Vermandovillers

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Vermandovillers
Vermandovillers (Frankreich)
Vermandovillers
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Péronne
Kanton Chaulnes
Gemeindeverband Communauté de communes de Haute Picardie
Koordinaten 49° 51′ N, 2° 47′ OKoordinaten: 49° 51′ N, 2° 47′ O
Höhe 78–97 m
Fläche 5,83 km²
Einwohner 145 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km²
Postleitzahl 80320
INSEE-Code

Militärischer Teil des Gemeindefriedhofs

Vermandovillers (picardisch: Vèrminduvilé) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 145 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Somme in der Region Picardie. Die Gemeinde gehört zum Kanton Chaulnes und ist Teil der Communauté de communes de Haute Picardie.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt rund 3,5 km nordnordwestlich von Chaulnes in der Santerre. Das Gemeindegebiet erstreckt sich im Norden bis zur Autoroute A29 und im Süden bis an das Gemeindegebiet von Chaulnes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet von Vauvillers wurden Reste einer gallorömischen Villa gefunden.

Im Ersten Weltkrieg fand ein erstes Gefecht bei Vermandovillers am 24. September 1914 statt. Vom 4. bis zum 9. September 1916 folgte die Schlacht von Vermandovillers. Das Dorf Vermandovillers lag ca. 200 m östlich hinter der 1.Grabenlinie der deutschen Armee und wurde durch Einheiten der 11. Infanterie-Division gehalten. Die 2. Grabenlinie lag beim Dorf Ablaincourt. Zwischen Herbst 1914 und dem Beginn der Schlacht an der Somme hatten die Deutschen die Linie durch betonierte Unterstände mit Maschinengewehren abgesichert.

Die Schlacht von Vermandovillers begann am 4. September 1916 mit einem Angriff der französischen 132. Division vom nordöstlich des Dorfes gelegenen Bois Étoilé aus, der im Abwehrfeuer der Deutschen liegen blieb. Die deutschen Stellungen wurden von dem Grenadier-Regiment 10, dem Füsilier-Regiment 38 und dem Infanterie-Regiment 51 verteidigt. Ab dem 6. September 1916 wurden Einheiten weiterer französischer Divisionen, der 13., der 43. sowie der 51., eingesetzt. Die französischen Einheiten erlitten schwere Verluste, drei der eingesetzten Brigaden verloren insgesamt ca. 4200 Mann. Am 9. September 1916 wurde dieser Angriff aus Mangel an Soldaten beendet. Im Anschluss kam es zu fortgesetzten heftigen Artillerieduellen und Sondierungsangriffen aus den Grabenabschnitten der französischen Truppen.

Am 17. September 1916 wurde noch einmal ein Angriffsversuch gestartet, der durch das französische 86. Infanterie-Regiment vorgetragen wurde. Der Angriff wurde durch heftiges Artilleriefeuer schwerer Kaliber vorbereitet, das Vermandovillers praktisch pulverisierte. Des Weiteren wurden die vorderen Grabenlinien ständig von Kampfflugzeugen mit MG-Feuer und Bomben belegt. Die Deutschen hatten ihre Artillerie zurückgehalten und setzten sie erst massiv ein, als der Angriff der Franzosen begann. Die Artillerievorbereitung hatte es nicht vermocht, die MG-Stellungen der Deutschen auszuschalten. Der Angriff wurde unter schweren französischen Verlusten vorgetragen. Die deutschen Truppen wurden aus dem Dorf vertrieben und hielten Stellungen am Ostrand des Dorfes am Bois Kalner.

In den Kämpfen wurde das Dorf zerstört. Es wurde erst am 11. Oktober 1916 vollständig eingenommen.

Die Gemeinde erhielt als Auszeichnung das Croix de guerre 1914–1918.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010
154 155 138 116 116 119 112 135

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2001 Raphaël Poupard.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edme Victor Bertrand (1769 – 1814), Brigadegeneral des Ersten Kaiserreichs, hier verstorben

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vermandovillers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien