Vicarius
Als Vicarius (Plural: Vicarii) wurde im Römischen Reich ein Stellvertreter insbesondere eines Offiziers oder Beamten bezeichnet. Der deutsche Begriff Vikar leitet sich davon ab.
Das Wort erscheint schon bei Cicero oder Livius. Die Funktion eines Vicarius fand vor allem ab dem 3. Jahrhundert, in der Spätantike, Verbreitung. Verbreitet waren Vicarii aus dem Ritterstand als Stellvertreter für senatorische Statthalter. Die bekanntesten Vicarii waren die Stellvertreter der spätantiken Prätorianerpräfekten, denen jeweils eine Diözese unterstand, in der sie insbesondere die Gerichtsbarkeit ausübten.
Auch Sklaven konnten einen Vicarius genannten Stellvertreter besitzen, einen „Untersklaven“, den sie aus ihrem eigenen Vermögen (peculium) erworben hatten.
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Adolf Lippold: Vicarius. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 5, Stuttgart 1975, Sp. 1254 f.
Ämter des Cursus honorum: Quästur | Volkstribunat | Ädilität | Prätur | Konsulat | Zensur
Außerordentliche Ämter: Decemviri | Tresviri | Interrex | Magister equitum | Diktator
Weitere Ämter und Ehrentitel: Vigintisexviri | Tribunus militum | Praefectus | Legatus | Magister militum | Comes | Dux | Vicarius | Pontifex Maximus | Imperator | Princeps senatus | Pater patriae | Augustus | Caesar