Styrol-Divinylbenzol-Copolymer

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Styrol-Divinylbenzol-Copolymere (vernetztes Polystyrol, Kurzzeichen PS-X) erhält man, wenn Styrol mit Divinylbenzol (DVB) zusammen polymerisiert wird. Dabei bildet das DVB Brücken zwischen den Polystyrol-Makromolekülen und bewirkt so eine dauerhafte Formstabilität. Diese Brückenbildung wird auch Vernetzung genannt.[1]

Je nach Zusatzmenge an DVB sind unterschiedliche Produkteigenschaften einstellbar. Die DVB-Copolymere bilden die Matrix für Ionenaustauscher-Polymere, die durch Modifizierung der Polymerketten basische oder saure Eigenschaften haben können.

Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Darstellung erfolgt durch radikalische Polymerisation von Styrol und Divinylbenzol. Durch letzteres erfolgt die Vernetzung, da es zwei reaktive Vinylgruppen besitzt.

Poly(styrene-co-divinylbenzene).png

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Sulfonierung von Polystyrol-Divinylbenzol-Copolymer erhält man Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäuren, die als Kationenaustauscher wirken.

Durch Chlormethylierung von Polystyrol-Divinylbenzol-Copolymer und anschließende Substitution mit quartären Ammoniumgruppen erhält man basische Ionenaustauscher, die als Anionenaustauscher wirken.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Weiss: Ionenchromatographie.. Wiley-VCH, Weinheim 2001, ISBN 9-783-52-728702-4.