Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund

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Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund
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Staatliche Ebene Mecklenburg-Vorpommern
Stellung Landesvertretung
Aufsichtsbehörde Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Gründung 1991 Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Bonn
Hauptsitz Berlin
Behördenleitung Pirko Kristin Zinnow (Staatssekretärin)
Bedienstete 22 (Stand: Juli 2015)
Website Homepage der Vertretung
Das Gebäude der Vertretung der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beim Bund in Berlin

Die Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund ist die Landesvertretung des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in der Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie alle deutschen Bundesländer, nimmt auch das Land Mecklenburg-Vorpommern seine Interessen gegenüber dem Bund und den anderen Bundesländern mit einer Landesvertretung wahr.

Die Vertretung befand sich seit der Wiedereinrichtung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 bis 1999 in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Organisatorisch ist die Landesvertretung Teil der Staatskanzlei von Mecklenburg-Vorpommern und unterstützt die Arbeit des Bevollmächtigten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, welcher grundsätzlich ein beamteter Staatssekretär ist. Seit 1999 befindet sich die Landesvertretung in der Bundeshauptstadt Berlin, dem Sitz von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat. Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund ist derzeit Pirko Kristin Zinnow.[1]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude in Bonn

In Bonn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Landesvertretung wurde 1991 in Bonn eröffnet. Mecklenburg-Vorpommern nutzte gemeinsam mit dem Bundesland Sachsen das Gebäude der ehemaligen Ständigen Vertretung der DDR, ein dreistöckiges Haus in der Godesberger Allee 18. Das Gebäude wurde dafür in den Jahren 1991 bis 1994 umgebaut. Heute wird das Gebäude von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) genutzt.

In Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vertretung Mecklenburg-Vorpommerns zog nach den Umzugsbeschlüssen von Bundestag und Bundesrat nach Berlin in das ehemalige Haus der Kurmärkischen Ritterschaftsbank und spätere Gästehaus des Ministerrates der DDR in der Mohrenstraße Nr. 66. Das Gebäude stand seit der Wiedervereinigung im Eigentum des Bundes. Die Landesvertretung hatte hier ihren Sitz bis zur Fertigstellung des Neubaus in den Ministergärten. Heute ist das Gebäude in der Mohrenstraße 66 Bestandteil der Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Seit 2001 teilt sich das Land Mecklenburg-Vorpommern das neu errichtete Gebäude seiner Landesvertretung mit der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in den historisch bedeutsamen Ministergärten. Der Bau wurde nach einem 1997 europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb errichtet. Mit der Bauplanung und Bauausführung waren das Hamburger Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner und die Berliner Landschaftsplaner Krafft-Wehberg-Wes & Partner beauftragt. Im Februar 2000 wurde der Grundstein gelegt; die Einweihung der Landesvertretung fand am 18. Oktober 2001 im Beisein der Ministerpräsidenten Harald Ringstorff und Manfred Stolpe sowie der Finanzministerinnen Sigrid Keler und Dagmar Ziegler mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft statt. Die Kosten für das Gebäude betrugen 18,41 Millionen Euro.[2]

Die Verbindung zwischen den beiden Vertretungen bildet eine gemeinsame, mehrgeschossige Halle. Um diese legen sich zwei, nicht deckungsgleiche Gebäudewinkel: Einer der Flügel ist um ein Geschoss niedriger als der andere. Im Erdgeschoss befinden sich Veranstaltungsräume, im ersten Obergeschoss Räume für die Inneren Dienste, im zweiten die Räumlichkeiten der Referate und im dritten Obergeschoss die Leitungsbereiche der beiden Landesvertretungen. Die Außenflächen des Gesamtbaues sind mit Schieferplatten und nordischem Holz, die Innenfassaden mit Holz verziert.

Die Gartenanlage weist Terrassen, Wasserflächen und märkische Kiefern auf. Der so genannte Philosophengang bietet Gelegenheit zu kleineren Spaziergängen.

Frühere Bevollmächtigte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Egbert Mroch, Bevollmächtigter des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund von 1991 bis 1993
  2. Wilhelm Staudacher, Bevollmächtigter des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund von 1993 bis 1994
  3. Gabriele Wurzel, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund von 1994 bis 1998
  4. Tilo Braune, Bevollmächtigter des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund von 1998 bis 2002
  5. Thomas Freund, Bevollmächtigter der Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund von 2002 bis 2011
  6. Angelika Peters, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund 2011 bis 2013

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kerstin Wittmann-Englert, René Hartmann (Hrsg.): Bauten der Länder. Die Landesvertretungen in Bonn, Berlin und Brüssel, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2013, S. 136-143. ISBN 978-3-89870-796-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bevollmächtigte Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund
  2. Eröffnung der Landesvertretung von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Gemeinsame Sache. BauNetz, 19. Oktober 2001, abgerufen am 18. November 2015.

Koordinaten: 52° 30′ 43″ N, 13° 22′ 45″ O