VfL Wolfsburg (Frauenfußball)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
VfL Wolfsburg Frauenfußball
Stadion AOK Stadion
Plätze 5.200
Trainer Ralf Kellermann
Liga Bundesliga
2014/15 2. Platz
Homepage vfl-wolfsburg.de
Heim
Auswärts

Die Frauenfußballabteilung des VfL Wolfsburg ist Teil der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, einem Fußballunternehmen aus Wolfsburg. Die Gesellschaft wurde am 23. Mai 2001 gegründet.[1] Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem 1. Juli 2003.[1] Die erste Mannschaft spielt in der Bundesliga. In der Saison 2012/13 gewann sie das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

Geschichte[Bearbeiten]

1973 gründete der VfR Eintracht Wolfsburg eine Frauenfußballabteilung. Der größte Erfolg dieser Mannschaft war der Einzug in das Pokalfinale 1984, das mit 0:2 gegen die SSG 09 Bergisch Gladbach verloren wurde. 1990 gehörte der VfR Eintracht zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und spielte in den folgenden Jahren in der Staffel Nord. 1997 wurde die Qualifikation zur eingleisigen Bundesliga verpasst. Da der Verein vor dem Konkurs stand, wechselten die Fußballerinnen zum Wendschotter SV und traten als WSV Wolfsburg in der Regionalliga an. Mit 21 Siegen und nur einer Niederlage sowie einem überragenden Torverhältnis von 121:1 – das einzige Gegentor bedeutete zugleich die einzige Saisonniederlage – wurde die Mannschaft bereits in der ersten Saison überlegen Meister der Nord-Staffel und setzte sich schließlich auch souverän in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga durch.

2003 wechselte die Abteilung geschlossen zum VfL Wolfsburg. Im Jahre 2005 musste die Mannschaft als Tabellenletzter den Gang in die 2. Bundesliga Nord antreten. Der sofortige Wiederaufstieg wurde geschafft, nicht zuletzt dank Martina Müller, die mit 36 Saisontoren einen bis heute gültigen Ligarekord aufstellte.

In der Saison 2012/2013 erreichte der VfL Wolfsburg ein Triple – die Mannschaft gewann die Deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal (nach einem 3:2-Sieg im Finale gegen 1. FFC Turbine Potsdam) sowie die UEFA Women’s Champions League (durch ein 1:0 gegen Vorjahressieger Olympique Lyon).

Eine Saison später (2013/14) verteidigte der VfL als erste deutsche Mannschaft seinen Champions League-Titel (durch ein 4:3 im Finale gegen Tyresö FF). Auch die Meisterschaft konnte verteidigt werden. In der gleichen Saison wurden mit insgesamt 32.261 Zuschauern sowie durchschnittlich 2933 Zuschauern pro Spiel zwei neue Liga-Bestmarken erreicht. Auch das entscheidende Spiel um die deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag gegen den 1. FFC Frankfurt war mit 12.464 Zuschauern das bestbesuchte Spiel der Geschichte der Liga.[2]

Am 1. Mai 2015 gewann der VfL zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Im Endspiel besiegte man den 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:0.

Spielort war bis Ende 2014 das VfL-Stadion am Elsterweg. Seit 2015 ist das AOK Stadion die neue Heimspielstätte der „Wölfinnen“.[3] Trainiert wird die Mannschaft von Ralf Kellermann. Neben der Bundesligamannschaft gibt es zwei weitere Frauenmannschaften. Im Nachwuchsbereich hat der VfL zwei Mädchenmannschaften, die beide in Jungenligen der jeweils nächstjüngeren Altersstufe antreten.

Erfolge[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kader Saison 2015/16[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
12 Jana Burmeister DeutschlandDeutschland
29 Merle Frohms DeutschlandDeutschland
01 Almuth Schult DeutschlandDeutschland
23 Michaela Brandenburg DeutschlandDeutschland
20 Stephanie Bunte DeutschlandDeutschland
04 Nilla Fischer SchwedenSchweden
22 Verena Faißt DeutschlandDeutschland
16 Noëlle Maritz SchweizSchweizVereinigte StaatenVereinigte Staaten
08 Babett Peter DeutschlandDeutschland
24 Joelle Wedemeyer DeutschlandDeutschland
02 Luisa Wensing DeutschlandDeutschland
18 Vanessa Bernauer SchweizSchweiz
09 Élise Bussaglia FrankreichFrankreich
21 Lara Dickenmann SchweizSchweiz
28 Lena Goeßling DeutschlandDeutschland
26 Caroline Graham Hansen NorwegenNorwegen
03 Zsanett Jakabfi UngarnUngarn
27 Isabel Kerschowski DeutschlandDeutschland
13 Nadine Keßler (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland
17 Ewa Pajor PolenPolen
31 Julia Simic DeutschlandDeutschland
07 Synne Jensen NorwegenNorwegen
11 Alexandra Popp DeutschlandDeutschland
10 Tessa Wullaert BelgienBelgien

Transfers zur Saison 2015/16[Bearbeiten]

Stand: 7. April 2015 (Alphabetische Sortierung)

Zugänge Abgänge
Michaela Brandenburg (VfL Wolfsburg II)
Élise Bussaglia (Olympique Lyon)
Lara Dickenmann (Olympique Lyon)
Synne Jensen (Kolbotn IL)
Ewa Pajor (KKPK Medyk Konin)
Tessa Wullaert (Standard Lüttich)
Jovana Damnjanović (SC Sand)
Lina Magull (SC Freiburg, Leihe)
Martina Müller (Karriereende)
Yūki Ōgimi (1. FFC Frankfurt)
Viola Odebrecht (Karriereende)
Maren Tetzlaff (VfL Wolfsburg II)
Johanna Tietge (VfL Wolfsburg II)
Laura Vetterlein (SC Sand)
Selina Wagner (SC Freiburg)

Bekannte ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

Der VfL Wolfsburg und seine Vorgänger stellten insgesamt elf deutsche Nationalspielerinnen:

Darüber hinaus standen weitere ausländische Nationalspielerinnen in Wolfsburg unter Vertrag:

Weitere ehemalige Spielerinnen in Wolfsburg waren:

Statistik[Bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Europapokal erfolgreichste Torschützin
1986/87 Oberliga Nord 2. 12 2 4 32:15 26:10 nicht qualifiziert
1987/88 Oberliga Nord 4. 11 8 3 47:21 30:14 nicht qualifiziert
1988/89 Oberliga Nord 2. 15 3 2 56:15 33:7 Achtelfinale
1989/90 Oberliga Nord 1. 18 2 2 76:18 38:6 Achtelfinale
1990/91 Bundesliga Nord 7. 7 4 7 43:34 18:18 Halbfinale
1991/92 Bundesliga Nord 5. 9 4 7 36:28 22:18 Viertelfinale
1992/93 Bundesliga Nord 7. 7 1 10 27:42 15:21 Halbfinale
1993/94 Bundesliga Nord 6. 7 4 7 36:40 18:18 Achtelfinale
1994/95 Bundesliga Nord 7. 4 5 9 26:40 13:23 Achtelfinale
1995/96 Bundesliga Nord 8. 5 4 9 18:40 19 Achtelfinale
1996/97 Bundesliga Nord 8. 3 4 11 15:39 13 Achtelfinale
1997/98 Regionalliga Nord 1. 21 0 1 121:1 63 2. Runde
1998/99 Bundesliga 6. 7 6 9 39:48 27 Viertelfinale Bianca Mühe (11)
1999/00 Bundesliga 7. 10 5 7 41:28 35 Viertelfinale Claudia Müller (22)
2000/01 Bundesliga 10. 5 5 12 30:48 20 Viertelfinale Claudia Müller (18)
2001/02 Bundesliga 10. 5 2 15 26:52 17 Achtelfinale nicht qualifiziert Claudia Müller (8)
2002/03 Bundesliga 9. 6 6 10 31:49 24 Viertelfinale nicht qualifiziert Claudia Müller (10)
2003/04 Bundesliga 8. 8 3 11 35:55 27 Achtelfinale nicht qualifiziert Claudia Müller (16)
2004/05 Bundesliga 12. 5 2 15 26:58 17 Viertelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (10)
2005/06 2. Bundesliga Nord 1. 17 4 1 80:21 55 Achtelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (36)
2006/07 Bundesliga 8. 8 3 11 20:49 27 Viertelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (11)
2007/08 Bundesliga 6. 10 4 8 42:48 34 2. Runde nicht qualifiziert Shelley Thompson (16)
2008/09 Bundesliga 8. 8 3 11 53:48 27 Halbfinale nicht qualifiziert Martina Müller (21)
2009/10 Bundesliga 5. 11 4 7 45:40 37 Viertelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (14)
2010/11 Bundesliga 7. 10 2 10 52:46 32 Achtelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (20)
2011/12 Bundesliga 2. 17 2 3 62:18 53 Achtelfinale nicht qualifiziert Conny Pohlers (20)
2012/13 Bundesliga 1. 17 2 3 71:16 53 Sieger Sieger Conny Pohlers (23)
2013/14 Bundesliga 1. 17 4 1 68:16 55 Achtelfinale Sieger Martina Müller (16)
2014/15 Bundesliga 2. 17 4 1 67:04 55 Sieger Halbfinale Alexandra Popp (13)
Anmerkung: Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Platzierungen einen Abstieg.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Chronik des VfL Wolfsburg (Fußball) - siehe Eckdaten der Historie
  2. Bundesliga mit Zuschauerrekord vom 8. Juni 2014, soccerdonna.de
  3. AOK Stadion. VfL Wolfsburg, abgerufen am 15. Juni 2014.