Vermuntsee

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Vermuntsee
Der Vermuntsee; im Hintergrund die Staumauer
Der Vermuntsee; im Hintergrund die Staumauer
Geographische Lage Vorarlberg
Zuflüsse Ill, Kromerbach
Abfluss Ill
Orte am Ufer Partenen
Daten
Koordinaten 46° 56′ 12″ N, 10° 3′ 27″ O46.93666666666710.05751743Koordinaten: 46° 56′ 12″ N, 10° 3′ 27″ O
Vermuntsee (Vorarlberg)
Vermuntsee
Höhe über Meeresspiegel 1743 m ü. A.
Volumen 5.300.000 m³f8
Vorarlberger Illwerke AG
Staustufen und Kraftwerke im Montafon
Schematische Darstellung
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Ill-Ursprung Piz Buin 3312 m ü. A.
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Silvretta-Stausee 2030 m ü. A.
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Abfluss zu Ill/Vermunth→Inn
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Kraftwerk Obervermuntwerk 1743 m ü. A.
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Bachüberleitung aus Tirol
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Zuflüsse
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Stausee Kops 1809 m ü. A.
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Überleitung nach Vermunt
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Vermuntsee 1743 m ü. A.
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Kopswerk II und Kopswerk I 1025 m ü. A.
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Vermuntwerk 1025 m ü. A.
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Ausgleichsbecken Partenen 1025 m ü. A.
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Rifawerk 1005 m ü. A.
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Lünersee 1970 m ü. A.
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Ausgleichsbecken Rifa 1005 m ü. A.
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Zuflüsse
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Pumpwasserkanal Lünerseewerk
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Lünerseewerk 992 m ü. A.
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Latschauwerk 985 m ü. A.
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Staubecken Latschau 992 m ü. A.
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Kraftwerk Rodund I und II 645 m ü. A.
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Zufluss von Ill
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Rodundbecken I bis III 645 m ü. A.
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Abfluss zur Ill
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Zufluss Meng
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Walgauwerk 492 m ü. A.
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Abfluss zur Ill

Der Vermuntsee liegt im Talende des Montafon, im österreichischen Bundesland Vorarlberg, auf einer Höhe von 1743 m ü. A.. Er wird im Süden von der vergletscherten Litzner-Seehorn-Gruppe, im Osten vom Bergmassiv der Kresperspitze und im Westen vom Hochmaderer begrenzt. Entlang der östlichen Seite des Sees verläuft die Silvretta-Hochalpenstraße. Genutzt wird das gespeicherte Wasser im Vermuntwerk.

Zuleitungen[Bearbeiten]

Ein Teil des Wassers des Vermuntsees stammt aus natürlichen Zuflüssen, vor allem aus der Ill und dem Kromerbach. Es gibt aber auch Bachüberleitungen aus dem Vallüla-, Valzifenz-, dem Vergaldner- und dem Garneratal. Auch nimmt der See das Wasser des Obervermuntwerks auf, das aus dem Silvretta-Stausee stammt, der als Jahresspeicher dient. Der Vermuntsee dient dagegen als Wochenspeicher.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Im Juni 1925 begannen in Partenen die Vorarbeiten zum Bau des Vermuntwerkes und seiner Anlagen. Der kleine Ort mit 150 Einwohnern verfügte bis dahin weder über Strom, Telefon noch eine zeitgemäße Wasserversorgung. Bis zu 1.800 Ingenieure und Bauleute waren für das Anlegen von Transportwegen für Material, Gerät und Maschinen, die Errichtung verschiedener Aufstiegshilfen nach Vermunt, den Bau der Schmalspurbahn von Tschagguns bis Partenen und den Kraftwerksbau mit der Vermuntsperre selbst eingesetzt. Als Abschluss des Hochtales Schweizer Vermunt wurde die 50 Meter hohe Sperre in den Jahren 1928 bis 1931 als Gewichtsstaumauer errichtet.

Die technische Ausführung der Staumauer Vermunt erfolgte in den Jahren bis 1931 als Ergebnis umfangreicher betontechnologischer Versuchsreihen, wobei anstelle der bis dahin vorherrschenden Gussbetontechnik erdfeuchter, mit Pressluftstampfern verdichteter Beton verwendet wurde.

Inbetriebnahme[Bearbeiten]

Der Betrieb wurde im Jahre 1930 aufgenommen, der erste Vollstau erfolgte im Jahre 1931. Der Vermuntsee hat einen Nutzinhalt von 5,3 Millionen Kubikmetern und einen Energieinhalt von 15,13 Millionen Kilowattstunden (kWh).

Erhaltung[Bearbeiten]

Nach nahezu 60 Betriebsjahren wurden in den Jahren 1987 bis 1989 umfassende Erhaltungsarbeiten durchgeführt. Der wasserseitige Sperrenfuß wurde injiziert und auf die gereinigte Maueroberfläche ein dichter Vorbeton aufgebracht.

Heute gehört der See mit seinen Anlagen zum Verbund der Vorarlberger Illwerke.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vermuntsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien