Verlag Neue Kritik

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Der Verlag Neue Kritik existiert seit 1965 in Frankfurt am Main und begann mit Veröffentlichungen zur aufkommenden Studentenbewegung. In der Reihe „Archiv sozialistischer Literatur“ legte der Verlag klassische Texte kommunistischer Theoretiker wie Karl Korsch, Leo Trotzki, Angelika Balabanoff, Nikolai Bucharin usw. wieder auf. Darunter waren auch so ambitionierte Werke wie die Illustrierte Geschichte der Deutschen Revolution oder die Illustrierte Geschichte der Russischen Revolution (erstmals 1929, jeweils 540 Seiten), die in der DDR keine Chance auf Wiederveröffentlichung hatten, da sie die Verluste durch den Großen Terror Stalins zu deutlich gemacht hätten. Auch in der DDR noch nicht erschienene Texte von Karl Marx und Rosa Luxemburg wurden vorgestellt.

Seitdem wurde das Programm um osteuropäische Literatur, Literatur von und über Frauen sowie jüdische Vergangenheit und Gegenwart erweitert. Weitere Schwerpunkte sind die Themen Nationalsozialismus und Holocaust. Zudem werden mit der Heftreihe Babylon Beiträge zur jüdischen Gegenwart und mit Transit zweimal jährlich Beiträge des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen in Wien publiziert.

Der Graphiker Christian Chruxin gab dem Verlag über Jahrzehnte das vielgelobte moderne Buchdesign.

Die enge Verbindung zum SDS schlug sich nicht nur darin nieder, dass der Verlag die neue kritik veröffentlichte, sondern auch darin, dass das Bundesvorstandsarchiv in Verlagsräumen aufbewahrt wurde, bevor es dem APO-Archiv an der FU Berlin zur Aufarbeitung übergeben wurde.

Bekannte Autoren[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Der Verlag wurde im Jahr 2003 für sein herausragendes Verlagsprogramm mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]