Vernaux

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Vernaux
Vernaus
Vernaux (Frankreich)
Vernaux
Region Okzitanien
Département Ariège
Arrondissement Foix
Kanton Haute-Ariège
Gemeindeverband Haute Ariège
Koordinaten 42° 46′ N, 1° 46′ OKoordinaten: 42° 46′ N, 1° 46′ O
Höhe 639–2.081 m
Fläche 6,06 km2
Einwohner 29 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 5 Einw./km2
Postleitzahl 09250
INSEE-Code

Kirche Sainte-Marthe

Vernaux (okzitanisch Vernaus) ist ein Bergdorf und eine kleine südfranzösische Gemeinde mit 29 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ariège in der Region Okzitanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Vernaux liegt in einer Höhe von etwa 785 m ü. d. M. und somit ca. 250 m über dem Tal der Ariège in den nördlichen Ausläufern der Pyrenäen.[1] Der Kurort Ax-les-Thermes befindet sich nur etwa 12 km (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung; die Städte Foix und Pamiers liegen etwa 36 bzw. 56 km nordwestlich. Die Temperaturen sind gemäßigt; die Niederschläge (ca. 850 mm/Jahr) verteilen sich übers ganze Jahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 108 133 116 63 28 31

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert führten die Reblauskrise und die Mechanisierung der Landwirtschaft zu einem Verlust an Arbeitsplätzen und in der Folge zu einem kontinuierlichen Rückgang der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefstwerte der letzten Jahrzehnte.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner von Vernaux leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, wobei die Viehwirtschaft und damit die Milch- und Käseproduktion im Vordergrund steht, aber auch Weinbau wird wieder in geringem Umfang betrieben. Einige Einwohner arbeiten im Talk-Abbau oder in der Talkfabrik von Luzenac; außerdem spielt der Tourismus – auch in der Form der Vermietung von Ferienhäusern (gîtes) – eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der kleinen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmalige Erwähnung des Ortes und seiner Kirche stammt aus einer Schenkungsurkunde der Grafen von Foix an die Abtei Cluny aus dem Jahr 1074; diese gab die Kirche wenig später in die Obhut der Abtei Sainte-Marie de Lagrasse.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die neben dem örtliche Friedhof stehende Pfarrkirche Sainte-Marthe ist ein aus nicht sehr exakt bearbeiteten Tuffsteinen errichteter einschiffiger, aber dreiapsidialer Bau des ausgehenden 11. oder beginnenden 12. Jahrhunderts. Die Fenster der ungegliederten Apsiden weisen nach Osten, wenngleich ihre Anordnung der einer Drei-Konchen-Kirche ähnelt. Die schmucklose Westfassade mit ihrem zugemauerten Portal wird von einem zweigeteilten Glockengiebel überragt; das schlichte heutige Portal befindet sich hinter einem halbrunden Vorbau auf der Nordseite. Das tonnengewölbte Kirchenschiff wurde im 19. Jahrhundert ausgemalt; in den Apsiden befinden sich denkmalgeschützte Freskenreste aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.[3] Der Kirchenbau selbst ist bereits seit dem Jahr 1910 als Monument historique anerkannt.[4]
  • In unmittelbarer Nähe des Friedhofs steht ein Megalith, dessen Spitze von einem schmiedeeisernen Kreuz bekrönt wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vernaux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vernaux – Karte mit Höhenangaben
  2. Vernaux – Klimatabellen
  3. Église Sainte-Marthe, Vernaux in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Église Sainte-Marthe, Vernaux in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)