Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus GmbH besteht aus zwei anthroposophischen Verlagen mit Sitz in Stuttgart, dem Verlag Freies Geistesleben und dem Verlag Urachhaus. Es kam Mitte der Neunzigerjahre zur Fusion der beiden Verlage; beide Programme werden jedoch selbständig geführt.

Der Verlag veröffentlicht Bücher unter anderem zur Anthroposophie, Waldorfpädagogik, Zeit- und Lebensfragen, Sozialwissenschaften, Kultur und Geschichte, Christentum, Kunst und Architektur, Medizin und Heilpädagogik, Naturwissenschaften und Landwirtschaft, Musik sowie Kinder- und Jugendbücher und verschiedene Zeitschriften. Der Bereich Ratgeber und Bücher zur vegetarischen Ernährung wächst in den letzten Jahren beständig.

Verlag Freies Geistesleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag Freies Geistesleben wurde 1947 von der Freien Waldorfschule in Stuttgart und der Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart gegründet. Ziel war es, für die wiederentstehenden und neugegründeten Freien Waldorfschulen in Deutschland die notwendige Literatur zu verlegen. Außerdem wurden die Grundlagen und weiteren Früchte der Anthroposophie zum Gegenstand der Verlagstätigkeit. Der derzeitige Geschäftsführer ist Jean-Claude Lin.

Verlag Urachhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag Urachhaus wurde am 23. Januar 1925 von Gertrud Spörri, Emil Bock und Ernst Scheiffele als Verlag der Christengemeinschaft GmbH gegründet. Der Verlag veröffentlichte zunächst nur christlich orientierte Schriften. Es kam 1935 zum Verbot der Anthroposophischen Gesellschaft, und 1936 folgte die Umbenennung des Verlages nach der Stuttgarter Urachstraße, wo sich das Verlagshaus befand. 1942 folgte außerdem die zwangsweise Liquidation des Verlages, nachdem die Gestapo am 9. Juni 1941 das Verlagsgebäude gestürmt und den Firmenbesitz inklusive des gesamten Buchbestandes beschlagnahmt hatte. Der Verlag wurde 1946 neu gegründet, und zog 1950 in das wiederaufgebaute Haus in der Urachstraße 41 um.

In den 1960er und 1970er Jahren weitete der Verlag durch eine neue Konzeption immer mehr auf die verschiedensten Lebensgebiete aus und erreichte eine breitere Öffentlichkeit. Der Verlag hat unter anderem eine neunbändige Gesamtausgabe der Werke und Briefe Christian Morgensterns veröffentlicht.

Nach der Fusion zogen die beiden Verlage in das neue Domizil in der Landhausstraße, nicht weit von der Urachstraße entfernt. In den Jahren 1996–2014 leitete Frank Berger den Verlag und erweiterte das Programm noch einmal. Im Februar 2016 übernahm Michael Stehle, der seit 2000 im Lektorat beschäftigt war, die Verlagsleitung.

Siehe auch 1996–2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]