Viehofen

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Viehofen
Stadtteil von St. Pölten
AUT Sankt Poelten COA.svg
Basisdaten [1]
Fläche: 8,1 km²
Einwohner: 000000000005421.00000000005.421 (31. Dezember 2015)
Bevölkerungsdichte: 669 Einwohner je km²
Höhe: 244 m ü. A.
Postleitzahl: 3107
Geografische Lage: 48° 14′ N, 15° 39′ OKoordinaten: 48° 14′ N, 15° 39′ O
Katastralgemeinden
Lage in St. Pölten
St.Pölten Karte Viehofen.svg

Schloss Viehofen.JPG
Das Schloss Viehofen

Der Ort Viehofen liegt in Niederösterreich an der Westseite der Traisen zwischen St. Pölten und Radlberg und ist ein Stadtteil von St. Pölten.

An Viehofen grenzen die Stadtteile Radlberg, Ratzersdorf, Wagram und St. Pölten, im Westen grenzt die Gemeinde an Obritzberg-Rust und Karlstetten.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endung -hofen deutet auf ein sehr hohes Alter hin.[2]

Der Name Viehofen entstand entweder aus Viele Höfe oder aus Viehof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf eine erste Besiedlung um das Jahr 750 v. Chr. deuten in Ragelsdorf entdeckte archäologische Funde hin.

Vermutlich gehörte Viehofen zu einer alten Königssiedlung bevor es 823 von Karl dem Großen an das Passauer Bistum gelangte.[2]

Erste Erwähnung findet der Ort 1130 als Vihofen, das Schloss wurde erstmals 1170 erwähnt, als das Bistum als Eigentümer bestätigt wurde.

In den Jahren 1805 und 1809 wurde Viehofen von Napoleons Truppen geplündert, die auch das Schloss als Lazarett nutzten.

1810 wurde die erste Schule in einem Gasthaus abgehalten, ein eigenes Gebäude wurde 1878 eröffnet.

Ab dem frühen 19. Jahrhundert wurde Viehofen eines der Industriezentren der heutigen Stadt St. Pölten. Am Gelände der von 1804 bis 1858 bestehenden k. k. priv. Spiegelfabrik wurde 1867 die Spitzen- und Bobinet- und Vorhänge-Fabrik F. Austin gegründet und bestand bis 1930.

In den Jahren nach 1885 folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, unter anderem durch die Eröffnung der Eisenbahn und die Traisenregulierung. So wurde die erste Kirche 1898 fertiggestellt.[3]

Per 1. Januar 1923 wurde Viehofen der Stadt St. Pölten eingemeindet, Ragelsdorf (mit Weitern, bis 1961: Weidern), das eigenständige Gemeinde wurde, folgte 1969.[4][5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Katastralgemeinde von St. Pölten hat Viehofen keinen eigenen Gemeinderat, die Bürgermeister vor 1922 finden sich in der Liste der Bürgermeister von St. Pölten.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Viehofen befinden sich die Einkaufszentren Traisenpark und Traisencenter.

Weiters beherbergt der Stadtteil Häuser von Metro, Forstinger und diverse Autohändler.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Viehofen befinden sich zwei Volksschulen und eine Hauptschule sowie drei Kindergärten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Viehofen

Schloss Viehofen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Viehofner Schloss wurde 1170 erstmals erwähnt und verfiel nach Zerstörungen im und nach dem Zweiten Weltkrieg zusehends. So war 1990 das Dach eingestürzt. Erst in den letzten Jahren wird es wieder gepflegt und saniert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viehofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag über Viehofen auf Burgen-Austria

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Magistrat der Stadt St. Pölten: Statistischer Jahresbericht 2015.
  2. a b Aktivwochen Viehofen. Kapitel: Geschichte. S. 9 ff.
  3. Aktivwochen Viehofen. Kapitel: Die Katastralgemeinden. S. 13 ff.
  4. Wilhelm Rausch (Hsgb.), Hermann Rafetseder (Red.): Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Band 2 von Österreichischer Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, Ludwig Boltzmann-Institut für Stadtgeschichtsforschung: Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Linz 1989, ISBN 3-900387-22-2, Ragelsdorf und Viehofen, S. 242 f.
  5. Historische Stadtentwicklung. (pdf, st-poelten.gv.at; nicht mehr verfügbar 2018).