Višnjan

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Višnjan
Visignano
Wappen von VišnjanVisignano
Višnjan (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
Koordinaten: 45° 17′ 45″ N, 13° 43′ 14″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Istrien Istrien
Höhe: 244 m. i. J.
Fläche: 69 km²
Einwohner: 2.274 (2011)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 052
Postleitzahl: 52463
Kfz-Kennzeichen: PU
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Milan Dobrilović (IDS/DDI)
Website:
Visnjan proljece n.jpg
Ansicht von Višnjan
Visignano

Višnjan (italienisch Visignano) ist eine Stadt und ein Stadtbezirk in der Gespanschaft Istrien, Kroatien. Die Zahl der Einwohner des Stadtbezirkes lag 2011 bei 2.274, wobei 694 in Višnjan selbst wohnten.[1].

Nach der Volkszählung 2011 sind 70,01 % der Einwohner Kroaten, 6,82 % Italiener, sowie 18,03 % Istrianer.

Dörfer im Stadtbezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anžići
  • Bačva
  • Barburdi
  • Barat
  • Barići
  • Baškoti
  • Benčani
  • Bokići
  • Broskvari
  • Bucalovići
  • Butori
  • Cerion
  • Cvitani
  • Deklion
  • Diklići
  • Fabci
  • Farini
  • Gambetići
  • Jugovci
  • Kočići
  • Kolombera
  • Korlevići
  • Košutići
  • Kurjavići
  • Legovići
  • Majkusi
  • Mališi
  • Markovac
  • Milanezi
  • Prašćari
  • Prhati
  • Pršurići
  • Radoši
  • Radovani
  • Rafael
  • Rapavel
  • Sinožići
  • Starići
  • Strpačići
  • Štuti
  • Tičan
  • Trpari
  • Vrhljani
  • Zoričići
  • Ženodraga
  • Žikovići
  • Žužići

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Višnjan liegt 13 km östlich von Poreč nahe der Straße PulaKoper.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche der Heiligen Quiricus und Julita mit Kirchturm

Višnjan wurde erstmals im Jahr 1203 urkundlich erwähnt. Besiedelt war der Ort jedoch bereits zur Zeit der Römer. Nach dem Zerfall des römischen Reichs fiel das Gebiet an die Ostgoten, später an Byzanz und danach an die Langobarden. Von der Zeit der Römer bis zu jener der Byzantiner stand Višnjan unter der Verwaltung von Poreč, ab 1200 unter Motovun. Wie Motovun fiel Višnjan im Jahr 1278 an Venedig, dessen Einfluss bis zum Niedergang der Löwenrepublik 1779 andauerte. Regiert wurde Višnjan während dieser Zeit von Adelsfamilien aus Motovun.

Schon seit dem frühen Mittelalter war Višnjan durch eine Stadtmauer geschützt. Während des Uskokenkrieg wurden 1617 alle Gebäude außerhalb der Stadtmauer von den Uskoken geschleift.

Mit dem Fall von Venedig fiel die Stadt gegen Ende des 18. Jahrhunderts für eine kurze Zeit unter Napoleons Herrschaft und 1815 an das Kaisertum Österreich, das sich 1867 zu Österreich-Ungarn wandelte; in diesem blieb es Teil Cisleithaniens.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Donaumonarchie war Višnjan bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teil Italiens. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Višnjan 1945 Teil der Republik Jugoslawien, und zwar der Teilrepublik Kroatien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loggia mit Brunnen, beim Stadtplatz

Die an der Straßenkreuzung gelegene Kapelle des Hl. Anton des Abtes (Crkva Sv. Antuna Opata) wurde um das Jahr 1500 erbaut. Der Innenraum ist mit Fresken und glagolitischen Schriften ausgeschmückt. Über dem Alter befindet sich ein Gemälde des Meisters Dominik aus Udine.

Um auf den Hauptplatz zu gelangen, wird zuerst das im 17. und 18. Jahrhundert unbebaute Stadttor Vrata Serenissima passiert. Der über dem Tor im Sein angebrachte Markuslöwe stammt jedoch aus dem Jahr 1517.

Auf dem Stadtplatz, nur wenig Meter oberhalb des Stadttors, befindet sich die Stadtloggia (aus dem 17./18. Jahrhundert) und ein Brunnen aus dem Jahr 1842. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die 1833 erbaute Pfarrkirche der Heiligen Quiricus und Julitta (Župna crkva Sv. Kvirika i Julite) mit dem 27 Meter hohen Glockenturm aus dem Jahr 1753.

Bekannt ist Višnjan auch durch die westlich der historischen Altstadt gelegene Sternwarte.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Višnjan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Croatian Bureau of Statistics: Census 2011 Bevölkerung Volkszählung 2011