Vicopisano

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Vicopisano
Wappen
Vicopisano (Italien)
Vicopisano
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Pisa (PI)
Koordinaten 43° 41′ N, 10° 35′ OKoordinaten: 43° 41′ 0″ N, 10° 35′ 0″ O
Höhe 12 m s.l.m.
Fläche 26,92 km²
Einwohner 8.589 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 319 Einw./km²
Postleitzahl 56010
Vorwahl 050
ISTAT-Nummer 050038
Volksbezeichnung Vicaresi
Schutzpatron Santa Maria (Erster Sonntag im Oktober)
Website Gemeinde Vicopisano
Panorama von Vicopisano
Panorama von Vicopisano

Vicopisano ist eine Gemeinde mit 8589 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der Provinz Pisa in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von San Giuliano Terme in der Provinz Pisa

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 27 km². Sie liegt ca. 50 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz und 15 km östlich der Provinzhauptstadt Pisa am Arno (6 km im Gemeindegebiet[2]) und in der Gebirgskette Monti Pisani. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 858 GG.[3]

Zu den Ortsteilen zählen Caprona (12 m, ca. 500 Einwohner), Cucigliana, Lugnano, Noce ( m, ca. 80 Einwohner), San Giovanni alla Vena und Uliveto Terme (8 m, ca. 1200 Einwohner). Der Hauptort hat ca. 5000 Einwohner [4]

Die Nachbargemeinden sind Bientina, Buti, Calci, Calcinaia, Cascina und San Giuliano Terme.

Calci Buti
San Giuliano Terme Vicopisano Bientina
Cascina Calcinaia

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vicopisano entstand am Zusammenfluss des Serchio in den Arno (Der Serchio, damals noch als Auser bzw. Auserculus (kleine Auser) bekannt, wurde später umgeleitet und führte seit dieser Zeit nicht mehr in den Arno, sondern direkt bei San Rossore in das Ligurische Meer). Aufgrund der strategisch günstigen Lage und der Nähe zu Pisa entwickelte sich auch der Ort und dessen Wirtschaft. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort in einem Dokument des Bischofs von Pisa, Zanobi, nach der sich die Kirche Santa Maria e Giovanni in sita loco et finibus Vicho befindet.[5] Nach der Niederlage Pisas, die seit 1230 einen starken Einfluss auf Vicopisano ausübten, gegen Florenz 1406 gelangte der Ort unter die Herrschaft von Florenz, wo es bis auf wenige Ausnahmen (1494–1498) und (1502–1503) und später im Herzogtum Toskana bis zur Einigung Italiens verblieb. 1434 wurde die Rocca di Vicopisano, auch Rocca del Brunelleschi oder Rocca Nuova genannt, von Filippo Brunelleschi erbaut.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Santa Maria am Ortskern
Der Uhrturm Torre dell’Orologio
Die Kapelle Santa Croce in Castellare auf dem Monte Castellare nahe San Giovanni alla Vena
Der Turm Torre di Caprona im Ortsteil Caprona
  • Pieve di Santa Maria, auch Pieve di Santa Maria e Giovanni Battista[7], bereits 934 dokumentierte Pieve im Hauptort.[8]
  • Palazzo Pretorio, ehemaliger Regierungssitz, entstand im 14. Jahrhundert und wurde im 15. Jahrhundert wesentlich erweitert.[9]
  • Rocca di Vicopisano, auch Rocca del Brunelleschi genannt, bereits 934 erwähnte Festung.[10]
  • Türme im Ortskern:[11].
    • Torre Gemella Nord e Sud, Zwillings-Geschlechtertürme aus dem 12. Jahrhundert[12].
    • Torre Malanima, 12. Jahrhundert, 6 m × 4 m, 16 m Höhe.
    • Torre dell’Orologio, 12./13. Jahrhundert, 3,8 m × 5,6 m, 22 m Höhe.
    • Torre di Petraia, 12. Jahrhundert, 6,2 m × 6 m, 14 m Höhe.
    • Torre delle Quattro Porte (Torre di Reale), 6,4 m × 6,4 m, 16 m Höhe.
    • Torre dei Serretti, 12. Jahrhundert, 4 m × 5 m, 20 m Höhe.
    • Torre del Soccorso (5 m × 5m, 25 m Höhe)
  • Sant’Andrea Apostolo, Kirche im Ortsteil Cucigliana, die erstmals 1063 erwähnt und im 18. Jahrhundert restauriert wurde.[7]
  • Villa Fehr, Villa/Palast in der Via del Pretorio 21, Ortskern nahe der Burg.
  • Santissima Annunziata, Kirche im Ortsteil Uliveto Terme.
  • Santa Croce in Castellare, Kirche auf dem Monte Castellare, die am 14. September 1657 geweiht und 1718 vergrößert wurde.[13]
  • San Domenico, Kirche im Ortsteil Noce.
  • San Giovanni Evangelista, Pieve im Ortsteil San Giovanni alla Vena, die erstmals 975 erwähnt wurde. Wurde im späten 16. Jahrhundert neu errichtet und im 19. Jahrhundert erweitert.[7]
  • Pieve di Santa Giulia, bereits 1096 erwähnte Pieve im Ortsteil Caprona.[14]
  • San Jacopo a Lupeta, Kirche in Lupeta aus dem 12. Jahrhundert.[9]
  • Chiesa di San Martino al Bagno, Kirche im Ortsteil Uliveto Terme.[15]
  • San Michele alla Verruca, Klosterruine an der Gemeindegrenze zu Calci, nahe der Burgruine Rocca della Verruca (Ortsgebiet von Calci).
  • Santi Quirico e Giulitta, Kirche im Ortsteil Lugnano.
  • San Salvatore, Kirche im Ortsteil Uliveto Terme.
  • Terme di Uliveto, historische Thermen im Ortsteil Uliveto[16]
  • Torre di Caprona, auch Torre degli Upezzinghi genannt, im 19. Jahrhundert errichteter Turm. Entstand über der Burgruine von Caprona, die im 11. Jahrhundert erwähnt wurde und 1433 von den Truppen aus Florenz zerstört wurde.[17]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vicopisano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Gewässern in Vicopisano, abgerufen am 19. November 2016 (italienisch)
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 19. November 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Pisa, abgerufen am 19. November 2016 (italienisch)
  5. Emanuele Repetti: VICO PISANO, già Vico Auserissola nel Val d’Arno pisano.
  6. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zur Geschichte des Ortes, abgerufen am 8. Juni 2014 (italienisch)
  7. a b c I Luoghi della Fede (Pisa/Area Pisana), Webseite der Region Toskana, abgerufen am 16. November 2016 (italienisch)
  8. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zur Pieve di Santa Maria, abgerufen am 8. Juni 2014 (italienisch)
  9. a b Touring Club Italiano: Toscana.
  10. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zur Rocca Brunelleschi, abgerufen am 8. Juni 2014 (italienisch)
  11. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zu den Türmen des Ortes, abgerufen am 17. November 2016 (italienisch)
  12. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zu den Geschwistertürmen, abgerufen am 16. November 2016 (italienisch)
  13. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zu Santa Croce in Castellare, abgerufen am 18. November 2016 (italienisch)
  14. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zur Pieve di Santa Giulia, abgerufen am 8. Juni 2014 (italienisch)
  15. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zur Chiesa di San Martino, abgerufen am 8. Juni 2014 (italienisch)
  16. Offizielle Website der Gemeinde Vicopisano zu den Terme di Uliveto, abgerufen am 19. November 2016 (italienisch)
  17. Vicopisanoturismo zum Torre degli Upezzinghi abgerufen am 19. November 2016 (italienisch)