Versandhaus Walz

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Versandhaus Walz GmbH
Logo des Versandhauses Walz
Rechtsform GmbH
Gründung 1952
Sitz Bad Waldsee, Deutschland
Leitung Torsten Waack van Wasen, Stefan Weychert Geschäftsführer
Mitarbeiter 1.400[1]
Umsatz 300 Mio. EUR
Website www.versandhaus-walz.de

Die Versandhaus Walz GmbH ist ein Versandhandelsunternehmen mit Sitz in Bad Waldsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Versandhaus wurde 1952 von Alfons Walz gegründet. Er begann mit dem Versand einer Baby-Erstlingsausstattung und gab den ersten Katalog unter der Bezeichnung baby-walz heraus. 1967 wurde das Sortiment zunächst durch den Katalog Die moderne Hausfrau erweitert. Weitere Kataloge kamen später hinzu. Im Jahr 1988 wurde das Versandhaus an den Versandhändler Neckermann verkauft, der später im KarstadtQuelle-Konzern und dessen Nachfolger Arcandor aufging. Nach der Insolvenz von Arcandor wurde das Unternehmen von der zur Carlyle Group gehörenden Puccini Group übernommen.[2] Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Puccini Group im März 2015 wurde Walz an Alteri Investors verkauft, ein Ableger von Apollo Global Management.[3][4]

Heute ist das Unternehmen außer in Deutschland noch in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Niederlande, Belgien und Dänemark tätig. Durchschnittlich werden täglich etwa 20.000 Päckchen vom Logistikzentrum in Bad Waldsee versandt. Das Unternehmen umfasst zudem etwa 69 Filialgeschäfte.

Kataloge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von baby-walz
  • Mit dem Katalog baby-walz ist das Unternehmen zum größten Spezialversender für Mutter und Kind in Europa[5] geworden.
  • Der Katalog Die moderne Hausfrau bietet Produkte für Haushalt und Küche. Bei vielen Kunden hat er wegen seiner originellen Texte Kultstatus.
  • Unter dem Motto „Spielend die Welt entdecken“ wird seit 2002 der Katalog „walzkidzz“ verschickt. Die Zielgruppe sind Kinder im Alter zwischen drei und zehn Jahren.
  • Mit WalzVital möchte das Unternehmen die Kundengruppe für die ältere Kundschaft (sogenannten Best Ager) erschließen. Auf etwa 150 Seiten finden sich Produkte für die Bereiche Bewegung, Sicherheit, Gesundheit, Entspannung und mehr.
  • Im Jahr 2007 wurde erstmals der Katalog „creawalz“ herausgebracht. Unter dem Motto „Aus purer Lust am Kreativsein“ richtet er sich an Bastelfreunde.
  • Nuggihus (2009) ist eine stationäre Fachhandelskette für kleine Kinder in der Schweiz.

Tochterfirmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Versandhaus Walz hat die Tochterfirma DVM Marketing & Werbung GmbH, die Adressen an andere Firmen zum Zwecke der Werbung weiter gibt.[1]

Baby-Walz als Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Winter 2008/2009 wurde von der Biberacher Theatergruppe Ohne Namen die Geschichte von Alfons Walz und seinem Unternehmen als Theaterstück aufgeführt. Es gab 13 Aufführungen in Füramoos, Biberach an der Riß, Schemmerhofen und Bad Waldsee.[6] Das Stück von Peter Schmid wurde mit Hilfe von Alfons Walz' Tochter realisiert und von der Firma Baby-Walz unterstützt, auch eine Biographie von Alfons Walz („Ich habe mein Leben gelebt“) wurde herausgegeben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Schmid (Hrsg.): Ich habe mein Leben gelebt. Alfons Walz (1920–2008). Unternehmer, Goldsucher, Visionär. Biberacher Verlags-Druckerei, Biberach 2009, ISBN 978-3-933614-42-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Unternehmen – Daten & Fakten. Auf: versandhaus-walz.de, abgerufen am 25. Juni 2015.
  2. US-Finanzinvestor Carlyle kauft Spezialversandhäuser. In: boerse-express.com. 24. November 2010; abgerufen am 8. Mai 2015.
  3. Susanne Schulz: Britischer Investor kauft Walz. In: schwaebische.de. 5. Mai 2015; abgerufen am 8. Mai 2015.
  4. Elke Sieper: Alteri Investors übernimmt Walz-Gruppe. In: textilwirtschaft.de. 5. Mai 2015; abgerufen am 8. Mai 2015.
  5. Baby-Walz. auf: wer-zu-wem.de
  6. Baby-Walz: Theater stellt sich der Realität. In: Schwäbische Zeitung. 9. März 2009.

Koordinaten: 47° 55′ 46″ N, 9° 45′ 19″ O