Verlautenheide

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Koordinaten: 50° 47′ 47″ N, 6° 9′ 20″ O

Verlautenheide
Stadt Aachen
Wappen von Verlautenheide
Höhe: 214 m
Einwohner: 3500
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Eingemeindet nach: Aachen
Postleitzahl: 52080
Vorwahl: 02405
Ortskern von Verlautenheide mit Kirche

Verlautenheide ist ein ländlich geprägter Stadtteil im Nordosten von Aachen mit etwa 3.500 Einwohnern. Verlautenheide liegt im Stadtbezirk Haaren. Die höchste Erhebung ist der Haarberg (knapp 240 m).

Der östliche Ortsausgang heißt Quinx.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Verlautenheide entwickelte sich zunächst um das Gut Heiderhof herum und wurde ursprünglich auch Die Heyd genannt. Erst sehr viel später wurde es zu einem Straßendorf. In einem Zins- und Pachtregister der Reichsabtei Kornelimünster wird 1445 erstmals Heide boven Haren erwähnt, womit Verlautenheide gemeint war. Ein bedeutendes Zeugnis jener Zeit ist die im 15. Jahrhundert errichtete Kahlgrachtmühle.

Zusammen mit der Gemeinde Haaren gehörte Verlautenheide bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Aachener Reich, dessen Grenzverlauf von Haaren kommend direkt an der südlichen Flanke des Ortes vorbei in Richtung Weiden weiterzog. Zu jener Zeit war Verlautenheide auch Standort eines der acht Wachtürme des Aachener Reiches, an dem heute noch der Türmchenweg erinnert. Nach der Besetzung durch die Franzosen 1792 und 1794 wurden Haaren und Verlautenheide zur selbständigen Mairie Haaren, die ab 1801 (Friede von Lunéville) zu Frankreich gehörte, ab 1814 (Erster Pariser Frieden) zu Preußen.

Im Oktober 1944 war der Ort stark umkämpft; die US-amerikanischen Truppen schlossen hier ihren Ring um Aachen.

Anfang der 1960er Jahre wurde in Verlautenheide die erste Aachener Autobahnauffahrt „Würselen/Verlautenheide“ (heutige A 544) gebaut; um 1963 entstand in der Nähe das Autobahnkreuz Aachen.

Bis Ende 1971 war die Gemeinde Haaren selbständig und wurde dann auf Grund des Aachen-Gesetzes mit Wirkung vom 1. Januar 1972 in die Stadt Aachen eingemeindet.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im früheren Dorf Verlautenheide wirkte bis 1976 Pfarrer Hugo Nießen. Im Oktober 1976 wurde er Propst in der Propstei- Gemeinde St. Georg der Stadt Wassenberg.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV Eintracht 1912 Verlautenheide, der über einen Kunstrasenplatz verfügt
  • Karnevalsgesellschaft Bröselspetze e. V. 1950
  • Turnverein 1874 Verlautenheide e.V. (VTV)
  • Stamm Verlautenheide der Pfadfinderinnenschaft St. Georg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Verlautenheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • haaren-verlautenheide.de – Webseite des Heimatvereins Haaren/Verlautenheide 1984 e.V. mit Informationen und Publikationen zur Geschichte der beiden Stadtteile

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 305.