Vestfoldberge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vestfoldberge
Vestfold Hills - PJS - Next to Lake Stinear.jpg
Höchster Gipfel Boulder Hill (158 m)
Teil der Antarktis
Vestfoldberge (Antarktis)
Vestfoldberge
Koordinaten 68° 33′ S, 78° 15′ OKoordinaten: 68° 33′ S, 78° 15′ O
Gestein Gneis
Fläche 512 km²
Satellitenbild der Vestfoldberge

Satellitenbild der Vestfoldberge

p1
p4
p5

Der Name Vestfoldberge beschreibt eine Antarktische Oase mit einem Gebiet von felsigen Küstenhügeln an der Nordseite des Sørsdal-Gletschers an der Ingrid-Christensen-Küste in der Antarktis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hügel sind durch drei in westliche Richtung verlaufende und durch schmale Fjorde begrenzte Halbinseln unterteilt. Die meisten der Hügel sind zwischen 30 und 90 Meter hoch, der höchste Gipfel ragt fast 160 Meter auf. Die Größe des Gebietes beträgt etwa 400 km². Sie sind eine der wenigen eisfreien Festlandregionen in der Antarktis.[1]

Entdeckungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entdeckt wurden sie am 20. Februar 1935 durch Kapitän Klarius Mikkelsen (* 1887) mit dem norwegischen Walfänger Torshavn. Im Nordteil wurden durch Besatzungsmitglieder erste Erkundungen durchgeführt.

Die Vestfoldberge sind nach Vestfold benannt, einem norwegischen Fylke (Region), in dem mit Sandefjord auch das Zentrum der Walfangindustrie liegt. Das Hügelgebiet und die vor der Küste liegenden Inseln wurden nach Luftfotos kartiert, die bei der Lars-Christensen-Expedition 1936/37 entstanden sind. Spätere kurze Landungen wurden 1939 durch Lincoln Ellsworth und Hubert Wilkins unternommen, im Zuge der Operation Highjump 1946/47 wurden weitere Luftfotos gemacht. 1954 und 1955 fanden durch ANARE (Australian National Antarctic Research Expeditions) weitere Landungen und konsekutive Forschung statt. Im Januar 1957 richtete diese Expedition die Davis-Station ein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philips S. Target: Katabatic winds, hydraulic jumps and wind flow over the Vestfold Hills, East Antarctica. In: Antarctic Science. Band 10, Nr. 4, 1998, S. 502–506 (PDF-Datei; 439 kB [abgerufen am 14. Oktober 2013]).