Vibes (Mythologie)

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Die Vibes (Singular Vibis) sind norische weibliche Gottheiten oder göttliche Wesen der keltischen Mythologie. Sie sind Quellgottheiten und gelten als die Hüterinnen der Thermalquellen von Warmbad. In gewisser Weise können die keltischen Vibes mit griechischen Quellnymphen gleichgesetzt werden.

Der Name der Vibes kommt aus dem Keltischen und lautet übersetzt „die Sprudelnden“.[1]

Inschriften, in denen die Viben angerufen werden, wurden bisher ausschließlich in Noricum – unter anderem in Vranje, Slowenien, in Warmbad bei Villach, in Lauriacum (Lorch bei Enns) und in Flavia Solva (Wagna bei Leibnitz) – gefunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Vetters: Vibes. In: Carinthia I Bd. 140, 1950, S. 140–145.
  • Fritz Lochner von Hüttenbach: Bemerkungen zu den Namen Vibenus und Vibes. In: Situla Bd. 13/15, 1974, S. 143–146.
  • Erwin M. Ruprechtsberger: Vibe sacrum. Ein einmaliges inschriftliches Zeugnis aus Lauriacum nebst weiteren Funden. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines Bd. 129, 1. Abhandlungen, 1984, S. 55–67 (PDF).
  • Fritz Lochner von Hüttenbach: Sprachwissenschaftlicher Kommentar zu VIBE auf einem Inschriftstein aus Lauriacum. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines Bd. 129, 1. Abhandlungen, 1984, S. 68–70.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Vetters: Virunum. In: Hildegard Temporini (Hrsg.): Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Lateinischer Donau-Balkanraum) (= Aufstieg und Niedergang der römischen Welt: Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung. II: Principat. Sechster Band). De Gruyter, Berlin/New York 1977, S. 343.