najwięcej nowych dróg (polnisch)
  21. Karte und Liste der Straßen (polnisch)
  22. Aufteilung der Straßentypen (polnisch)
  23. Statystyka wypadków w 2004 roku (GDDKiA)
  24. Podstawowe statystyki wypadków drogowych na zamiejskiej sieci dróg krajowych w roku 2005 (GDDKiA)
  25. Drogi krajowe w Polsce coraz bardziej bezpieczne (GDDKiA)
  26. Transport – wyniki działalności w 2008 r. Główny Urząd Statystyczny (polnisch)
  27. Damals entstand das erste Flugfeld für das Militär. Der erste zivile Flughafen in Danzig entstand nach dem Ersten Weltkrieg und der erste reguläre polnische Flugbetrieb begann am 5. September 1922. Siehe http://www.airport.gdansk.pl/service/en/index2.php?click=historia