Vestenbergsgreuth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Vestenbergsgreuth
Vestenbergsgreuth
Deutschlandkarte, Position des Marktes Vestenbergsgreuth hervorgehoben
Koordinaten: 49° 41′ N, 10° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Höchstadt an der Aisch
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 31,85 km²
Einwohner: 1498 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91487
Vorwahl: 09163
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 159
Marktgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Dutendorfer Straße 22
91487 Vestenbergsgreuth
Webpräsenz: www.vestenbergsgreuth.de
Bürgermeister: Helmut Lottes (Unabhängige Bürger)
Lage des Marktes Vestenbergsgreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet) Neunhofer Forst Mark (gemeindefreies Gebiet) Kraftshofer Forst Kalchreuther Forst Geschaidt Forst Tennenlohe Erlenstegener Forst Buckenhofer Forst Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Erlangen Landkreis Ansbach Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Buckenhof Aurachtal Eckental Heroldsberg Kalchreuth Lonnerstadt Möhrendorf Mühlhausen (Mittelfranken) Oberreichenbach (Mittelfranken) Spardorf Uttenreuth Vestenbergsgreuth Weisendorf Wachenroth Röttenbach (bei Erlangen) Marloffstein Höchstadt an der Aisch Heßdorf Herzogenaurach Hemhofen Großenseebach Gremsdorf Bubenreuth Baiersdorf Adelsdorf Dormitzer ForstKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Vestenbergsgreuth ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt an der Aisch.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vestenbergsgreuth liegt in der Industrieregion Mittelfranken. An einem Waldrand 600 Meter westlich des Ortsteils Ochsenschenkel befindet sich ein Punkt, der als der Mittelpunkt Frankens (bei 49,71735° N, 10,63494° O) bezeichnet wird. Es ist eine Stelle, die von allen Grenzen Frankens durchschnittlich am kürzesten entfernt ist.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Dutendorf, Frickenhöchstadt, Frimmersdorf, Kleinweisach, Vestenbergsgreuth.

Die 14 Ortsteile[3] von Vestenbergsgreuth:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Schlüsselfeld, Wachenroth, Lonnerstadt, Uehlfeld, Münchsteinach, Markt Taschendorf, Burghaslach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rittergut Vestenbergsgreuth und der umliegende Ort waren bis 1687 im Besitz der Herren von Vestenberg. Als der Ort 1756 an Christoph Siegmund von Holzschuher kam, erlebte er einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Die Familie Holzschuher von Harrlach hatte die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit inne. Die Familien gehörten zum Fränkischen Ritterkreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Gebietsreform wurde in den mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstandenen Markt Vestenbergsgreuth am 1. Mai 1978 die selbständige Gemeinde Weisachgrund eingemeindet.[4] Diese war am 1. Januar 1972 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Dutendorf, Frickenhöchstadt und Kleinweisach entstanden.[5] Am 1. Januar 1974 war noch Frimmersdorf hinzugekommen.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

CSU SPD FWG Bürgerblock Frimmersdorf WG Oberer Weisachgrund Unabhängige Bürger Gesamt
2002 n.a. 1 6 3 2 n.a. 12 Sitze
CSU SPD FWG Bürgerblock Frimmersdorf WG Oberer Weisachgrund Unabhängige Bürger Gesamt
2008 3 1 n.a. 3 2 3 12 Sitze

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:[6]

CSU/Unabh. Bürger SPD Bürgerblock Frimmersdorf WG Oberer Weisachgrund Gesamt
2014 5 1 4 2 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Grün und Gold; oben ein silberner Balken, unten ein rot gefütterter schwarzer Holzschuh (Das Stammwappen der Holzschuher).

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 503 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 270 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 580. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb (ein größerer Arzneimittel- und Teehersteller), im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1377 Hektar, davon waren 1095 Hektar Ackerfläche und 268 Hektar Dauergrünfläche.

Seit Mai 2010 befindet sich dort der erste gentechnikfreie Sojaacker Frankens mit einer Fläche von 25 Hektar und einem Ertrag von ca. drei Tonnen, der der regionalen Hühnerfarm zur Produktion von Futtermitteln dienen soll.[7].

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt liegt südlich der Autobahn A 3.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freizeitanlage mit Sommerrodelbahn, Snow-Tubingbahn und Minigolfanlage
  • Jugendcamp des Kreisjugendringes mit Jugendübernachtungshaus (33 Betten) sowie zwei Jugendzeltplätze

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 67 Kindern (Stand: 1999)
  • Grundschule

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fußballabteilung des seinerzeit in der Regionalliga Süd spielenden Fußballvereins TSV Vestenbergsgreuth trat 1996 geschlossen der SpVgg Fürth bei. Die SpVgg Fürth trat nach dem Zusammenschluss ab der Spielzeit 1996/97 erstmals als SpVgg Greuther Fürth an.

Bundesweit bekannt wurde der Verein 1994, als er bis in die dritte Runde des DFB-Pokals kam. Auf dem Weg dahin besiegte der TSV Vestenbergsgreuth den FC Bayern München in der ersten Runde mit 1:0, Torschütze war Roland Stein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss in Vestenbergsgreuth, Mansarddachbau, Sandsteinquader, bezeichnet „1785“
  • Judenschule in Vestenbergsgreuth mit Betsaal (Synagoge), Religionsschule und rituellem Bad der Gemeinde
  • Ehemaliges Schulhaus in Vestenbergsgreuth, verputzter Walmdachbau mit Fachwerkturm, im Kern 1776; mit Turmuhr und drei Glocken ausgestattet
  • Evangelisch-lutherische Filialkirche in Pretzdorf, Chorturmkirche, zweite Hälfte 15. Jahrhundert, Langhaus in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts teilweise barockisiert; mit Ausstattung
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche in Kleinweisach, Chorturmkirche, zweite Hälfte 15. Jahrhundert, der Turm 1704 erhöht, das Langhaus 1725 und 1763 umgestaltet; mit Ausstattung
  • Ehemalige Brauerei in Dutendorf, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk, im Kern um 1630, Umbauten 18. und Mitte 19. Jahrhundert, teilweise modernisiert

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Horst Auer: Der Nabel Frankens. In Nürnberger Nachrichten, 5. Juni 2008, zuletzt abgerufen am 8. April 2014
  3. Vestenbergsgreuth. Bayerische Landesbibliothek Online. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 711.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 484.
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik
  7. Heimisches gentechnikfreies Soja für fränkische Eier (PDF; 150 kB) 21. Juli 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vestenbergsgreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien