Veronica Ferres

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Veronica Ferres (2012)

Veronica Ferres (* 10. Juni 1965 in Solingen; eigentlich Veronika Maria Cäcilia Ferres) ist eine deutsche Schauspielerin. Mit der Hauptrolle in Sönke Wortmanns Kinofilm Das Superweib wurde sie 1996 einem größeren Publikum bekannt. Für ihre Darstellung der Nelly Mann in der Fernsehproduktion Die Manns – Ein Jahrhundertroman von Heinrich Breloer wurde sie 2001 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veronica Ferres wuchs als jüngstes von drei Kindern und einzige Tochter des Kohlen- und Kartoffelhändlers Peter Ferres und seiner Frau Katharina auf dem elterlichen Hof auf.[1][2]

Während ihrer Schulzeit galt sie als Außenseiterin, die von ihren Mitschülern „Fettes“ gerufen wurde. Sie litt unter extremen Gewichtsschwankungen und ritzte sich an ihren Unterarmen.[1] 1984 machte sie ihr Abitur am Gymnasium Schwertstraße in Solingen.[3] Danach studierte sie Germanistik, Theaterwissenschaft und Psychologie[4][5] an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Nachdem sie einige staatliche Schauspielschulen wegen ihrer Körpergröße von 1,80 m abgelehnt hatten, nahm sie privaten Schauspielunterricht am Max Reinhardt Seminar in Wien und legte eine staatliche Prüfung in Klassischem Schauspiel ab.[6][4]

Schauspielkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veronica Ferres, 2011

Ferres begann ihre Karriere am Theater. Sie spielte am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bayerischen Staatstheater und in Kleinkunst und Off-Theatern,[7] bevor sie hauptsächlich in Fernsehfilmen und -serien zu sehen war. In ihrem ersten Kinofilm, dem Monumentalwerk Die Zweite Heimat von Edgar Reitz, spielte Ferres das erotische Mädchen Dorli aus der Provinz. Der 25-Stunden-Film erschien 1992. Auch aufgrund ihrer damals üppigeren Figur wurde sie in den ersten Jahren vor allem als „sinnliche Blondine“ besetzt, beispielsweise als komisch naive Sekretärin in der ZDF-Serie Unser Lehrer Doktor Specht (1992) oder als kölsche Proletarierin in Tom Gerhardts Voll normaaal (1994). Der spätere Verlauf ihrer Karriere wurde dann durch vielseitigere Angebote dominiert, die auch mit einer Veränderung ihrer äußeren Erscheinung durch Gewichtsabnahme einhergingen:

1992 spielte sie die Muse des Fritz Knobel (Uwe Ochsenknecht) in Schtonk! unter der Regie von Helmut Dietl, mit dem sie von 1990 bis 1999 liiert war.[8] Dieser besetzte sie 1997 auch als Schneewittchen für den Film Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief und 1999 als Schauspielerin Maria in der Mediensatire Late Show. Zu den großen Erfolgen des ZDF-Fernsehspiels zählt mit etwa neun Millionen Zuschauern der Zweiteiler Eine ungehorsame Frau (1998) mit ihr in der Hauptrolle, für die sie sehr gute Kritiken erhielt.[9] Im Jahr darauf spielte Veronica Ferres in der internationalen Produktion Ladies Room an der Seite von John Malkovich. Mit diesem stand sie seither in mehreren Filmen gemeinsam vor der Kamera[10][11]. Zum letzten Mal 2013 in der internationalen Kinoproduktion Casanova Variations[12].

Ebenfalls zu sehen war sie 1993 bis 1994 in der Fernsehserie Peter und Paul, an der Seite von Helmut Fischer und Hans Clarin, und später in einer Folge des Bullen von Tölz. Mit der Hauptrolle im Kinofilm Das Superweib (1996) wurde sie einem breiten Publikum bekannt. Rund 2,4 Millionen Zuschauer sahen diese Produktion.[13] Seitdem arbeitet Ferres auch in internationalen Produktionen, so im Jahr 2000 für das französische Fernsehen als bösartige Madame Thénardier im Vierteiler Les Misérables – Gefangene des Schicksals oder als gehbehinderte Gräfin in Findelkind an der Seite von Pierre Richard[14].

2001 verkörperte sie Nelly Mann in der vielfach ausgezeichneten Fernsehproduktion Die Manns – Ein Jahrhundertroman von Heinrich Breloer, wofür sie den Adolf-Grimme-Preis in Gold erhielt.[15] 2002 bis 2004 spielte Veronica Ferres die Buhlschaft in der Jedermann-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen. Im August 2010 wurde sie dafür von der österreichischen Tageszeitung Salzburger Nachrichten zur „besten Buhlschaft aller Zeiten“ gekürt.[16] Im Fernsehdrama Annas Heimkehr (2003) spielte sie das Dienstmädchen Anna Schweighofer, das ein jüdisches Mädchen vor der Deportation rettet. Dieser Film erzählt die Lebensgeschichte von Charlotte Knobloch[17]. In dem Zeichentrickfilm Till Eulenspiegel (2003), bei dem Eberhard Junkersdorf Regie führte, synchronisierte Ferres eine der Hauptrollen. 2005 wurde der Film für die Goldene Kamera in der Kategorie „Bester Film“ nominiert.[18]

Ferres sagt über sich selbst, dass sie zwischen Leben und Schauspiel keine klare Grenze ziehen könne. Beides beeinflusse sich gegenseitig. Dabei sei sie besonders von ihrer Hauptrolle in dem Fernsehfilm Sterne leuchten auch am Tag von Roland Suso Richter (Regie) und Richard Reitinger (Buch) aus dem Jahre 2004, in dem es um die unheilbare Krankheit ALS geht, beeinflusst worden.[19] Ende September 2006 sollte sie bei der Ruhrtriennale im Landschaftspark Duisburg-Nord die Hauptrolle im Theaterstück Courasche oder Gott lass nach des Büchner-Preisträgers Wilhelm Genazino spielen, machte jedoch ihre Zusage vor Probenbeginn wieder rückgängig, da die Rolle einer Prostituierten nicht mit ihrer künstlerischen Integrität vereinbar sei. Kritiker warfen ihr daraufhin Eitelkeit und Angst vor dem Verlust von Werbeverträgen vor.[20] Ferres bezeichnete dies als „Nonsens“. Sie sei mündig genug, unabhängige Entscheidungen zu treffen.[21] In einem Interview, dass sie der FAZ gab, stellte Ferres in Nachhinein klar, dass sie kein Problem mit der Verkörperung einer Hure habe. Das Problem an dem Projekt lag ihrer Meinung nach an der Figurenzeichnung der Courage, die für sie keinerlei Tiefe und Entwicklung aufgewiesen habe.[22]

Im selben Jahr übernahm Ferres eine der Hauptrollen für den ZDF-Zweiteiler Neger, Neger, Schornsteinfeger!, in dem sie die alleinerziehende Mutter eines dunkelhäutigen Jungen während des Nationalsozialismus verkörpert. Ebenfalls 2006 spielte sie im Kinofilm Die wilden Hühner erneut die Rolle einer Mutter und an der Seite von John Malkovich als Gustav Klimt die Emilie Flöge in der Filmbiografie Klimt des chilenischen Regisseurs Raúl Ruiz. Im Sommer 2007 drehte sie den Fernsehdreiteiler Die Patin – Kein Weg zurück in München. Ebenfalls 2007 stand sie für die Fernsehspielfilme Mein alter Freund Fritz und Das Ende der Eiszeit von Friedemann Fromm[23] vor der Kamera. Letzterer wurde 2007 als „Bester Fernsehfilm“ für den Deutschen Fernsehpreis nominiert, Ferres erhielt eine Nominierung als „Beste Schauspielerin“.[18] Im darauffolgenden Jahr erhielt sie den Deutschen Fernsehpreis als „Beste Schauspielerin“ für den zweiteiligen Fernsehfilm Die Frau vom Checkpoint Charlie.[24] In diesem kämpft eine Mutter im Westen um ihre beiden Töchter, die in der DDR gefangengehalten werden. Der Film lehnte sich an die wahre Geschichte der Jutta Fleck an, die als „Frau vom Checkpoint Charlie“ bekannt wurde.

Darüber hinaus wirkte Ferres 2008 auch an anderen erfolgreichen Filmen mit: So spielte sie eine der Hauptrollen in dem Fernsehfilm Das Wunder von Berlin, der vielfach positiv rezensiert und als „Bester Film“ für den Deutschen Fernsehpreis und den Emmy nominiert wurde.[25][26] Eine weitere Produktion des Jahres 2008 war der Kinofilm Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected, in dem Jeff Goldblum und William Dafoe die Hauptrollen verkörperten. Zudem folgten im Herbst und Winter 2008/2009 Dreharbeiten in Südafrika für Das Geheimnis der Wale unter der Regie von Philipp Kadelbach[27], wobei Ferres und Christopher Lambert die Hauptrollen übernahmen.

Im Frühling 2009 stand sie in München für den ARD-Fernsehfilm Rosannas Tochter[18] vor der Kamera. Die männliche Hauptrolle übernahm Fritz Karl. Das Drehbuch, das der Filmautor Christian Jeltsch nach der gleichnamigen Romanvorlage von Amelie Fried verfasste, wurde von Franziska Buch inszeniert. Im Herbst des gleichen Jahres drehte Ferres für den Kinofilm Das Leben ist zu lang, bei dem Dani Levy Regie führte, in Berlin und Italien. Die Hauptrolle wurde von Markus Hering verkörpert. Ebenfalls in diesem Herbst spielte sie im Film Sie hat es verdient mit, bei dem sie auch als Co-Produzentin mitwirkte.[28] Dieser Spielfilm von Autor und Regisseur Thomas Stiller erzählt von Jugendlichen, die – selbst aus der Bahn geworfen – ihren Hass an anderen auslassen. Darüber hinaus übernahm Ferres 2009 in der Kinoproduktion Unter Bauern – Retter in der Nacht von Ludi Boeken die Hauptrolle der Holocaust-Überlebenden Marga Spiegel. 2010 folgten erneut Auftritte in mehreren Fernsehproduktionen. Unter anderem spielte sie die Rolle der Mutter von Marco Weiss in dem Fernsehfilm Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis.

Im selben Jahr verkörperte sie ebenfalls die Rolle der Natasha in dem Kinofilm Das Leben ist zu lang[29] unter der Regie von Dani Levy. Neben Die kleine Lady[30], einer Adaption des Kinderbuchklassikers Der kleine Lord, in der sie eine zigarrenrauchende Frauenrechtlerin spielt, und der Literaturverfilmung von Pavel Kohout Die lange Welle hinterm Kiel[31], in der sie neben Mario Adorf und Christiane Hörbiger vor der Kamera stand, drehte sie 2011 auch den Fernsehfilm Tsunami – Das Leben danach[32]. Seit 2011 spielt sie auch die Hauptrolle in der ZDF-Krimireihe Lena Fauch.

2012 war Ferres in dem Kinofilm Der Teufelsgeiger[33] neben Geiger David Garrett zu sehen. In den Kinoverfilmungen des Jugendbuchbestsellers Rubinrot[34] und Saphirblau[35] von Kerstin Gier verkörperte sie die Rolle der Grace. Ebenfalls 2012 war sie in den Fernsehproduktionen Mein Mann, ein Mörder[36] unter der Regie von Lancelot von Naso an der Seite von Ulrich Noethen und in Hafen der Düfte[37] unter der Regie von Peter Gersina zu sehen. 2013 drehte sie mit Dominic Raacke die Komödie Das Glück der Anderen[38].

2013 spielte Ferres in der Komödie König von Deutschland unter der Regie von Helmut Dietls Sohn David an der Seite von Olli Dittrich eine deutsche „Durchschnittsehefrau“. In der Verfilmung des Bestsellers Hector and the Search for Happiness[39] stand sie unter anderem neben Simon Pegg, Jean Reno, Christopher Plummer, Toni Collette und Rosamund Pike vor der Kamera. 2014 folgte der US-amerikanische Thriller Pay the Ghost[40] mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. In der deutschen Komödie Der Nanny[41], einer Produktion von Matthias Schweighöfer, spielte Ferres 2014 ein überfordertes Kindermädchen. Im gleichen Jahr war sie in der Fernsehproduktion Die Staatsaffäre[42] als deutsche Bundeskanzlerin zu sehen. 2015 spielte sie die weibliche Hauptrolle in dem Film Salt and Fire[43] an der Seite von Michael Shannon und Gael García Bernal unter der Regie von Werner Herzog, der auch das Drehbuch zum Film verfasste. Der Film spielt in der Salzwüste Boliviens auf 4200 m Höhe.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer (2012)

Ferres war von 1990 bis 1999 mit Helmut Dietl liiert. Sie arbeiteten gemeinsam an Filmen wie Schtonk (1991), Rossini (1997), Late Show (1999) und zahlreichen anderen Filmen des Regisseurs. Im Februar 2000 gaben sie ihre Trennung bekannt.[8]

Im Mai 2001 heiratete Ferres kurz vor der Geburt der gemeinsamen Tochter in Salzburg Martin Krug.[44] Im November 2008 gab Ferres die einvernehmliche Trennung von Krug bekannt,[44] im Juni 2010 wurde die Ehe geschieden.[45]

Seit 2009 ist sie mit dem deutschen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer liiert. Das Paar heiratete am 27. September 2014 in Nizza.[46]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferres war von 2002 bis 2009 Schirmherrin des Power-Child e. V. zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Dort sammelte sie Spenden, womit sie Theaterstücke für Kindergärten und Grundschulen finanzierte.[47][48] Seit 2009 sammelt sie Spenden für die HOPE Cape Town Association & Trust,[49] einen gemeinnützigen Verein, der sich in Südafrika für HIV-positive und tuberkulosekranke Menschen engagiert. Des Weiteren engagierte sich Ferres 2010 als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer.

Seit 2011 ist Ferres internationale Botschafterin für das Hadassah Medical Center in Jerusalem. 2013 wurde sie hierfür mit dem Hadassah-Award „Citizen of the World“ ausgezeichnet.[50] Des Weiteren ist sie Schirmherrin für das evangelikale Hilfswerk Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk Deutschland.[51] Im Februar 2012 übernahm sie die Schirmherrschaft für das Kinderhospiz Burgholz im bergischen Städtedreieck.[52] Sie engagiert sich ebenfalls ehrenamtlich für die DKMS Life, indem sie unter anderem bei Veranstaltungen als Gastrednerin auftritt.[53]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferres sitzt im Beirat der Metropolitan School Frankfurt, die von ihrem Bruder Peter geleitet wird. 2002 gründete sie mit ihrem damaligen Ehemann Martin Krug die Produktionsfirma Bella Vita Film GmbH, die unter anderem den ARD-Zweiteiler Kein Himmel über Afrika (2005) sowie die Filme Das Geheimnis der Wale und Rosannas Tochter realisierte.[54][55] Nach der Trennung von Krug zog sie sich aus dem Unternehmen zurück und gründete 2011 ihre eigene Produktionsfirma, Construction Film GmbH mit Sitz in München.[56][57][58]

2007 erschien ihr Kinderbuch Nein, mit Fremden geh ich nicht! Es wurde von der „Deutschen Akademie der Künstler- und Jugendliteratur e.V.“ im März 2007 zum „Buch des Monats“ gewählt.[59] Zwei Jahre später wurde Fass mich nicht an![60] veröffentlicht. Beide Bücher wurden von Julia Ginsbach illustriert und sollen Kinder für gefährliche Situationen sensibilisieren. Am 14. März 2011 erschien das Buch Kinder sind unser Leben bei Droemer Knaur, das Ferres zusammen mit Nicole Maibaum verfasste. In diesem werden 15 außergewöhnliche Menschen porträtiert, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen.[61] Darüber hinaus wirkte Ferres an verschiedenen Hörbuchproduktionen mit, u. a. beim Rilke Projekt.[62] Sie brachte sich auch im Buch Briefe bewegen die Welt ein, das 2010 von Hellmuth Karasek herausgegeben wurde.

2008 veröffentlichte das Magazin Park Avenue in seiner Juni-Ausgabe eine Reportage mit dem Titel Fall Ferres – Eine Schauspielerin zwischen Gutmenschen-Sucht und Geltungsdrang.[63] Ferres sah sich durch die Veröffentlichung in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt und erwirkte am 25. Juli 2008 eine einstweilige Verfügung vor dem Hamburger Landgericht, nach der das Magazin eine Gegendarstellung drucken musste.[64] Die folgende Klage der Schauspielerin gegen den Verlag auf Zahlung einer hohen Geldentschädigung wurde vom Hamburger Landgericht als unbegründet abgewiesen.[63][65]

Im Januar 2008 wurde Ferres als Testimonial für die Adler Modemärkte engagiert.[66] Die vorgesehene Vergütung betrug 800.000 Euro jährlich.[67] Nachdem die ursprünglich zur Metro Group gehörige Kette durch die Sanierungsgesellschaft BluO übernommen wurde, trennte sich das neue Management des Unternehmens von Ferres. Der Geschäftsführer Martin Vorderwülbecke begründete dies damit, dass die Schauspielerin vom Vorbesitzer aufgrund ihres positiven Images engagiert worden sei und sie dieses wegen ihres „ehebrecherischen Verhältnisses“ verloren habe.[68] Im Laufe des daraufhin von Ferres angestrengten Prozesses kam es zu einem Vergleich zwischen den Parteien: Sie erhielt statt der von ihr geforderten knapp 460.000 Euro eine Summe von 400.000 Euro von der Modekette, die zusätzlich 75 Prozent der Prozesskosten übernahm.[69] Ab 2005 war Ferres Werbeträgerin der Beauty Linie Diadermine, für die sie auch im Ausland geworben hat.[70] 2012 trat Ferres als Testimonial im Rahmen einer Werbekampagne der Bild-Zeitung auf.[71]

2014 enthüllte Der Spiegel, dass Ferres und Carsten Maschmeyer Geldvermehrung mit umstrittenen Dividendenstrippings betrieben.[72]

Ab 12. Juli 2016 moderiert sie bei Radio Carivari Die Herold Show.[73]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferres musste sich aufgrund ihrer Rollenauswahl, Aktivitäten außerhalb der Schauspielerei und ihres Privatlebens auch mit kritischen Stimmen auseinandersetzen. So wird ihr ihre Vorliebe für „positive“ Frauenrollen, insbesondere überdurchschnittlich häufig die Rolle der „tapferen Mutter“, als Einseitigkeit und Flachheit zum Vorwurf gemacht.[74][75]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferres bei der Berlinale 2012

Bambi

  • 1992: Auszeichnung in der Kategorie Schauspiel National für die Rolle der Martha in Schtonk
  • 2005: Auszeichnung in der Kategorie Schauspiel National für die Rolle der Veronika Molin in Die Rückkehr des Tanzlehrers

Bayerischer Fernsehpreis

  • 2002: Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Fernsehfilm für die Rolle der Nelly in Die Manns – Ein Jahrhundertroman
  • 2004: Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Fernsehfilm für ihre Rollen in Annas Heimkehr, Für immer verloren und Stärker als der Tod

Deutscher Fernsehpreis

  • 2007: Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Vom Ende der Eiszeit
  • 2008: Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Die Frau vom Checkpoint Charlie

Goldene Kamera

  • 1998: Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin National für ihre Rollen in Rossini, Die Chaos Queen, Dr. Knock und Eine ungehorsame Frau
  • 2002: Auszeichnung für ihre Rolle in Bobby

Adolf-Grimme-Preis in Gold

  • 1998: Nominierung für ihre Rollen in Die Chaos Queen, Dr. Knock und Eine ungehorsame Frau
  • 2002: Auszeichnung für Die Manns – Ein Jahrhundertroman

Goldene Romy

  • 2002: Auszeichnung in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin für ihre Rollen in Bobby und Die Manns – Ein Jahrhundertroman

Weitere Preise und Ehrungen

  • 1999: Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Die Braut beim 9. Internationalen Film-Festival Pescara, Italien
  • 2005: DIVA-Award in der Kategorie German Award (Hall of Fame)
  • 2006: Bayerischer Verdienstorden
  • 2006: Goldene Feder
  • 2007: Hans-Rosenthal-Ehrenpreis[76]
  • 2007: Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur im März 2007 für das Kinderbuch Nein, mit Fremden geh ich nicht
  • 2007: Bad Iburger Kinderliteraturpreis „Schlossgeschichten“ für das Kinderbuch Nein, mit Fremden geh ich nicht
  • 2007: Pannekopp des Jahres für ihre Verdienste um die „Reinerhaltung der Sprache im Ruhrgebiet“[77]
  • 2008: Jupiter in der Kategorie Bester TV-Film für Die Frau vom Checkpoint Charlie
  • 2009: Steiger Award in der Kategorie Film
  • 2010: Signis Award im Rahmen des internationalen Filmfests DC in Washington für Unter Bauern – Retter in der Nacht
  • 2013: Hadassah Citizen of the World Award für ihr soziales Engagement für Israel[78]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Veronica Ferres – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Markus Brauck: Die Sanftwütige. In: Der Spiegel. Nr. 41, 2007, S. 144 (online).
  2. Herkunft und Familie GQ Magazin, abgerufen am 21. Juli 2013.
  3. Abizeitung Gymnasium Schwertstrasse 1984. Abgerufen am 21. Januar 2010.
  4. a b veronicaferres.de/vita
  5. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. In: Die Zeit, Nr. 5/2002.
  6. [1] Who's Who, abgerufen am 5. November 2015.
  7. [2] Prisma, abgerufen am 20. November 2015.
  8. a b Helmut Dietl und Veronica Ferres getrennt. In: Rhein-Zeitung, 10. Februar 2000.
  9. So fielen die Quoten von Veronica Ferres. RP Online
  10. http://www.imdb.com/title/tt0230534/?ref_=nm_flmg_act_54. IMDb abgerufen am 9. Dezember 2015
  11. http://www.imdb.com/title/tt0417871/. IMDb abgerufen am 9. Dezember 2015
  12. http://www.imdb.com/title/tt2614400/?ref_=nm_flmg_act_7. IMDb abgerufen am 9. Dezember 2015
  13. filmportal.de
  14. [3] In: TV Spielfilm, abgerufen am 20. November 2015
  15. „Oscars“ für die besten Fernsehfilme. In: Spiegel Online, 12. März 2002.
  16. salzburg.com
  17. http://www.imdb.com/title/tt0380185/trivia. IMDB abgerufen am 9. Dezember 2015
  18. a b c veronicaferres.de/tv
  19. gero von boehm begegnet: Veronica Ferres, Sendung im ZDFdokukanal, 24. März 2008, 0:45 Uhr.
  20. faz.net
  21. faz.net
  22. faz.net aufgerufen am 8. Januar 2016
  23. [4] NDR abgerufen am 9. Dezember 2015
  24. daserste.de
  25. spiegel.de
  26. abendblatt.de
  27. [5] ZDF abgerufen am 9. Dezember 2015
  28. focus.de
  29. [6]
  30. [7]
  31. [8]
  32. [9]
  33. [10]
  34. [11]
  35. [12]
  36. [13]
  37. [14]
  38. [15]
  39. [16]
  40. [17]
  41. [18]
  42. [19]
  43. [20]
  44. a b Veronica Ferres’ Ehe gescheitert. In: Spiegel Online, 25. November 2008.
  45. welt.de
  46. Handelsblatt - Heirat in Südfrankreich - Hochzeit! Ferres sagt Ja zu Maschmeyer. Artikel vom 26. September 2014, abgerufen am 28. September 2014.
  47. Website von Power-Child e. V: Prävention: Theater/Schule
  48. Website von Power-Child e. V: Prävention: Theater/Kindergarten
  49. [21] (PDF; 78 kB)
  50. Veronica Ferres – Internationale Botschafterin für Hadassah Offizielle Website von Hadassah, abgerufen am 21. Juli 2013.
  51. morgenpost.de
  52. hoeschen/ör-wj: Kinderhospiz – Veronica Ferres ist Schirmherrin. In: evangelisch-wuppertal.de. Abgerufen am 8. März 2012.
  53. Veronika Ferres schminkt in Düsseldorf krebskranke Frauen. Westdeutsche Zeitung vom 5. Dezember 2012.
  54. Film-Projekte Offizielle Website der Bella Vita Film GmbH
  55. film.the-fan.net: Rosannas Tochter
  56. ad-hoc-news.de
  57. mittelbayerische.de
  58. Ab jetzt schreibt sie ihre Rollen selbst Berliner Zeitung, abgerufen am 26. Juli 2013.
  59. [22] Akademie der Künstler- und Jugendliteratur abgerufen am 9. Dezember 2015
  60. randomhouse.de
  61. mdr.de
  62. rilke-projekt.de
  63. a b Georg Altrogge: Warum die Schauspielerin gegen „Park Avenue“ verlor – Das Ferres-Urteil in Auszügen, unter meedia.de
  64. 324 O 539/08 Martin J. Krug vs. Park Avenue GmbH auf BUSKEISMUS, abgerufen am 1. Oktober 2014.
  65. online Veronica Ferres scheitert mit Klage gegen Park Avenue
  66. Adler zieht Veronica Ferres an, 11. Januar 2008, unter wuv.de.
  67. Ekkehard Müller-Jentsch: Schauspielerin verklagt Modehaus – Die Ferres ist nicht brav genug, 18. März 2010, unter sueddeutsche.de.
  68. sueddeutsche.de
  69. tz.de: 400 000 Euro: Veronica Ferres rupft den Adler, abgerufen am 25. März 2014
  70. [23] Horizont abgerufen am 9. Dezember 2015
  71. Zeitschrift Stern (Zeitschrift) Ausgabe 19, 2012, S. 139.
  72. Martin Hesse, Gerald Traufetter: Ex Und Hopp. Der Spiegel 39/2014, S. 66–68
  73. charivari.de: Die Herold Show
  74. welt.de
  75. Sonne und Mond. In: Der Spiegel. Nr. 49, 2008 (online).
  76. http://hans-rosenthal-stiftung.de/aktionen-und-termine/ehrenpreis/
  77. rp-online.de
  78. Die Botschafterin. In: Jüdische Allgemeine vom 21. November 2013, abgerufen am 24. Januar 2014.