Vierländerin-Brunnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Vierländerin-Brunnen

Der Vierländerin-Brunnen ist ein denkmalgeschützter Brunnen auf dem Hopfenmarkt in Hamburg-Altstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brunnen entstand 1878 nach Plänen von Friedrich Johann Lorenz Meyer. Die Statue wurde von Engelbert Peiffer gefertigt. Der Brunnen stand zunächst auf dem Meßberg, anschließend bei den Markthallen an der Amsinckstraße. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Brunnen stark beschädigt. 1953 erfolgte eine Restaurierung von Sockel, Baldachin und Statue. Die Figur erhielt dabei einen neuen Kopf aus Cottaer Sandstein. 1975 wurde der Brunnen auf dem Hopfenmarkt aufgestellt.[1][2] Aufgrund starker Korrosion des Brunnendachs und des eisernen Gestells rief die Stiftung Denkmalpflege Hamburg im Januar 2013 zu Spenden für eine Sanierung des Brunnes auf. Auch die Figur und das Brunnenbecken sah die Stiftung dabei als sanierungsbedürftig an.[3]

Informationstafel am Brunnen

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der steinerne, verzierte, achteckige Sockel des Aufbaus steht in einem Brunnenbecken. Auf dem Sockel sitzen vier wasserspeiende Enten, die aus Bronze gefertigt sind. Im Brunnenbecken steht die Statue einer jungen Vierländerin in landestypischer Tracht. Sie trägt ein Joch sowie einen Gemüsekorb. Die Figur steht unter einem gusseisernen Baldachin, der im neugotischen Stil gestaltet ist. Der Baldachin ist überdacht mit einer Dachhaube mit Dreiecksgiebeln und einer Turmspitze. Die Öffnungen der Dreiecksgiebel sowie die Dachhaube sind mit Blüten verziert, die Giebelöffnungen mit Voluten versehen. An den vier Ecken der Dachhaube ist jeweils eine Lampe an einem Befestigungsarm angebracht.

Der Brunnenaufbau ist nahezu vollständig erhalten. Er wurde in traditionellen Schmiedetechniken hergestellt.

Der steinerne Statuensockel trägt um seine vier Seiten herum verteilt die Inschrift: „Auf dem Markt lernt man die Leute kennen“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vierländerin-Brunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner (Hrsg.): Hamburg Lexikon. Aktualisierte Sonderausgabe. Ellert & Richter, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8319-0373-3, Seite 351-352
  2. Vierländerin-Brunnen (Memento vom 18. Oktober 2016 im Internet Archive) Denkmalschutz.de. Abgerufen am 17. November 2014
  3. Vierländerin-Brunnen muss dringend restauriert werden Hamburger Abendblatt online vom 30. Januar 2013. Abgerufen am 18. November 2014

Koordinaten: 53° 32′ 52″ N, 9° 59′ 25″ O