Vertrag von Neuilly-sur-Seine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
 Bulgarien nach dem Vertrag von Neuilly-sur-Seine
 An Griechenland abgetretene Gebiete
 An das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen („Jugoslawien“) abgetretene Gebiete

Der Vertrag von Neuilly-sur-Seine, abgeschlossen am 27. November 1919, ist einer der Pariser Vorortverträge, die den Ersten Weltkrieg formal beendeten. Er wurde zwischen dem Königreich Bulgarien auf der einen und den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan sowie weiteren mit diesen Hauptmächten alliierten Staaten auf der anderen Seite geschlossen.

Inhalt des Vertrags[Bearbeiten]

Bulgarien musste nach den Bestimmungen des Vertrages folgende Gebietsabtretungen leisten:

Weiterhin waren Reparationen in der Höhe von 400 Millionen Dollar zu bezahlen, und die Armee wurde auf 20.000 Mann beschränkt.

Teil dieses Vertrags war eine Regelung zum Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und Bulgarien. Bulgarien und Griechenland unterzeichneten eine Konvention über die gegenseitige und freiwillige Emigration, die allerdings kein Rückkehrrecht vorsah. Es verließen 53.000 Bulgaren Griechenland und 39.000 Griechen Bulgarien (nach dem Ersten Weltkrieg waren insgesamt 46.000 Griechen aus Bulgarien ausgewandert).[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Boundary Study No. 56: Bulgaria – Greece Boundary (PDF; 296 kB). US State Department, 1965, S. 9.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erik Goldstein: The First World War Peace Settlements, 1919–1925. Longman, London u. a. 2002, ISBN 0-582-31145-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vertrag von Neuilly-sur-Seine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien