Viereth-Trunstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Viereth-Trunstadt
Viereth-Trunstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Viereth-Trunstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 15,83 km2
Einwohner: 3696 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 234 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96191
Vorwahl: 09503
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 207
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weiherer Straße 6
96191 Viereth-Trunstadt
Webpräsenz: www.viereth-trunstadt.de
Bürgermeisterin: Regina Wohlpart (Bürgergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Viereth-Trunstadt im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild
Viereth

Viereth-Trunstadt ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und liegt am Main.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Main, etwa 10 km nordwestlich von Bamberg. In Ost-West-Richtung verläuft die Bundesstraße 26 durch das Gemeindegebiet. In Viereth führt ein Abzweig zur nördlich verlaufenden Autobahn A 70 (Anschlussstelle 13 Viereth-Trunstadt).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Oberhaid, Bischberg, Lisberg, Priesendorf und Eltmann (Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viereth-Trunstadt gliedert sich in vier Ortsteile:[2]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteil 30. Dez. 2004 30. Juni 2008 31. Dez. 2010 30. Juni 2011 31. Dez. 2013
Viereth 1806 1824 1715
Trunstadt 1728 1660 1583
Stückbrunn 0142 0145 0131
Weiher 0105 0104 0102
Gemeinde gesamt 3781 3733 3531 3608 3562

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viereth gehörte zum Kloster Michelsberg des Hochstifts Bamberg und damit ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört Viereth wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Trunstadt hingegen war Eigentum einer Familie von Rieneck und fiel erst 1806 mit der Rheinbundakte an Bayern. Die heutige Gemeinde entstand am 1. Mai 1978 durch die Eingliederung der Gemeinde Trunstadt in die Gemeinde Viereth.[4]

Verwaltungsgemeinschaft und Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 1. Mai 1978 bis zum 1. Januar 1980 war die Gemeinde ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bischberg. Am 1. Juli 1980 wurde der Gemeindename Viereth in Viereth-Trunstadt geändert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Bemerkung
1961 1974 Stand: 6. Juni 1961 (Tag der Volkszählung)
1970 2262 Stand: 27. Mai 1970 (Tag der Volkszählung)
1987 2838 Stand: 25. Mai 1987 (Tag der Volkszählung)
1991 3120
1995 3504
2000 3613
2005 3723 Stand: 30. Juni 2005
2010 3531
2015 3696

Wenn nicht anders angegeben, ist der Stichtag jeweils der 31. Dezember.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeisterin ist seit 2014 Regina Wohlpart (Bürgergemeinschaft), die bei einem Gegenkandidaten der CSU 58,70 % der Stimmen erhielt. Ihr Vorgänger war Edwin Mahr (Bürgergemeinschaft/Überparteiliche Wählergemeinschaft). Mahr wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Johann Schmitt (Bürgergemeinschaft) und 2008 mit 93,22 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeinderatswahlen:

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

Partei/Wählergruppe 2002 2008 2014
CSU-Freie Wählergemeinschaft 5 Sitze 5 Sitze 5 Sitze
Überparteiliche Wählergemeinschaft Viereth-Trunstadt 4 Sitze 4 Sitze 4 Sitze
Bürgergemeinschaft Viereth-Trunstadt 4 Sitze 3 Sitze 4 Sitze
Unabhängige Wähler Viereth-Trunstadt 3 Sitze 4 Sitze 3 Sitze
Gesamt 16 Sitze 16 Sitze 16 Sitze

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,486 Millionen Euro, davon waren umgerechnet 265.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 309 und im Bereich Handel und Verkehr 64 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 85 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1441. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 736 Hektar, davon waren 537 Hektar Ackerfläche und 194 Hektar Dauergrünfläche.

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde existieren noch die Brauereien Mainlust in Viereth und die Kundmüller in Weiher. Bis 1980 gab es die Berg-Bräu in Viereth und bis 1972 die Schlossbräu in Trunstadt.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt die Freiwilligen Feuerwehren Viereth, Weiher und Trunstadt-Stückbrunn.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • 150 Kindergartenplätze mit 137 Kindern
  • eine Volksschule mit 15 Lehrern und 241 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1136&attr=590&modus=automat&tempus=20111101/234807&hodie=20111101/234807
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673 und 674.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viereth-Trunstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien