Vicente Martín y Soler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jakob Adam nach Joseph Kreutzinger: Vicente Martín y Soler, 1787.

Vicente Martín y Soler, valencianisch Vicent Martín i Soler, italienisch Vincenzo Martini oder ähnlich, russisch Висе́нте Марти́н-и-Соле́р (* 1750[1] oder 2. Mai 1754[2] in Valencia; † 11. Februar 1806 in Sankt Petersburg) war ein spanischer Komponist, der namentlich in Madrid, Neapel, Wien, Sankt Petersburg und London wirkte. Er übertraf um 1790 seinen Zeitgenossen Mozart an Popularität[3], geriet aber später für lange Zeit in Vergessenheit. Das Schwergewicht seines Schaffens lag auf der Oper und anderen Genres der Vokalmusik sowie auf dem Ballett. Martíns erfolgreichste Werke waren die Opere buffe Una cosa rara (1786), L’arbore di Diana (1787) und La capricciosa corretta (1795).

Das beste Porträt des Komponisten stammt von Jakob Adam nach Joseph Kreutzinger. Das lateinische Motto ist Ovids Metamorphosen (11, 4) entliehen und rückt Martín in die Nähe des mythischen Sängers Orpheus. Bei einer andern verbreiteten Darstellung handelt es sich in Wirklichkeit um Pompeo Batonis Porträt des spanischen Ministers Floridablanca.

Valencia (1750–1768)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptportal der Kathedrale von Valencia.

Seine Eltern waren Francisco Xavier Martín, der als Sänger im Dienst der erzbischöflichen Kathedrale von Valencia stand, und María Magdalena Soler, beide aus Teruel. Von 1760 an sang er im Chor der besagten Kirche. Die Angabe, er sei einige Zeit Organist in Alicante gewesen, ist irrig.[4]

Madrid (1768–1776)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1768 übersiedelte er nach Madrid. Dort wurde er Mitglied des Orchesters der königlichen Sommersitze[5] sowie Kapellmeister des Fürsten von Asturien und späteren Königs von Spanien Karl IV. Am 4. März 1774 heiratete er die sizilianische Ballerina Estela Isidora Oliva Musini.[6] In San Ildefonso bei Segovia führte er seine erste Oper Il tutore burlato auf. Später übersetzte er diese ins Spanische, adaptierte sie in die Form einer Zarzuela und nannte sie La Madrileña.

Neapel (1777–1785)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein angebliches Studium Martíns bei Padre Martini in Bologna ist nicht nachgewiesen.[7] 1777 ging der Komponist an den Hof des jüngeren Bruders Karls IV., König Ferdinand IV. von Neapel und Sizilien, für den er unter anderem eine Sinfonie mit zwanzig Kanonen schreiben musste. Als erste Oper dieser Schaffensperiode brachte er 1779 am Teatro di San Carlo in Neapel Ifigenia in Aulide zur Aufführung. Er komponierte Ballettmusik für den Choreografen Charles Le Picq (1744–1806) – eine Zusammenarbeit, die er später in Sankt Petersburg fortsetzte. Zwischendurch schrieb er auch Werke für norditalienische Städte (Turin, Lucca, Venedig, Casalmaggiore, Parma).

Wien (1785–1788)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anton Raphael Mengs:
Die Marquesa de Llano,
um 1775.

Seine größten Erfolge feierte Martín in Wien. Er verdankte sie dem Kunstsinn[8] Kaiser Josephs II., unter dessen persönlicher Leitung das Burgtheater die führende Opernbühne Europas wurde, der Zusammenarbeit mit dem kaiserlichen Theaterdichter Abate Lorenzo Da Ponte (1749–1838)[9] und – wenn man Letzterem glauben darf – der Protektion der spanischen Botschaftersgattin Marquesa de Llano (1751–1821)[10].

Il burbero di buon cuore (1786)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Haydn: Duett für Il burbero di buon cuore, London 1794/95.

Martíns erste Wiener Oper Il burbero di buon cuore (Der gutherzige Murrkopf) hatte Goldonis Komödie Le Bourru bienfaisant zur Grundlage. Die Uraufführung war ein großer Erfolg. Martín avancierte zum Lieblingskomponisten Josephs II.[11]

Una cosa rara (1786)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pietro Bettelini:
Nancy Storace, 1788.

Als der Kaiser ein weiteres Werk Da Pontes und Martíns bestellte, wählte der Librettist nach eigenen Angaben dem Komponisten und dessen Protektorin zu Gefallen einen Stoff aus deren Heimat:[12] die Komödie La luna de la Sierra (Der Mond des Gebirges) von Luis Vélez de Guevara[13]. Die schöne Berglerin Lilla, welche der Werbung des Königssohns Giovanni widersteht, wurde von Nancy Storace (1765–1817) verkörpert. Da Ponte schreibt von der Schwester des Komponisten Stephen Storace: „Sie war in ihrer Blüte und das ganze Entzücken Wiens.“[14] Er und Martín hätten nur dreißig Tage gebraucht, um Una cosa rara o sia Bellezza ed onestà (Eine seltene Sache oder Schönheit und Tugend)[15] fertigzustellen. Laut Da Ponte hatte die Kaiserstadt vielleicht nie zuvor „eine so reizende, so ansprechende, so neue und so volkstümliche Musik“ gehört.[16] Das Publikum habe vor Vergnügen und Freude geschrien, der Kaiser entgegen der Hausordnung die Wiederholung eines Duetts („Pace, mio caro sposo“[17]) verlangt. Die Frauen hätten sich alla Cosa rara gekleidet und Martín, aber auch ihn selber vergöttert. Da Ponte fährt fort: „Wir hätten mehr Liebesabenteuer haben können als alle fahrenden Ritter der Tafelrunde (…) Es regnete Einladungen zu Spaziergängen, zu Mittag- und Abendessen, zu Landpartien, zum Fischfang, zuckersüße Billetchen, Geschenkchen mit rätselhaften Versen usw. usw. Mein Spanierlein[18], das an alledem großen Spaß hatte, profitierte davon auf jede Weise.“[19] In Wien wurde Una cosa rara binnen fünf Jahren 55mal in der Originalfassung und 87mal in deutscher Übersetzung aufgeführt; in Italien allein gab es im selben Zeitraum Aufführungen in 29 Städten.[20] Mozart, dessen Nozze di Figaro von Martíns Oper aus dem Spielplan des Burgtheaters verdrängt wurde, zitiert eine Melodie aus dem Finale des ersten Aktes[21] im Finale des zweiten Aktes seines Don Giovanni.

L’arbore di Diana (1787)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

L’arbore di Diana. Gran Teatre del Liceu, Barcelona, 2009 (Foto Ariane Unfried).

Da Ponte wurde von Joseph II. gebeten, unverzüglich eine weitere Oper für „diesen braven Spanier“ zu machen.[22] So schrieb er L’arbore di Diana (Der Baum der Diana) – mit seinen Worten „ein gefälliger Stoff, geeignet für seine weichen Melodien, die alle innig mitfühlen, aber nur ganz wenige nachahmen können“[23] Binnen der 63 Tage, die er an dem Libretto arbeitete, vollendete er zusätzlich jenes zu Mozarts Don Giovanni und zwei Drittel desjenigen zu Salieris Axur[24]. Die Nymphen, über deren Keuschheit der titelgebende Apfelbaum wacht, sollten an die Nonnen erinnern, denen – mit Da Pontes Worten – ein „heiligen Dekret“ des Kaisers die Freiheit wiedergegeben hatte, indem es „die barbarische Institution der Klöster“ aufhob.[25] Die Rolle der Göttin Diana war auf Adriana Ferrarese (1759–1803) zugeschnitten, die (verheiratete) Geliebte des Abate. Da Ponte schrieb: „Dieses Drama halte ich, was Erfindung und Poesie anbelangt, für mein bestes: wollüstig, ohne lasziv zu sein, interessiert es das Publikum, was ich aus mehr als hundert Aufführungen schließe, von Anfang bis Ende.“[26] Martíns Musik soll Mozart bei der Komposition der Zauberflöte beeinflusst haben.[27]

Sankt Petersburg (1788–1794)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Joseph II. nach Ausbruch des Russisch-Österreichischen Türkenkriegs seine Ausgaben für die italienische Oper beschränkte,[28] nahm Martín das Angebot Katharinas II. an, Komponist an der kaiserlichen Oper in Sankt Petersburg zu werden, wo bereits Sarti und Cimarosa tätig waren. Unter anderem komponierte er dort zwei Opern in russischer Sprache, deren Libretti die Kaiserin mit Hilfe ihres Sekretärs selber verfasste.

London (1794/95)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Ernst Mansfeld nach Joseph Kreutzinger: Anna Morichelli, um 1789.

Martíns Aufenthalt an der Newa erfuhr einen Unterbruch, als Da Ponte und er 1794 vom Impresario William Taylor an das King’s Theatre in London verpflichtet wurden. Dort brachten sie im folgenden Jahr zwei neue Opern zur Aufführung. Die Hauptrollen spielte darin die Sopranistin Anna Morichelli (1745–1800), mit der Martín vielleicht schon 1775 in Madrid eine Affäre gehabt hatte[29].

La capricciosa corretta (1795)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arie aus La capricciosa corretta, Neapel 1798.

Während Librettist und Komponist mit La capricciosa corretta (Der Widerspenstigen Zähmung) an ihre Wiener Erfolge anknüpfen konnten, war L’isola del piacere (Die Insel der Lust) ein Misserfolg. Über die Zusammenarbeit bei der Entstehung des erstgenannten Werkes schreibt Da Ponte: „In weniger als drei Wochen übergab ich La capricciosa corretta an Martini, der bei mir wohnte und mich nicht nur mit seiner immer fröhlichen Miene (…) zum Schreiben inspirierte, sondern auch meine Verse jeweils gleich nach der Niederschrift in Musik setzte (…)“[30]

L’isola del piacere (1795)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Entstehung von L’isola del piacere kam es dann zum Bruch zwischen den beiden Künstlern. Da Ponte: „Martini, der in Liebessachen nicht besonders heikel war, bändelte mit einer jungen, aber weder schönen noch liebenswürdigen Magd an, während er gleichzeitig der Prima Donna buffa, die in Wirklichkeit seine Mutter und fast seine Großmutter hätte sein können, den Hof machte und ihr Liebe vorheuchelte.“[31] Der Morichelli gegenüber habe er behauptet, den Liebhaber der Magd nur zu spielen, um einen Fehltritt Da Pontes zu verschleiern. Ein Alter habe das Mädchen dann für 25 Guineen zur Frau genommen. Da Ponte: „Nichtsdestoweniger verließ Martini mein Haus, zog mit der Morichelli zusammen, und unsere lange, zärtliche und vielbeneidete Freundschaft erkaltete. Der zweite Akt der Insel der Lust wurde deshalb ganz auf der Insel des Eises geschrieben (…)“[32] Über die Arie „Gira, gira intorno il guardo“[33] schrieb der beleidigte Dichter: „Auf diese schönen Worte machte der honigtriefende Martini eine Musik, die äußerst trivial und nicht viel edler war als viele andere Teile der Oper.“[34]

Sankt Petersburg (1795–1806)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1795 kehrte der Komponist nach Russland zurück, doch starb seine Mäzenin Katharina II. schon im folgenden Jahr. Unter ihren Nachfolgern Paul I. und Alexander I. widmete er sich hauptsächlich dem Unterricht. In seine letzte Oper Деревенский праздник (La festa in villaggio) baute er spanische Tanzrhythmen und Lieder nach russischer Art ein. Martín wurde 55-jährig.

Opern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Gattung Libretto Uraufführung
1775 Il tutore burlato Opera buffa Filippo Livigni nach Pasquale Miliottis La finta semplice Palacio Real La Granja de San Ildefonso, Segovia
1776 I due avari Opera buffa Madrid
1778 El tutor burlado o La Madrileña Zarzuela Filippo Livigni nach Pasquale Miliottis La finta semplice Madrid
1779 Ifigenia in Aulide Opera seria Luigi Serio Teatro San Carlo, Neapel
1780 Ipermestra Opera seria Pietro Metastasio Teatro San Carlo, Neapel
1780 Andromaca Dramma per musica Apostolo Zeno Teatro Regio, Turin
1782 Astartea Dramma per musica Pietro Metastasio Teatro Pubblico, Lucca
1782 L’amor geloso Azione teatrale comica Teatro del Fondo, Neapel
1782 Partenope Componimento drammatico Pietro Metastasio Accademia di Musica di Dame e Cavalieri, Neapel
1782 In amor ci vuol destrezza (L’accorta cameriera) Opera buffa Carlo Giuseppe Lanfranchi-Rossi Teatro San Samuele, Venedig
1783 Andromaca Dramma per musica Teatro Regio, Turin
1783 Vologeso Opera seria Apostolo Zeno Teatro Regio, Turin
1784 Le burle per amore Dramma giocoso Marcello Bernardini Teatro San Samuele, Venedig
1785 La vedova spiritosa Dramma giocoso Teatro Ducale, Parma
1786 Il burbero di buon cuore Dramma giocoso Lorenzo da Ponte nach Carlo Goldonis Le Bourru bienfaisant Burgtheater, Wien
1786 Una cosa rara o sia Bellezza ed onestà Dramma giocoso Lorenzo Da Ponte nach Luis Vélez de Guevaras La luna della Sierra Burgtheater, Wien
1787 L’arbore di Diana Dramma giocoso Lorenzo Da Ponte Burgtheater, Wien
1789 Горебогатырь Косометович (Der traurige Held Kossometowitsch) Dramma con musica Katharina II. und Alexander Khrapovitsky Eremitage, Sankt Petersburg
1790 Песнолюбие (Melomania) Dramma con musica Alexander Khrapovitsky Eremitage, Sankt Petersburg
1791 Федул с детьми (Fedul und seine Kinder) Dramma con musica Katharina II. und Alexander Khrapovitsky Eremitage, Sankt Petersburg
1795 La capricciosa corretta (La scuola dei maritati, Gli sposi in contrasto, La moglie corretta) Opera comica Lorenzo Da Ponte nach Shakespeares The Taming of the Shrew King’s Theatre, London
1795 L’isola del piacere (L’isola piacevole) Opera comica Lorenzo Da Ponte nach Giovanni Bertatis L’isola della fortuna King’s Theatre, London
1795 Le nozze de’ contadini spagnuoli Pasticcio aus eigenen Opern King’s Theatre, London
1796 Camille ou Le souterrain Comédie mêlée de musique Benoît-Joseph Marsollier des Vivetières Private Aufführung, Sankt Petersburg
1798 Деревенский праздник (La festa in villaggio) Opera comica Ferdinando Moretti Eremitage, Sankt Petersburg

Kantaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Gattung Libretto Uraufführung
1779 Il re Gerone Luigi Serio Neapel
1783 La Dora festeggiata Cantata scenica Cesare Olivieri Palazzo Reale, Turin
1787/89 Il sogno Cantata scenica Lorenzo Da Ponte Wien
1790 La deità benefica Ferdinando Moretti Sankt Petersburg

Ballettmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Gattung Choreograf Uraufführung
1778 La sposa persiana (Li novelli sposi persiani) Charles Le Picq Neapel
1779 Griselda Charles Le Picq Neapel
1779 La bella Arsene Charles Le Picq Neapel
1780 I ratti Sabini Charles Le Picq Neapel
1780/81 Il barbiere di Siviglia (nach Le barbier de Séville von Beaumarchais) Neapel
1781 Tamas Kouli-Kann Charles Le Picq Neapel
1782 La regina di Golconda Lucca
1783 Cristiano II, re di Danimarca Ballo eroico Domenico Ricciardi Venedig
1783 Piuttosto la morte che la schiavitù D. Rossi Casalmaggiore
1784 Aci e Galatea Parma
1792 Didon abandonnée (nach Jean-François Marmontel) Ballet tragique Charles Le Picq Kamenniy Theater, Sankt Petersburg
1793 L’oracle Charles Le Picq Sankt Petersburg
1793 Amour et Psyché Charles Le Picq Sankt Petersburg
1799 Tancrède Charles Le Picq Sankt Petersburg
1800 Le retour de Poliorcète Charles Le Picq Sankt Petersburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Il tutore burlato. Orchestra da camera Dianopolis, Miguel Harth-Bedoya. Bongiovanni (1994).
  • La Madrileña. Capella de Ministrers, Carles Magraner. Licanus (2005).
  • Ifigenia in Aulide. Real Compañía Ópera de Cámara, Juan Bautista Otero. RCOC (2010).
  • Il burbero di buon cuore. Teatro Real Madrid, Christophe Rousset. Dynamic, CD und DVD (2007).
  • Una cosa rara. Le Concert des Nations, Jordi Savall. Astrée (1991).
  • Una cosa rara. Teatro La Fenice, Giancarlo Andretta. Mondo Musica (1999).
  • Una cosa rara (Harmoniemusik). Moonwinds, Joan Enric Lluna. Harmonia Mundi (2008).
  • L’arbore di Diana. Gran Teatre del Liceu, Harry Bicket. Dynamic, CD und DVD (2009).
  • L’arbore di Diana (Harmoniemusik). Els sonadors, Johann Went. Institut Valencià de la Música (2008).
  • La capricciosa corretta. Les Talens Lyriques, Christophe Rousset. Naïve (2003).
  • La Dora festeggiante und Il sogno. Real Compañía Ópera de Cámara, Juan Bautista Otero. RCOC (2010).

TV-Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hypothese des maßgeblichen Biografen Martíns, Leonardo Julio Waismann: Vicente Martín y Soler (…) Madrid (2007), S. 19, 577 f.
  2. Baltasar Saldoni: Diccionario biográfico-bibliográfico de efemérides de músicos españoles. 2. Band, Antonio Pérez Dubrull, Madrid 1880, S. 353 f.: Auszug aus dem Taufregister von San Martín in Valencia, das später dem Spanischen Bürgerkrieg zum Opfer fiel. Da von sieben Vornamen des Täuflings erst der vierte Vicente lautet, könnte es sich um einen jüngeren Bruder des Komponisten handeln. Die Altersangabe „anno ætatis XXXIII“ auf dem Porträt Martíns von Jakob Adam nach Joseph Kreutzinger spricht aber für 1754 als Geburtsjahr.
  3. Leonardo Julio Waisman: Vicente Martín y Soler, 1754?–1806. (Semblanzas de compositores españoles 11).
  4. Leonardo Julio Waismann: Vicente Martín y Soler (…) Madrid (2007), S. 28.
  5. El Escorial, El Pardo, San Ildefonso, Aranjuez.
  6. Leonardo Julio Waismann: Vicente Martín y Soler (…) Madrid (2007), S. 19 (Anm. 2), 27 f., 577.
  7. Leonardo Julio Waismann: Vicente Martín y Soler (…) Madrid (2007), S. 19.
  8. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 72, über Joseph II.: „Era egli d’un gusto squisito in fatto di musica, come lo era veracemente in tutte le belle arti.“
  9. Da Ponte schrieb gleichzeitig auch Libretti für Salieri (1787/88 Axur, re d’Ormus; 1788 Il Talismano, Il pastor fido und La cifra), Righini (1786 Il Demogorgone), Gazzaniga (1786 Il finto cieco), Mozart (1786 Le nozze di Figaro, 1787 Don Giovanni) und Storace (1786 Gli equivoci).
  10. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 60, 90.
  11. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 68: „il Compositore allor favorito di Giuseppe“.
  12. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 90: „(…) per piacere sì a lui che all’Ambascatrice di Spagna sua protettrice, pensai di sceglier un soggietto Spagnuolo (…)“
  13. Da Ponte schrieb das Stück irrtümlich Calderón zu.
  14. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S, 56: „era nel suo fiore, e tutta la delizia di Vienna,“
  15. Una cosa rara o sia Bellezza ed onestà. Dramma giocoso in due atti. Da rappresentarsi nel teatro di corte l’anno 1786. In Vienna, Giuseppe nob. de Kurzbek (…) (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fdigital.onb.ac.at%2FOnbViewer%2Fviewer.faces%3Fdoc%3DABO_%252BZ170975707~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D) Das Motto des Librettos lautet: „Rara est concordia formæ atque pudicitiæ.“ (Juvenal) Um seinen Gegnern Abate Casti und Graf Rosenberg einen Streich zu spielen, versteckte sich Da Ponte hinter dem AkronymN(omen) N(ominandum) P(oetae) Ar(cani)“.
  16. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 92: „una musica sì vaga, sì amena, sì nova, e sì popolare“.
  17. Lilla und Lubin, 2. Akt, Szene 15. Der Anfang des Duetts ist auf dem Porträt Martíns von Jakob Adam nach Joseph Kreutzinger unten links abgebildet.
  18. Offenbar war Martín kleingewachsen.
  19. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 96: „Noi avremmo potuto avere più avventure amorose che non ebbero tutti i Cavalieri eranti della tavola rotonda (…) Inviti a passeggi, a pranzi, a cene, a gite di campagna, a pescaggioni; bigliettini inzuccherati, regalucci con versi enimmatici, etc. etc. Lo Spagnoletto che si divertiva moltissimo a tutto questo, ne profittò in tutti i modi.“
  20. Christine Martin: Vicente Martín y Solers Oper „Una cosa rara“. (…) Hildesheim 2001, S. 111, 114, 117 f.
  21. „O quanto un sì bel giubilo“ (1. Akt, Szene 23).
  22. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 96: „(…) Cesare (…) mi consigliò di far senz’indugio un altra opera per questo bravo Spagnuolo.
  23. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 99: „un argomento gentile, adattabile a quelle sue dolcissime melodie, che si senton nell’anima, ma che pochissimi sanno imitare“.
  24. Axur, re d’Ormus, nach Salieris französischer Oper Tarare.
  25. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 102: „Aveva egli a quel tempo con un sacro decreto abolita la barbara instituzione monacale (…)“
  26. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 103: „Questo dramma per mia opinione è il migliore di tutti drammi da me composti, tanto per l’invenzione che per la poesia: è voluttuoso senza esser lascivo; e interessa, per quel che parve da più di cento rappresentazioni che ne son fatte, dal cominciamento alla fine.“
  27. Una biografía de Martín y Soler desvela datos inéditos y obras mal atribuidas y destaca su influencia en Mozart. Europa Press, 21. 1. 2008.
  28. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 106 ff.
  29. Leonardo Julio Waisman: Vicente Martín y Soler (…), Madrid (2007), S. 29.
  30. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 2. Band, Teil 1, Nuova-Jork 1829, S. 33; „In meno di tre settimane diedi La Capricciosa corretta al Martini, che abitando con me, non solo m’inspirava l’estro di scrivere col volto ognor gajo (…) ma di mano in mano ch’io scrivea le parole egli ne faceva la musica (…)“
  31. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 2. Band, Teil 1, Nuova-Jork 1829, S. 36: „Martini che non era difficilissimo in materia d’amore, s’incapricciò d’una servetta giovine, ma non bella, nè gentile, nel medesimo tempo in cui corteggiava, e facea credersi innamorato della Prima Donna buffa, che poteva in verità esser sua Madre, e quasi sua Nonna.“
  32. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 2. Band, Teil 1, Nuova-Jork 1829, S. 37: „Martini nulladimeno lasciò la mia casa, andò a star colla Morichelli, e la nostra lunga, dolce ed invidiata amicizia si raffreddò. Il secondo atto dunque dell’Isola del piacere fu fatto interamente nell’Isola del ghiaccio (…)“
  33. 2. Akt, Szene 1.
  34. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 2. Band, Teil 1, Nuova-Jork 1829, S. 38: „A queste parole il melifluo Martini fece una musica trivialissima! e non molto più nobile a molt’altre parti del dramma.“
  35. S. 471–534.