Versengold

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Versengold
Versengold in ihrer aktuellen Besetzung (2015)
Versengold in ihrer aktuellen Besetzung (2015)
Allgemeine Informationen
Herkunft Bremen, Deutschland
Genre(s) Folk, Musik der Mittelalterszene
Gründung 2003
Website www.versengold.de
Gründungsmitglieder
Snorre Snoerkelfrey
(Malte Hoyer)
Svente Fertig
(Arnd Rathjen) (bis 2008)
Djembé, Perkussion, Backgroundgesang
Swolle Taugenichts
(Jan Schröder) (bis 2008)
Dichtung, Gesang, Gitarren-Laute
Sirkka von Ungefaehr
(Carolin Fährmann) (bis 2009)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Flöte
Malte Hoyer
Bodhrán, Bouzouki
Thomas „Pinto“ Heuer (seit 2008)
Alexander Willms (seit 2008)
Violine, Mandoline, Backgroundgesang
Florian Janoske (seit 2011)
Gitarre, Bouzouki, Mandoline, Backgroundgesang
Daniel Gregory (seit 2011)
Sean Lang (seit 2015)
Bass, Backgroundgesang
Eike Otten (seit 2015)
Gastmusiker
Gesang, Gitarre
Honi
(Martje Saljé) (2008)
Cister, Gesang, Flöten, Bodhrán
Mechthild „Mette“ Zether von Mordio
(Maren-Mechthild
Meyer-Wünsch) (2008–2009)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Zeitlos
  DE 22 17.08.2015 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Versengold ist eine deutsche Folk-Band aus Bremen, die teilweise historisch anmutende Texte mit moderneren Folkelementen verbindet. Das Liedgut und die Texte sind selbst geschrieben, Versengold spielt keine Coversongs. Mit bisher sieben veröffentlichten Studioalben und einem Livealbum sind sie inzwischen ein fester Bestandteil der deutschen Folk-Szene geworden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versengold wurde 2003 im Heimatort von Sänger Malte Hoyer (damaliger Künstlername „Snorre Snoerkelfrey“), Osterholz-Scharmbeck in der Nähe von Bremen, gegründet. Die als Hobbyprojekt gegründete Band setzte sich aus dem Gründerduett Carolin Fährmann („Sirkka von Ungefaehr“) und Malte Hoyer zusammen, ergänzt durch Perkussionist Jan Schröder („Swolle Taugenichts“) und Geiger Arndt Rathien („Svente Fertig“). Das Quartett richtete sich inhaltlich und musikalisch an der LARP- und Mittelalterszene aus. 2005 erschien das Debütalbum Hoerensagen. Auf dem 2006 veröffentlichten zweiten Album Allgebraeu war Thomas „Pinto“ Heuer bereits als Gastmusiker zu hören, der Irish Folk-Stilistik mit in die Band brachte. Gleichwohl bleibt das Album mittelalterlich geprägt. Zur Saison 2008 stiegen Jan Schröder und Arnd Rathjen aus und das Album Ketzerey wurde mit Perkussionist Thomas Heuer und Geiger Alexander Willms eingespielt, wodurch die irisch-keltischen Einflüsse in der Musik von Versengold weiter an Einfluss gewinnen. Nach Fertigstellung des Albums und zum Start in der Saison 2008 verließ auch Carolin Fährmann die Band, der weibliche Sopran wurde im Anschluss durch Gastmusiker besetzt. Die drei verbliebenen Bandmitglieder Hoyer, Heuer und Willms entschlossen sich daher, die Band aufzulösen und noch ein letztes Album als reines Männertrio zu produzieren. Während der Produktion kamen Florian Janoske und Daniel Gregory 2011 als Gastmusiker hinzu. In dieser Besetzung brachte die Band 2011 das Album Dreck am Stecken heraus. Im Anschluss wurden Janoske und Gregory vollwertige Bandmitglieder und die Kapelle spielte als reines Männer-Quintett weiter.

Als Folge stellt sich in der Band eine Professionalisierung ein, der gemeinsame Wunsch, Musik als Hauptberuf auszuüben, wurde formuliert. Das schlug sich auch in den Arrangements der neuen Besetzung nieder: das Gitarrenspiel von Gregory führte zu einer insgesamt eher rockigen Gangart, während Janoske vermehrt mehrstimmige Chöre arrangierte. Der Einfluss von Gregory und Janoske rückte zudem den Fokus der Band von der Mittelalterszene auf die Folkmusik. Versengold trat beim Wacken Open Air 2013 auf, gleich danach erschien am 4. August 2013 das Album Im Namen des Folkes. Am 31. August 2013 spielte Versengold gemeinsam mit Die Kammer, Lyriel und Fiddler’s Green als Vorgruppe für Schandmaul, die im Rahmen eines zweitägigen Open-Air-Festivals im Tanzbrunnen ihr 15-jähriges Jubiläum feierten.[2] Das Konzert war an beiden Tagen mit mehr als 10.000 Besuchern ausverkauft.[3]

2015 traf die Band die Entscheidung, die bisherige Besetzung um Sean Lang am Schlagzeug und Eike Otten am Bass zu ergänzen, wodurch Einflüsse aus Rock, Funk und Metal in die Band einzogen und der Band-Sound rockiger wurde. Das in dieser Besetzung 2015 veröffentlichte Album Zeitlos stieg auf Platz 22 der deutschen Album-Charts ein und markierte, zusammen mit der zugehörigen Club-Tour, den bisherigen Höhepunkt der Bandgeschichte. Neben einem erneuten Auftritt beim Wacken Open Air wirkt die Band auch bei den Festivals Summer Breeze, Rockharz, M’era Luna Festival, Open Flair und Greenfield mit. Zum Ende des Jahres veröffentlichte die Band ihr erstes Live-Album Live 2015. Erst im Jahr 2016 erschien die 2015 im Hamburger Gruenspan mitgeschnittene DVD Live in Hamburg, die einen Gastbeitrag von Katja Moslehner (Faun) enthält.

Am 21. Januar 2017 führte die Band eine sog. „Nacht der Balladen“ in Bremen Vegesack auf, bei der sie ausschließlich Balladen aus allen ihren Alben, auch älteren Alben, spielte, die teils noch nie auf der Bühne oder noch nie in dieser Formation aufgeführt worden waren. Die Band wurde dabei von zahlreichen Gastmusikern unterstützt: Silja Mansholt (Gesang), Carolin Gass (Viola), Julia Kreft (Violine), Heike Schuch (Violoncello), Rebecca Brakmann (Violine) und Julian Claus (Perkussion).

Am 4. August 2017 wird das Album Funkenflug erscheinen.

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Malte Hoyer geschriebenen Texte erzählen oft Geschichten mit Tiefgang und vielerlei Deutungsmöglichkeiten. Das Repertoire erstreckt sich von reinen Instrumentals über Trinklieder (z. B. Einerley oder Hoch die Krüge), Balladen wie Vom Zauber des Wildfräuleins hin zu gesellschaftskritischen Liedern, etwa Punsch statt Putsch.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sänger Malte Hoyer, Florian Janoske und Daniel Gregory sind auch Teil der Band Knasterbart.

Thomas Heuer ist Mitglied des Celtic-Folk-Trios Ganaim.

Das Album Zeitlos ist stark geprägt durch einen vorangegangenen, schweren Autounfall Hoyers.

Tjalf Hoyer, der Bruder von Sänger Malte Hoyer, ist Sänger der Bremer Band Afterburner.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Hoerensagen
  • 2006: Allgebraeu
  • 2008: Ketzerey
  • 2011: Dreck am Stecken
  • 2013: Im Namen des Folkes
  • 2014: Auf in den Wind
  • 2015: Zeitlos

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Live 2015

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Live in Hamburg

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Hoch die Krüge
  • 2015: Ihr seid Musik
  • 2015: Frühlingsgruß
  • 2015: Spaß bei Saite
  • 2015: Die Namen von Millionen
  • 2016: Spaß bei Saite (Live in Hamburg 2015)
  • 2016: Ich und ein Fass voller Wein (Live in Hamburg 2015)
  • 2016: Ihr seid Musik (Live in Hamburg 2015)
  • 2017: Haut mir kein' Stein
  • 2017: Nebelfee (Live von der „Nacht der Balladen“)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Versengold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartverfolgung: DE
  2. Martin Schneider: Powermetal.de: SCHANDMAUL: BENEFIZKONZERT HEUTE, JUBILÄUMSSHOWS AM WOCHENENDE
  3. Schandmaul Newsletter Juli 2013