Vierherrenborn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Vierherrenborn
Vierherrenborn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Vierherrenborn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 36′ N, 6° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Kell am See
Höhe: 472 m ü. NHN
Fläche: 8,57 km2
Einwohner: 197 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54314
Vorwahl: 06587
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 140
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
54427 Kell am See
Webpräsenz: www.vierherrenborn.de
Ortsbürgermeister: Josef Maier
Lage der Ortsgemeinde Vierherrenborn im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Vierherrenborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kell am See an. Es ist eine der jüngsten Gemeinden in Rheinland-Pfalz, sie wurde 1954 gebildet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vierherrenborn liegt auf dem westlichen, bis auf eine Höhe von 500 m ü. NN ansteigenden Teil des Hunsrücks, dem sogenannten Osburger Hochwald. Die Gemeinde ist Teil des Naturparks Saar-Hunsrück

Die Gemeindegemarkung setzt sich zusammen aus Flächen, die ursprünglich zu Hentern, Irsch, Wiltingen und Zerf gehörten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vierherrenborn ist eine der jüngsten Gemeinden des Landes Rheinland-Pfalz. Sie ist im Jahre 1954 als Abschluss einer etwa 20-jährigen Rodungs-, Meliorations- und Bautätigkeit durch ein am 6. Mai 1954 verabschiedete Landesgesetz – welches am 1. Oktober 1954 in Kraft trat – zu einer selbständigen politischen Gemeinde erhoben worden. Vierherrenborn ist sehr stark landwirtschaftlich geprägt. Die Höfe liegen jeweils umgeben von ihrer Ackerfläche und somit sehr weit verstreut. Vierherrenborn gehörte bis zur territorialen Verwaltungsreform zum Verbandsgemeinde Saarburg-Ost im Landkreis Saarburg, seit 1970 zur neugebildeten Verbandsgemeinde Kell (heute Kell am See) im neuen Landkreis Trier-Saarburg.

Durch das von der in Bonn ansässigen Siedlungsgesellschaft „Rheinisches Heim“ in mehreren Siedlungsphasen durchgeführte Siedlungsprojekt auf den Gemarkungen der Dörfer Hentern, Irsch, Wiltingen und Zerf entstanden insgesamt 42 neue Bauernstellen in einer mittleren Größe von 17 ha. Die durch Kauf und sogenannte freiwillige Enteignung erworbenen rund 855 ha Öd- und Heckenlandschaften – mit einer volkswirtschaftlich nicht mehr vertretbaren Bodennutzung des Lohschälens und der Reiserbrennholzgewinnung – mussten in mühsamer Arbeit gerodet, kultiviert und für die Acker- und Grünlandwirtschaft aufgearbeitet werden.

Insgesamt gab es, auch kriegsbedingt, mehrere Besiedlungsphasen. Die ersten Besiedlungen erfolgten 1937; nach 1945 wurden hier auch Heimatvertriebene angesiedelt.

Name

Der Name Vierherrenborn geht auf einen Brunnen in der Gemarkung zurück, an dem sich nach dem „Wiltinger Scheffenweistum“ im Jahr 1618 vier Vögte trafen, da hier die Grenzpunkte ihrer Einflussgebiete zusammenstießen.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Vierherrenborn, die Werte von 1939 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1939 125
1950 127
1961 210
1970 235
1987 206
Jahr Einwohner
1992 220
1997 191
2002 187
2007 194
2005 203

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Vierherrenborn besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Gayer, 1954–1957
  • Josef Schwalb, 1957–1978
  • Matthias Pütz, 1978–1999
  • Franz Mersch, 1999–2014

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen besteht aus einem im Blau schwebenden silbernen Brunnen mit rundem Becken, runder Säule rechteckiger Deckplatte und Kugel. Im Schildfuß sind in einem gevierten Schild die Wappen der vier ehemaligen Grundherren der heutigen Gemeinde Vierherrenborn angebracht. Die rote Wolfsangel in Gold steht für die Vögte von Sötern; der silbern gekrönte Löwe in Schwarz für die Herren von Warsberg; die silberne Bischofsmütze auf silbernem Palmenzweig in Rot für das Stift St. Paulin; das rote Kreuz in Silber für das Kurfürstentum Trier.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. Mit Stand 2007 gab es zwanzig landwirtschaftliche Betriebe mit durchschnittlich 64 Hektar Nutzfläche. Insgesamt werden 1.279 Hektar genutzt, der Anteil an Ackerland beträgt etwa 26 Prozent und an Dauergrünland 74 Prozent. Im Jahr 1975 gab es noch 37 Betriebe mit durchschnittlich 22 Hektar; 1975 wurden insgesamt 804 Hektar landwirtschaftlich genutzt.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vierherrenborn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen