Viernheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Viernheim
Viernheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Viernheim hervorgehoben
49.5379861111118.579236111111198Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Bergstraße
Höhe: 98 m ü. NHN
Fläche: 48,41 km²
Einwohner: 33.120 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 684 Einwohner je km²
Postleitzahl: 68519
Vorwahl: 06204
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 020
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kettelerstraße 3
68519 Viernheim
Webpräsenz: www.viernheim.de
Bürgermeister: Matthias Baaß (SPD)
Lage der Stadt Viernheim im Kreis Bergstraße
Groß-Rohrheim Zwingenberg (Bergstraße) Biblis Viernheim Lampertheim Bürstadt Einhausen (Hessen) Lorsch Bensheim Lautertal (Odenwald) Lindenfels Heppenheim (Bergstraße) Heppenheim (Bergstraße) Fürth (Odenwald) Grasellenbach Rimbach (Odenwald) Mörlenbach Wald-Michelbach Birkenau (Odenwald) Abtsteinach Gorxheimertal Hirschhorn (Neckar) Neckarsteinach Michelbuch (gemeindefreies Gebiet) Rheinland-Pfalz Baden-Württemberg Kreis Groß-Gerau Landkreis Darmstadt-Dieburg OdenwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Viernheim [ˈfɪʁn-] (mundartlich: Verne[2]) ist eine mittlere Industriestadt am Stadtrand von Mannheim im Wirtschafts- und Ballungsraum Metropolregion Rhein-Neckar. Sie ist die zweitgrößte Stadt im Kreis Bergstraße. Seit 1994 trägt sie auch den Titel Brundtlandstadt, da sie an einem Modellprojekt zur Energieeinsparung teilnimmt.

Geografie[Bearbeiten]

Viernheim liegt in der Oberrheinischen Tiefebene. Viernheim liegt in Hessen, grenzt aber im Westen, im Süden und im Osten an Baden-Württemberg an. Nördlich des Viernheimer Walds, in Lampertheim, beginnt das Hessische Ried. Östlich von Viernheim liegt die Stadt Weinheim. Dort liegt die Bergstraße sowie der Anfang des Odenwalds.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 726 mm und ist damit vergleichsweise normal, da er in das mittlere Drittel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 46 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen zweimal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren stark. An 72 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Viernheim grenzt im Norden an den Stadtteil Hüttenfeld der Stadt Lampertheim (in Hessen), im Nordosten an die Stadt Hemsbach, im Osten an die Stadt Weinheim, im Süden an die Gemeinde Heddesheim (alle drei im Rhein-Neckar-Kreis) sowie im Westen an den Stadtkreis Mannheim (alle Baden-Württemberg).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Viernheim hat keine offiziellen Stadtteile, die Stadt wird aber in mehrere Stadtgebiete unterteilt. Die meisten Einteilungen Viernheims ergeben sich durch den Volksmund bzw. neu erschlossene Bebauungsgebiete, die Stadterweiterungen. Ihre Grenzen sind deshalb nicht genau festgelegt. Der Stadtkern wird von der Innenstadt und der um sie herumliegenden „Altstadt“ gebildet. Zu den Gebieten gehören außerdem: Die Nordweststadt (nördlich der Nibelungenstraße/Wormser Straße bzw. westlich der Straße Am Stockfeld), die Oststadt (östlich der August-Bebel-Straße), die Weststadt (westlich der Kreuzstraße/Am Königsacker), das Tivoli (im Süden am Rhein-Neckar-Zentrum), Hinter den Zäunen (südlich der OEG-Schienen), das Industriegebiet, Gewerbegebiet Eins (im Nordosten nördlich der Friedrich-Ebert-Straße und östlich der Lorscher Straße) sowie das in den letzten Jahren neu entstandene Neubaugebiet Bannholzgraben östlich der Janusz-Korczak-Allee (L 3111). Zudem gibt es noch das Sportgebiet West (westlich der A 6), die beiden jeweils eine Straße umfassenden Außensiedlungen Neuzenlache und Ziegelhütte (südlich der A 659) sowie die Aussiedlerhöfe nordöstlich der Stadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Viernheims stammt aus dem Jahr 777 als Karl der Große dem Kloster Lorsch erlaubte „einen Weg durch die Virnheimer Mark bis zur Weschnitz anzulegen“. Die Abschrift der Urkunde findet sich im Codex Laureshamensis (Band 1, Nr. 8), dem Besitzverzeichnis des Klosters Lorsch.[3] Archäologische Funde weisen aber auf eine viel längere Besiedlung des Gebietes hin.[4] Der Ort hat sich wohl aus einem karolingischen Königshof entwickelt.[5] Die 764 gegründete und 771 zum Reichskloster erhobene Abtei war im Früh- und Hochmittelalter ein mächtiges Benediktinerkloster mit Besitzungen im Odenwald, an der Bergstraße, in Rheinhessen, in der Pfalz, im Elsass und in Lothringen.

Aus dieser Zeit sind viele Schenkungs- und Tauschurkunden, die Besitzungen in Viernheim betreffen, überliefert. Unter anderem erhält 902 der Erzbischof Hatto von Mainz als Abt des Klosters Lorsch einen Hof in Virnheim im Tausch gegen Besitzungen im Enzgau. 906 wurde dieser Tausch von König Ludwig IV. bestätigt. 917 schenkte König Konrad I. dem Kloster Lorsch das Königsgut in Wattenheim und Viernheim unter dem Vorbehalt lebenslanger Nutzung durch den Lehensträger Kaplan Werinolf. 1165 scheinen große Teile von Viernheim im Besitz des Klosters Lorsch gewesen sein, denn für dieses Jahr ist überliefert, dass der Abt des Klosters Lorsch dem Kloster Neuenburg bei Heidelberg vier Huben und dem Kloster Schönau mehrere Distrikte in der Gemarkung Viernheim schenkte. Die Schenkung an das Kloster Schönau erfolgte mit der Bedingung jährlich 300 Käse an Lorsch zu liefern.[3]

Während des Investiturstreits − von 1076 (Reichstag in Worms) bis 1122 (Wormser Konkordat) − mussten viele Besitzungen des Klosters Lorsch an den Adel abgegeben werden. Im späten 12. Jahrhundert wurde mit der Aufzeichnung der alten Besitzurkunden versucht, die Verwaltung zu reorganisieren (Lorscher Codex). Dennoch unterstellte 1232 Kaiser Friedrich II. die Reichsabtei Lorsch dem Erzbistum Mainz und seinem Bischof Siegfried III. von Eppstein zur Reform. Die Benediktiner widersetzten sich der angeordneten Reform und mussten die Abtei verlassen. Sie wurden durch Zisterzienser aus dem Kloster Eberbach und diese 1248 durch Prämonstratenser aus dem Kloster Allerheiligen ersetzt. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Kloster als Propstei weitergeführt. Durch die Freiheiten des Reichsklosters waren die Klostervögte Verwalter und Gerichtsherren innerhalb des Klosterbesitzes. Dieses Amt kam um 1165 in den Besitz der Pfalzgrafen. Aus dieser Konstellation entwickelten sich schwerer Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Mainz und der Kurpfalz als Inhaber der Vogtei. Diese Streitigkeiten konnten erst Anfang des 14. Jahrhunderts durch einen Vertrag beigelegt werden, in dem die Besitzungen des Klosters zwischen Kurmainz und Kurpfalz aufgeteilt und die Vogteirechte der Pfalzgrafen bestätigt wurden. In dem Vergleich von 1308 wurde vereinbart, dass „das Dorf Viernheim zum Erzstift Mainz gehören soll“.

1267 wurde erstmals ein Burggraf auf der Starkenburg (über Heppenheim) genannt, der auch das mainzer Amt Starkenburg verwaltete. In diesem Amt lag die „Zent Heppenheim“ mit Viernheim. Für die Verwaltung der noch bestehenden Gefälle des Klosters Lorsch war aber die Oberschaffnerei in Lorsch zuständig. Die erste Erwähnung des Kellners in Heppenheim erfolgte 1322. Er hatte seinen Sitz im Amtshof von Heppenheim und war der höchste Finanz- und Justizbeamte nach dem Burggrafen.[6] Unter Mainzer Herrschaft wurde das Dorf mehrfach verpfändet:[3]

  • 1346 mit allem Zubehör gegen 1200 Pfund Heller dem Schultheißen zu Weinheim. Ausgenommen blieben die Käsegült die das Kloster Schönau von seinem Hof dem Burggrafen der Starkenburg entrichten musste. Die Pfandsumme wurde noch mehrfach erhöht und betrug im Jahr 1355 3000 fl.
  • 1439 wiedereinlöslich für 3000 fl. an das Kloster Schönau. Ausgenommen blieben dabei der Wildbann, die Zentrechte und das Recht der Waldnutzung.

Im Verlauf der für Kurmainz verhängnisvollen Mainzer Stiftsfehde wurde das Amt Starkenburg an die Kurpfalz wiedereinlöslich verpfändet und blieb anschließend für 160 Jahre pfälzisch. Pfalzgraf Friedrich ließ sich für seine Unterstützung von Erzbischof Dieter – im durch die Kurfürsten am 19. November 1461 geschlossenen „Weinheimer Bund“ – das „Amt Starkenburg“ verpfänden, wobei Kurmainz das Recht erhielt, das Pfand für 100.000 Pfund wieder einzulösen. 1533 verkaufte das Kloster Schönau das Dorf Viernheim an den Pfalzgrafen Ludwig V., vorbehaltlich der Wiederlößung durch Kurmainz.

In den Anfängen der Reformation sympathisierten die pfälzischen Herrscher offen mit dem lutherischen Bekenntnis, aber erst unter Ottheinrich (Kurfürst von 1556 bis 1559) erfolgte der offizielle Übergang zur lutherischen Lehre. Danach wechselten seine Nachfolger und gezwungenermaßen auch die Bevölkerung mehrfach zwischen der lutherischen, reformierten und calvinistischen Religion. Als Folge der Reformation hob die Kurpfalz 1564 das Kloster Lorsch auf. Die bestehenden Rechte wie Zehnten, Grundzinsen, Gülten und Gefälle des Klosters Lorsch wurden fortan durch die „Oberschaffnerei Lorsch“ wahrgenommen und verwaltet.[7]

Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) eroberten spanische Truppen der „Katholischen Liga“ die Region und stellten 1623 die Kurmainzer Herrschaft wieder her. Die durch die Pfalzgrafen eingeführte Reformation wurde daraufhin weitgehend rückgängig gemacht und die Bevölkerung musste zur katholischen Kirche zurückkehren. Zwar zogen sich die spanischen Truppen nach zehn Jahren vor den anrückenden Schweden zurück aber nach der katastrophalen Niederlage der Evangelischen in der Nördlingen 1634 verließen auch die Schweden die Bergstraße und mit dem Schwedisch-Französischen Krieg begann ab 1635 das blutigste Kapitel des Dreißigjährigen Krieges. Aus der Region berichteten die Chronisten aus jener Zeit: „Pest und Hunger wüten im Land und dezimieren die Bevölkerung, sodass die Dörfer öfters völlig leer stehen“. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die Einlösung der Pfandschaft endgültig festgeschrieben und mit dem Bergsträßer Rezess von 1650 wurde Viernheim endgültig Kurmainz zugesprochen.

Im Jahr 1782 führte Kurmainz eine Verwaltungsreform im Bereich des „Amtes Starkenburg“ durch, mit der in Lorsch eine Amtsvogtei eingerichtet wurde. Das Amt wurde in Oberamt unbenannte und bestand jetzt aus den Unterämtern oder Amtsvogteien Lorsch, Fürth, Heppenheim und Bensheim. Zur „Amtsvogtei Lorsch“ gehörten neben Viernheim auch Lorsch, Biblis, Bürstadt und Klein-Hausen. Das Oberamt Starkenburg wiederum war dem „Untereren Erzstift“ des „Kurfürstentums Mainz“ unterstellt.

Vom 19. Jahrhundert bis Heute[Bearbeiten]

Viernheim wird Hessisch[Bearbeiten]

Das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert brachte Europa weitreichende Änderungen. Als Folge der Napoleonischen Kriege wurde bereits 1797 das „Linke Rheinufer“ und damit der linksrheinische Teil von Kurmainz durch Frankreich annektiert. In der letzten Sitzung des Immerwährenden Reichstags in Regensburg wurde im Februar 1803 der Reichsdeputationshauptschluss verabschiedet, der die Bestimmungen des Friedens von Lunéville umsetzte, und die territorialen Verhältnisse im Heiligen Römischen Reich (Deutscher Nation) neu regelte. Durch diese Neuordnung wurde Kurmainz aufgelöst, das Oberamt Starkenburg und mit ihm Viernheim kam zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die es dem „Fürstentum Starkenburg“ zuordnete. Das „Amt Lorsch“ wurde als hessische Amtsvogtei weitergeführt, das Oberamt aber 1805 aufgelöst. Im selben Jahr siedelt der Kurfürst von Mainz nach Regensburg über. Die übergeordnete Verwaltungsbehörde war der „Regierungsbezirk Darmstadt“ der ab 1803 auch als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnet wurde.[8]

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Starkenburg wurde das „Hofgericht Darmstadt“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfalle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt. Damit hatten die „Zent Heppenheim“ und die mit ihnen verbunden Zentgerichte endgültig ihre Funktion eingebüßt.

Unter Druck Napoleons wurde 1806 der Rheinbund gegründet, dies geschah mit dem gleichzeitigen Reichsaustritt der Mitgliedsterritorien. Dies führte am 6. August 1806 zur Niederlegung der Reichskrone, womit das alte Reich aufhörte zu bestehen. Am 14. August 1806 wurde die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, gegen Stellung hoher Militärkontingente an Frankreich und den Beitritt zum Rheinbund, von Napoleon zum Großherzogtum erhoben, anderenfalls drohte er mit Invasion.

Konrad Dahl berichtet 1812 in seiner Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch, oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues über den Flecken Viernheim:

»Viernheim (Virnheim, Virninheim, Firnheim, Firnunheim) ein großer und weitläufig Flecken, liegt mit seiner Gemarkung von den übrigen Amtsortschaften ganz abgeschnitten und isolirt, und ist von den Großherzoglich Baadischen Amtern Weinheim, Ladenburg und Heidelberg, so wie von dem vormals Wormsiscken Amte Lampertheim umgeben. Virnheim ist von Lorsch 3 Stunden, von Heppenheim 3½ Stunde von Weinheim anderthalb Stunden, von Ladenburg eben so viel, und von Mannheim 2 Stunden entfernt.«[9]

Nach der endgültigen Niederlage Napoléons regelte der Wiener Kongress 1814/15 auch die territorialen Verhältnisse für Hessen und bestätigte die Grenzen des Fürstentums Starkenburg. Darüber hinaus wurden dem Großherzogtum Hessen durch Artikel 47 weitere Gebiete zugewiesen, unter anderem Worms, Alzey, Bingen und Mainz, ein Gebiet, das als Rheinhessen bezeichnet wurde. 1815 trat das Großherzogtum dem Deutschen Bund bei. Durch das Traktat von Frankfurt vom 30. Juni 1816 trat Großherzog Ludwig infolge des Deutschen Kriegs das schon vor dem Reichsdeputationshauptschluss am 6. September 1802 besetzte Herzogtum Westfalen an den König von Preußen ab. 1816 wurden im Großherzogtum Provinzen gebildet wobei das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet, das aus den südlich des Mains gelegenen alten Hessischen und den ab 1803 hinzugekommenen rechtsrheinischen Territorien bestand, in „Provinz Starkenburg“ umbenannt wurde.

Im Jahr 1814 wurde die Leibeigenschaft im Großherzogtum aufgehoben und es erhielt mit der am 17. Dezember 1820 eingeführten Verfassung des Großherzogtums Hessen eine konstitutionelle Monarchie, in der der Großherzog aber noch große Machtbefugnisse hatte. Die noch bestehenden standesherrlichen Rechte wie Niedere Gerichtsbarkeit, Zehnten, Grundzinsen und andere Gefälle blieben aber noch bis 1848 bestehen.

1821 wurden im Rahmen einer umfassenden Verwaltungsreform die Amtsvogteien in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen des Großherzogtums aufgelöst und Landratsbezirke eingeführt, wobei Viernheim zum Landratsbezirk Heppenheim kam. Im Rahmen dieser Reform wurden auch Landgerichte geschaffen, die jetzt unabhängig von der Verwaltung waren. Die Landgerichtsbezirke entsprachen in ihrem Umfang den Landratsbezirken und für den Landratsbezirk Heppenheim war das Landgericht Lorsch als Gericht erster Instanz zuständig. Diese Reform ordnete auch die Administrative Verwaltung auf Gemeindeebene. So war die Bürgermeisterei in Viernheim eine von 12 Bürgermeistereien im Landratsbezirk. Entsprechend der Gemeindeverordnung vom 30. Juni 1821 gab es keine Einsetzungen von Schultheißen mehr sondern einen gewählten Ortsvorstand, der sich aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat zusammensetzte.[10]

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Viernheim:

»Virnheim (L. Bez. Heppenheim) Marktflecken; liegt 4 St. von Heppenheim, an der badischen Grenze, hat 373 Häuser und 2483 Einw., die bis auf 14 Luth. und 57 Juden alle katholisch sind; unter denselben sind 136 Bauern 98 Handwerker und 230 Taglöhner. Hier befindet sich ein Grenznebenzollamt II Classe. Das Hauptprodukt ist der Tabak der von ziemlicher Güte ist, und daher sehr gesucht wird. Die sehr große Gemarkung ist sehr sandig, und ein Theil besteht aus Flugsand, der beinahe nicht benutzt werden kann. – Der Ort kommt 898 zuerst vor, und gehörte zum Lobdengau. Das Kloster Lorsch erhielt nach und nach das volle Eigentumsrecht, das endlich mit dem Kloster an Mainz kam. Kuno von Falkenstein, Churverweser zu Mainz, verkaufte diesen Ort 1348 einem Johann von Weinheim für dargeliehene 200 Pfund Heller. Später findet sich der Ort aber wieder abgelößt und bei Mainz: denn 1439 verkaufte Erzbischof Dieterich das Dorf dem Kloster Schönau um 3000 fl. auf Wiederkauf. Dieses Kloster veräußerte aber Virnheim 1533 um 800 fl. dem Churfürsten und Herzog Ludwig von der Pfalz, behielt sich aber die Wiederlösung für das Erzstift Mainz vor. In dem Receß von 1650 kam Virnheim von Churpfalz an Churmainz und 1802 an Hessen.«[11]

1832 wurden die Verwaltungseinheiten weiter vergrößert und es wurden Kreise geschaffen. Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch die Kreise Bensheim und Lindenfels geben; der Landratsbezirk von Heppenheim sollte in den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim der Kreis Heppenheim als zweiter Kreis gebildet wurde. Viernheim wurde erst dem Kreis Bensheim, 1840 aber dem Kreis Heppenheim zugeordnet. 1842 wurde das Steuersystem im Großherzogtum reformiert und der Zehnte und die Grundrenten (Einnahmen aus Grundbesitz) wurden durch ein Steuersystem ersetzt, wie es in den Grundzügen heute noch existiert.

Im Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten von 1845 finden sich folgender Eintrag:

»Viernheim bei Heppenheim. — Marktflecken mit Pfarrkirche. — 373 H. 2483 Eww. (incl. 14 Lutheranern und 57 Juden). — Großherzogth. Hessen.— Provinz Starkenburg. — Kreis Heppenheim. — Landgericht Lorsch. — Hofgericht Darmstadt. — Der Marktflecken Viernheim (auch Virnheim), an der badischen Grenze gelegen, kommt schon im J. 898 vor und gehörte dem Kloster Lorsch. — Die Einwohner treiben theils Handwerke, theils Landwirtschaft, und viele nähren sich als Taglöhner. Vorzüglich wird hier Tabak gebaut. Es befindet sich hier eine Revierförsterei und bei dem Orte liegen 2 Ziegeleien. — Viernheim ist im Jahre 1802 von Churmainz an Hessen übergegangen.«[12]

Infolge der Märzrevolution 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.[13] Darüber hinaus wurden in den Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei die bisherigen Kreise Bensheim und Heppenheim zum Regierungsbezirk Heppenheim vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später, im Laufe der Reaktionsära, kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Viernheim wurde wieder Teil des Kreises Heppenheim.

Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und Katasterlisten[14] ergaben für Viernheim[15]: Meist katholischer Ort mit einer Oberförsterei und zwei Ziegeleien hat 2957 Einwohnern. Die Gemarkung besteht aus 19366 Morgen, davon 5638 Morgen Ackerland, 597 Morgen Wiesen und 11602 Morgen Wald.

In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für den Marktflecken Viernheim mit eigener Bürgermeisterei, 590 Häuser, 3850 Einwohnern, der Kreis Heppenheim, das Landgericht Lorsch, die evangelische Pfarrei Lampertheim mit dem Dekanat in Zwingenberg und die katholische Pfarrei Viernheim des Dekanats Bensheim, angegeben. Zur Gemarkung gehörte außerdem die Ziegelei Clespera (1 Haus, 8 Einw.) und das Forsthaus Haide (1 Haus, 2 Einw.).[16]

1870 provoziert der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck durch die sogenannte Emser Depesche den Deutsch-Französischen Krieg in dem das Großherzogtum Hessen als Mitglied des Norddeutschen Bundes an der Seite Preußens teilnahm. Noch vor dessen offiziellen Ende am 10. Mai 1871 traten die süddeutschen Staaten dem Norddeutschen Bund bei und am 1. Januar 1871 trat dessen neu Verfassung in Kraft, mit der er sich nun Deutsches Reich nannte. Auf deutscher Seite forderte dieser Krieg ca. 41.000 Tote.[17] Mit dem Reichsmünzgesetz gab es Deutschland nur noch eine Währung, die Mark mit 100 Pfennigen als Untereinheit. Am 1. Januar 1900 trat im ganzen deutschen Reich das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Viernheim ein Bauerndorf. Missernten und Hungersnöte im Jahr 1852 ließen in diesem Jahr 458 Menschen nach Nordamerika auswandern. Mit der Industrialisierung und der Eröffnung der Oberrheinischen Eisenbahn 1887 wandelte sich der Ort dann zu einer Arbeiterwohngemeinde, da viele Einwohner Arbeit in den Fabriken der Nachbarstädte Mannheim und Weinheim fanden. Jedoch blieben viele Arbeiter weiterhin nebenerwerbliche Bauern. Die Ansiedlung von Industrie in Viernheim selbst begann mit der Eröffnung der Bahnstrecke Weinheim-Worms 1905, verstärkte sich jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter, wodurch die Bevölkerung stark anwuchs. Auch durch die gute Verkehrslage an drei Autobahnen entwickelte man sich so zu einer mittleren Industriestadt.

Die Zeit der Weltkriege[Bearbeiten]

Am 1. August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus und setzte im ganzen Deutschen Reich der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ein Ende. Als nach der deutschen Niederlage am 11. November 1918 der Waffenstillstand unterschrieben wurde, hatte auch Viernheim viele Gefallene zu beklagen, während der Krieg insgesamt rund 17 Millionen Menschenopfer kostete. Aus Viernheim wurden etwa 2000 Menschen in diesem Krieg eingesetzt, wobei sich zu Kriegsbeginn 78 freiwillig meldeten. Davon sind 345 Männer gefallen und 19 blieben vermisst. Viele der Heimkehrer waren schwer verwundet und fast 300 Soldaten waren bei Kriegsende in Gefangenschaft.[18] Das Ende des Deutschen Kaiserreiches war damit besiegelt, und die unruhigen Zeiten der Weimarer Republik folgten. In der Zeit von 1921 bis 1930 wurden in Deutschland 566.500 Auswanderer gezählt, die versuchten, den schwierigen Verhältnissen in Deutschland zu entfliehen.

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler, was das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Nationalsozialistischen Diktatur besiegelte. Im Frühjahr 1933 ordnete Adolf Hitler den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag mit dem Namen „Tag der deutschen Arbeit“ an. Damit wurde eine Gewerkschaftsforderung ausgerechnet von der Regierung erfüllt, die von den Gewerkschaften strikt ablehnt wurde. Die Gewerkschaften riefen zur Teilnahme an den Maiveranstaltungen auf, da sie sich als Initiatoren des Maigedankens fühlten. Das offizielle Programm war schon stark durch die Nationalsozialisten geprägt: „6 Uhr Wecken durch die SA-Kapellen. 8 Uhr Flaggenhissung in den Betrieben, Abmarsch zum Exerzierplatz, 9 Uhr Übertragung der Kundgebung von dem Lustgarten in Berlin auf die öffentlichen Plätze der Städte. 10.45 Uhr Staatsakt der Hessischen Regierung (...), Empfang einer Arbeiterdelegation aus den drei Hessischen Provinzen. (...) Gemeinsamer Gesang des ,Liedes der Arbeiter'. (...) 7.30 Uhr Übertragung von dem Tempelhofer Feld, Berlin: Manifest des Reichskanzlers Adolf Hitler, ‚Das erste Jahr des Vierjahresplanes‘. Anschließend Unterhaltungsmusik und Deutscher Tanz. 12 Uhr: Übertragung der Rede des Ministerpräsidenten Hermann Göring. (...) Ehemals marxistische Gesang-, Turn- und Sportvereine können an den Zügen teilnehmen, jedoch ist die Mitführung marxistischer Fahnen oder Symbole zu unterlassen.“ Das böse Erwachen für die Gewerkschaften kam einen Tag später, als die „NSDAP die Führung der roten Gewerkschaften übernahm“: „Die seitherigen marxistischen Führer in Schutzhaft – Ein 3-Millionen-Konto des früheren Reichstagspräsidenten Löbe gesperrt – Die Rechte der Arbeiter gesichert – Die Gebäude der Freien Gewerkschaften besetzt“, titelten die bereits im ganzen Reich gleichgeschalteten Zeitungen.[19]

In Hessen wurde am 3. Juli 1933 das „Gesetz zur Durchführung von Feldbereinigung zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung im Zuge der Riedmelioration“ erlassen. In 13 Gemeinden der Provinz Starkenburg, darunter Viernheim wurde das Feldbereinigungsverfahren auf einer Fläche von 200.000 ha angeordnet. Im Verlauf dieses Meliorations- und Siedlungsprogramms entstanden die beiden Orte Riedrode und Worms-Rosengarten.[20]

Die hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen wurden 1937 nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat dann eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg war der Kreis Bensheim besonders betroffen, da er aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen wurde. Der Kreis Heppenheim übernahm auch die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen Landkreis Bergstraße.[21][22]

Im November 1938 brachte die sogenannte Reichskristallnacht den jüdischen Mitbürgern Not und Elend. Die Viernheimer Synagoge wurde niedergebrannt und die Wohnungen und Geschäfte jüdischer Familien verwüstet. Bereits nach 1933 waren ein Teil der zu diesem Zeitpunkt aus 69 Personen bestehenden jüdischen Gemeinde infolge der zunehmenden Repressalien weggezogen, davon waren 20 Personen ausgewandert. Die nach Mannheim gezogenen jüdischen Mitbürger wurden im Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Die meist älteren in Viernheim verbliebenen Personen wurden im März und September 1942 in Vernichtungslager nach Polen und das KZ Theresienstadt deportiert. Von den in Viernheim geborenen oder längere Zeit hier lebenden Personen kamen 39 durch die NS-Gewaltherrschaft ums Leben.[23]

Am 1. September 1939 begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen der Zweite Weltkrieg, der in seinen Auswirkungen noch weit dramatischer war als der Erste Weltkrieg und dessen Opferzahl auf 60 bis 70 Millionen Menschen geschätzt werden. Besonders ab 1944 war der verstärke Luftkrieg gegen Deutschland auch in Viernheim zu spüren. Große Fliegerverbände überflogen den Ort bei ihren Angriffen auf die umliegenden Industriestädte Ludwigshafen, Mannheim oder Worms. In diesem Jahr wurde auch die Arbeit auf den Feldern durch die fortgesetzten Tieffliegerangriffe lebensgefährlich. Auch in der Bahn oder auf den Straßen war niemand mehr sicher. In der Endphase des Zweiten Weltkrieges in Europa erreichten die amerikanischen Verbände Mitte März 1945 den Rhein zwischen Mainz und Mannheim. Die Brückenköpfe auf der linken Rheinseite konnten durch die schwachen deutschen Kräfte nicht gehalten werden, was zur Sprengung der Rheinbrücken bei Worms, Nordheim und Gernsheim am 20. März führte. Die Reste der deutschen 7. Armee, die sich auf die rechte Rheinseite zurückgezogen hatten, mussten fast die gesamte schwere Ausrüstung wie Panzer und Artillerie zurücklassen, was eine Fortsetzung der Kämpfe bei der absoluten Luftherrschaft der Amerikaner und dem Fehlen jeglicher deutscher Reserven eigentlich völlig sinnlos machte. Auf amerikanischer Seite war jetzt das oberste Ziel die Vermeidung weiterer Verluste, was zum massiven Einsatz von Artillerie, Panzern und Flugzeugen, auch ohne genaue Kenntnis einer möglichen Gegenwehr, auf alle einzunehmenden Städte und Dörfer führte. Stießen die vorrückende Kräfte auf Widerstand erfolgte ein sofortiger Rückzug und ein massiver Einsatz von Luftwaffe und Artillerie. Am 22. März überquerte die 3. US-Armee bei Oppenheim den Rhein und besetze am 25. März Darmstadt. Das machte aus amerikanischer Sicht ein schnelles Nachrücken der benachbarten 7. US-Armee zur Flankensicherung notwendig. Zur Vorbereitung für deren Rheinüberquerung wurden die meisten Riedgemeinden am 25. und in der Nacht zum 26. März von der amerikanischen Artillerie beschossen. In allen betroffenen Gemeinden wurden dabei Menschen getötet und es entstanden Sachschäden an Gebäuden. In den ersten Stunden des 26. März 1945 überquerten amerikanische Truppen bei Hamm, südlich von Worms und bei Sandhofen den Rhein. Die bei Sandhofen übergesetzten Kräfte erreichten am Mittag des 27. März mit einem Spähtrupp den Viernheimer Friedhof. Ein Dolmetscher gab der Bevölkerung zu verstehen, dass an jedem Haus eine weiße Fahne anzubringen sei, um zu signalisieren, dass sich kein deutscher Soldat mehr darin aufhielt. Gegen 12:30 wurde auch an der Kirchturmspitze eine weiße Fahne gehisst und gegen Abend rollte die amerikanische Panzerspitze in Viernheim ein. Am 27. März standen die amerikanischen Einheiten außerdem in Lorsch, Bensheim und Heppenheim und einen Tag später waren Aschaffenburg am Main sowie der westliche und nördlichen Teil des Odenwaldes besetzt.[24] Der Krieg in Europa endete mit der bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Truppen, die am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft trat. Viernheim hatte etwa 430 gefallene oder vermisste Soldaten in diesem Krieg zu beklagen. Etwa 500 Soldaten waren am Ende des Krieges in Gefangenschaft und bis Ende 1948 verzeichnet das Fürsorgeamt 270 Kriegsbeschädigte.[25]

Nachkriegszeit und Gegenwart[Bearbeiten]

Wie Einwohnerzahlen von 1939 und 1946 zeigen hatte auch Vierheim nach dem Krieg viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge zu verkraften. 1948 wurden der Gemeinde durch das neu gegründete Land Hessen die Stadtrechte verliehen.

Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 4841 ha angegeben, davon waren 2313 ha Wald.[22]

1994 erfolgte die Ernennung zur Brundtlandstadt, der Teilnahme an einem Modellprojekt zur Energieeinsparung.

Gerichte ab 1821[Bearbeiten]

Mit Bildung der Landgerichte im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das Landgericht Lorsch im Landratsbezirk Heppenheim das Gericht erster Instanz. Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, wurden die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten. Dadurch kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Lorsch und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Darmstadt[26].

Am 1. Oktober 1934 wurde das Amtsgericht Lorsch aufgelöst und aus dem Bezirk des Amtsgerichts der Ort Hofheim dem Amtsgericht Worms, der Ort Bobstadt und die Stadt Bürstadt dem Amtsgericht Lampertheim und mit Viernheim die restlichen Orte dem Amtsgericht Bensheim zugeteilt.[27]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1609 800
1655 <200
1666 206
1703 500
1806 1.900
1818 1.818
1832 2.800
1845 3.135
Jahr Einwohner
1850 3.743
1860 3.350
1870 4.139
1880 5.254
1890 5.798
1900 6.816
1910 9.240
1920 10.250
Jahr Einwohner
1930 11.750
1940 12.778
1950 16.558
1960 20.068
1970 27.753
1980 29.590
1990 30.527
1995 31.616
Jahr Einwohner
1999 32.056
2000 32.427
2001 32.477
2002 32.488
2003 32.700
2004 32.737
2005 32.833
2006 32.593
Jahr Einwohner
2007 32.542
2008 32.502
2009 32.596
2010 32.601
2011 32.721

Religionen und Kirchen[Bearbeiten]

Apostelkirche

Viernheim gehörte lange zum Erzbistum Mainz. Durch wechselnde Herrschaften im 15. und 16. Jahrhundert mussten die Bürger aufgrund des Augsburger Religionsfriedens siebenmal die Religion wechseln. Mit der Rückkehr zu Kurmainz blieb die Konfession dann allerdings die römisch-katholische. Anfang des 20. Jahrhunderts bekamen die zugezogenen evangelischen Bürger erstmals ihre eigene Kirche in Viernheim.

Heute gibt es in Viernheim die beiden katholischen Kirchengemeinden Johannes XXIII., St. Michael und St. Hildegard fusionierten 2015,[28] die zum Dekanat Bergstraße-West des Bistums Mainz gehören, sowie die beiden evangelischen Gemeinden der Auferstehungskirche und der Christuskirche, die zum Dekanat Bergstraße-Süd der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gehören.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Viernheim noch eine freie evangelische Gemeinde sowie Gemeinden der Evangeliumschristen-Baptisten, der Neuapostolischen Kirche und der Zeugen Jehovas.

Eine jüdische Gemeinde gibt es in Viernheim seit der Zeit des Nationalsozialismus nicht mehr. Die am 31. August 1827 eingeweihte Synagoge in der Hügelstraße wurde am 10. November 1938 im Rahmen der Novemberpogrome von der SA, unter Beteiligung eines Teils der Einwohner, zerstört.

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[29]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
44,3 %
38,4 %
12,9 %
3,7 %
0,7 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+0,4 %p
-10,1 %p
+7,5 %p
+3,7 %p
+0,7 %p
-2,1 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,3 20 43,9 20 42,5 19
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,4 17 48,5 22 50,0 23
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,9 6 5,4 2 5,6 2
DIE LINKE Die Linke 3,7 2
FDP Freie Demokratische Partei 0,7 0
VL VIERNHEIMER LISTE 2,1 1 1,9 1
Gesamt 100 45 100 45 100 45
Wahlbeteiligung in Prozent 41,6 40,3 44,9

Bürgermeister[Bearbeiten]

Rathaus

An der Spitze der Stadt steht der Bürgermeister, der von der Bevölkerung in direkter Wahl für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt wird. Seit 1997 amtiert Bürgermeister Matthias Baaß (SPD). Bei der Bürgermeisterwahl am 22.03.2015 erhielt Baaß 5.304 (55,1 %) der abgegebenen Stimmen. Der Kandidat Martin Ringhof (CDU) bekam 3.927 (44,9 %) der Stimmen. Insgesamt Wahlberechtigt waren 25.183 Wählerinnen und Wähler. Die Wahlbeteiligung betrug 38,8 Prozent (9.231 Stimmen).

Ihm zur Seite gestellt ist der Erste Stadtrat sowie elf ehrenamtliche Beigeordnete. Sie alle werden von der Stadtverordnetenversammlung für eine Amtszeit von sechs resp. fünf Jahren gewählt und spiegeln daher parteipolitisch die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse zum Zeitpunkt der Wahl wider.

Der Bürgermeister, der Erste Stadtrat und die elf Beigeordneten bilden zusammen den Magistrat der Stadt.

Die Bürgermeister seit 1822 (von 1649 bis 1822 sind insgesamt acht Schultheißen nachgewiesen):

  • 1822–1824: Joh. Jakob Georgi
  • 1825–1842: Johann Beikert
  • 1842–1847: Georg Kühner
  • 1848–1853: Peter Minnig
  • 1853–1862: Johann Kempf
  • 1862–1873: Michael Keller
  • 1873–1875: Johann Winkler 5.
  • 1875–1895: Johann Bläß 1.
  • 1895–1904: Georg Pfützer 2.
  • 1904–1913: Gg. Friedrich Kühlwein

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde 1926 eingeführt. Im oberen Feld ist der hessische Löwe zu sehen, der die Zugehörigkeit zum Land Hessen ausdrückt. Im linken unteren Feld ist das Mainzer Rad zu sehen, das für die lange Zugehörigkeit zu Kurmainz steht. Im rechten unteren Feld ist eine gotische Vier zu sehen – das alte Viernheimer Ortszeichen –, die als so genanntes „redendes Bild“ auf den ersten Teil des Ortsnamens Viernheim anspielt, obwohl sich der Ortsname nicht von der Zahl „Vier“, sondern möglicherweise vom althochdeutschen firni, „alt, aus der Vorzeit“, oder dem keltischen vernos, „Erle“, herleitet.[30]

Die Viernheimer Stadtfahne ist blau-weiß-rot.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Viernheim unterhält mit folgenden Städten und Gemeinden eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Viernheimer Stadtbus
OEG-Wagen am Rhein-Neckar-Zentrum

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Viernheim liegt an der A 659, welche direkt nach Mannheim und Weinheim führt, aber auch den direkten Zugang zu drei weiteren Autobahnen, der A 5, der A 6 und der A 67, bietet. Durch die beiden Autobahnkreuzungen Viernheimer Kreuz und Viernheimer Dreieck ist der Ortsname Viernheim vielen Autofahrern bekannt.

ÖPNV[Bearbeiten]

Viernheim ist durch eine Schmalspur-Eisenbahn und eine Buslinie an die umliegenden Städte angebunden. Die elektrisch betriebene Schmalspurbahn (Oberrheinische Eisenbahn, kurz OEG, heute als Linie 5 ausgewiesen) wird meist als Überlandstraßenbahn angesehen. Sie führt seit 1887 nach Mannheim und nach Weinheim, ein paar Jahre später erfolgte von dort auch eine Verlängerung nach Heidelberg. Sie wird von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) betrieben. Eine Regionalbus-Linie des Busverkehr Rhein-Neckar (BRN) führte einst nach Weinheim sowie nach Lampertheim und Worms. Seit kurzem fährt diese Linie nur noch ab Viernheim nach Worms. Zudem gibt es zwei Stadtbus-Linien der Stadtwerke Viernheim, die von der RNV-Tochter V-Bus betrieben werden. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert.

Bahnverkehr[Bearbeiten]

Viernheim ist Endpunkt der 1905 eröffneten Bahnstrecke Weinheim–Viernheim, die ursprünglich weiter über Lampertheim nach Worms führte, um die Verbindung der Weschnitztalbahn nach Worms herzustellen. Wegen geringer Nachfrage dieser Verbindung wurden jedoch 1960 der Personenverkehr auf der gesamten Strecke eingestellt und durch Busbedienung ersetzt sowie die Gleisanlagen zwischen Viernheim und Lampertheim abgebaut (der Streckenverlauf ist heute noch als breite Schneise im Wald erkennbar). Lediglich der Güterverkehr zwischen Weinheim und Viernheim wurde bis Ende 2002 von der Deutschen Bahn fortgeführt, jedoch im Juli 2004 von der MVV-Tochter ConTrain reaktiviert. Der alte Bahnhof beherbergt heute eine kommunale Freizeit- und Begegnungsstätte, die den Namen Treff im Bahnhof (T.I.B.) trägt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Viernheim hat vier Industriegebiete mit vielen Betrieben des Mittelstand. Dort haben namhafte Firmen, wie Buderus ihr Vertriebszentrum, RF Systems Nachrichtentechnik, Plisch GmbH, Hommel Hercules Werkzeuge (HHW) und die Erdt Gruppe ihren Hauptfirmensitz. Überregional bekannt ist das 1972 eröffnete Einkaufszentrum Rhein-Neckar-Zentrum.

Medien[Bearbeiten]

Beim Rhein-Neckar-Zentrum befindet sich ein großes Kinopolis-Kino mit 2585 Plätzen.

In Viernheim gibt es zwei regionale Tageszeitungen:

Die folgenden kostenlosen Anzeigenzeitungen werden in Viernheim wöchentlich verteilt:

  • Viernheimer Volksblatt
  • Wochenblatt Mannheim
  • Bergsträßer Anzeigen-Zeitung (BAZ)

Folgende regionale Medien sehen Viernheim als Teil ihres Empfangs- bzw. Verbreitungsgebiets:

Bildung[Bearbeiten]

Die Viernheimer Schullandschaft deckt die elementaren Bereiche der Allgemeinbildung ab.

  • Grundschulen:
    • Schillerschule
    • Goetheschule
    • Nibelungenschule
    • Friedrich-Fröbel-Schule
  • Grund-, Haupt- und Realschule:
    • Friedrich-Fröbel-Schule
  • Gesamtschule (Haupt-, Realschule und Gymnasium):
    • Alexander-von-Humboldt-Schule
  • Gymnasium:
    • Albertus-Magnus-Schule – Gymnasium in Trägerschaft des Bistum Mainz
  • Förderschule:
    • Albert-Schweitzer-Schule
  • Englischsprachige Schulen
    • MIS (Metropolitan International School)

Weitere Schulen mit spezifischeren Profilen sind in den Nachbarstädten zu finden.

Die nächsten Hochschulen und Universitäten befinden sich in der Nachbarstadt Mannheim und in Heidelberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen und Galerien[Bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es noch den Vogelpark Viernheim.

Gewässer[Bearbeiten]

  • Schwarzer Graben
  • Landgraben
  • Weschnitz (Anteil etwa 600 m Länge an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg).
  • Waldsee (im Volksmund „Anglersee“), künstlich angelegter größerer Teich im Naherholungsgebiet.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kriegerdenkmal in der Weinheimer Straße
  • evangelisch
    • Auferstehungskirche, Berliner Ring
    • Christuskirche, Saarlandstraße
    • Evangelische Friedenskirche
  • katholisch
    • Marienkirche Johannes XXIII.
    • Apostelkirche Johannes XXIII.
    • Kirche St. Michael
    • Kirche St. Hildegard
    • Kapelle St. Josef, Bürgermeister Neff-Straße 15 (Tridentinischer Messritus)
  • Neuapostolische Kirche, Maria-Mandel-Straße
  • Denkmäler
    • Kriegerdenkmal für die Soldaten des Preußisch-Österreichen Krieges 1866 und Deutsch-Französischer Krieges 1870/71; Ecke Weinheimer/Lorscher Straße, eingeweiht 1905
    • Kriegerdenkmal für die Soldaten des Ersten Weltkrieges (1914–1918), später auch des Zweiten Weltkrieges, von Wilhelm Götze, Bildhauer Darmstadt, Friedhof Lorscher Straße, eingeweiht am 14. Dezember 1924
    • Georg-Büchner-Denkmal (17. Oktober 1813 bis 19. Februar 1837) Dichter und Schriftsteller, Georg-Büchner-Straße.

Sport[Bearbeiten]

  • SG Viernheim
  • TSV Amicitia Viernheim
  • Turnverein von 1893 Viernheim (TV 1893)
  • Badminton Club Viernheim
  • Golf Club Mannheim-Viernheim
  • Bushido Viernheim- Shotokan-Karate
  • Viernheimer Billard – Club 1967
  • Ballettschule Heide Heidt
  • Viernheimer SV (Schwimmverein)
  • DLRG Viernheim
  • Ski Club Viernheim
  • ERC Viernheim (Rollkunstlauf)
  • 1. Viernheimer Karate Dojo
  • 1. Viernheimer Judo Club e.V.
  • TSC Viernheim (Tauchsportclub Viernheim)
  • KSV 1951 Viernheim (Kegelsportverein Viernheim)
  • TC Viernheim (Tennisclub Viernheim)
  • Reit und Fahrverein Viernheim e. V.
  • SC Viernheim 1934 e. V.
  • SRC 1896 Viernheim e.V (Ringen)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Weihnachtsmarkt Viernheim
  • Februar: Fastnachtsumzug oder Straßenfastnacht (im jährlichen Wechsel)
  • Mai: 1. Mai „Tag der Arbeit“: Maifeier des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)
  • Mai: Tanz in den Mai; Traditionelles Maifest bei der Freiwilligen Feuerwehr, Brundtlandfest
  • Juni: Brundtland Citylauf
  • August: Viernheimer Triathlon (1,5 / 46 / 10)
  • Juli: Erstes Wochenende traditionelles Siedlerfest der Siedlergemeinschaft Viernheim
  • Juli: CdG-Sommerfest in bayrischem Stil
  • Juli: Viernheimer Stadtfest (Alle 2 Jahre)
  • August: MGV- Gartenfest (erstes Wochenende im Aug.)
  • August: Tierschutzverein Viernheim Sommerfest am letzten Wochenende im August
  • September: Freiwilligentag (dritter Samstag im September)
  • September: Südhessische Akkordeontage
  • September: Innenstadtfest (1980–2010[31][32])
  • Oktober: Tag des Friedhofs
  • November: Kerwe
  • Dezember: Weihnachtsmarkt
  • Pfarrfeste der Viernheimer Gemeinden
  • 24-Stunden-Lauf der Gemeinde St. Michael
  • Seifenkistenrennen der Viernheimer Pfadfinder

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Viernheim gewirkt haben[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Viernheim hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1948: Ludwig Bergsträsser, Vorsitzender der 1. hessischen Nachkriegsregierung (1883–1960)
  • 1948: Hans Mayr, Rektor (1864–1958), Verfasser der „Chronik der Stadt Viernheim“
  • 1949: Karl Joseph Alter, Erzbischof von Cincinnati (1885–1977)
  • 1965: Nikolaus Hattemer, Dekan (1900–1970)
  • 1973: Anton Darmstadt, Pfarrer (1900–1981)
  • 1975: Hans Mandel, Bürgermeister (1917–2010)
  • 1975: Michael Bugert, Ehrenstadtrat (1905–1989)

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Loew: Festschrift zur Jahrhundertfeier des Synagogenbaues, Viernheim 1927.
  • Franz Josef Haas, Adam Haas: Der Geländeraub in Viernheim 1934 (Wegnahme der Allmend), Denkschrift zur Frage der Wiederherstellung der Allmende in der Gemeinde Viernheim, Kommission zur Wiedergutmachung des Unrechts von 1934 (Hg.), verfasst von Franz Josef Haas 1. und Adam Haas 6., Viernheim 1948.
  • Hans Knapp: Viernheimer Wörterbuch „Wie gered't sou gebabblt“. 1972.
  • Hans Mayr: Chronik der Stadt Viernheim, Mannheim 1949.
  • Max Liebster: Hoffnungsstrahl im Nazisturm – Geschichte eines Holocaustüberlebenden, Esch sur Alzette (Luxemburg) 2003, ISBN 2-87953-990-0.
  • 1200 Jahre Viernheim 777 – 1977, Hg. Magistrat der Stadt Viernheim.
  • Brigitte Perker: Viernheim zwischen Weimar und Bonn – Demokratie und Diktatur in einer deutschen Kleinstadt – 1918–1949. Hg. Magistrat der Stadt Viernheim. Viernheim, 1988.
  • Gisela Wittemann: Illustrierte Geschichte Stadt Viernheim, 160 S. Edition Quadrat Bernhard Wipfler, 1998. ISBN 3-923003-82-X.
  • Werner Nägel u.a.: 100 Jahre Standesamt Viernheim, 1876–1976, 92 S., Viernheim 1976, Hg. Standesamt Viernheim.
  • Klaus Giese: Viernheimer von Kopf bis Fuß. 1987 bei K. Brückmann, Fotos, Fragebogen, Gedichte, Viernheimer Persönlichkeiten.
  • Claudia Reinhardt: No Place like Home, Fotografien und Texte zu Viernheim, Verbrecher Verlag Berlin 2005, ISBN 3-87512-413-8.
  • Rainald Fuhr (Herausgeber): 100 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Viernheim 1890–1990, Festbuch zum Jubiläum, Gernsheim, Selbstverlag der Ev. Kirchengemeinde 1990.
  • Käser, Bugert, Haas u.A.: 100 Jahre St. Aposteln, Menschen, Geschichten, Begegnungen. 240 Seiten, Viernheim St. Aposteln 1999.
  • Gerd Schwetasch: Viernheim durch meine Linse, Ein Bildband, 144 Seiten, Waldkirch Verlag Mannheim 2010, ISBN 978-3-927455-80-1.
  • Karl Müller, Horst Samstag: Familienbuch Viernheim, 2 Bände, Schriften der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung, Nr. 43 (Deutsche Ortssippenbücher, Reihe B, Band 351), Darmstadt 2005, ISBN 978-3-9810720-0-6.
  • Herbert Kempf: Viernheim in alten Landkarten, Broschüre, Viernheim 2011.
  • Heiberger,D. ; Mandel; Rieß: Viernheim – 50 Jahre Heimatmuseum, 1934 – 1984, Verlag Viernheimer Neue Volkszeitung, Friedrich Martin 1984.
  • Gottlieb Heinrich Heer: Die Sage vom Glockenhügel; Linolschnitte von Reinhard Liess; Verlag Viernheim-Zürich 1959.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Viernheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Viernheim – in den Nachrichten
 Wiktionary: Viernheim – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVerne – Woinem und zurück. MENSCHEN IN VIERNHEIM: „Celtic Songs“ – die ungewöhnliche Geschichte eines Projektchors / Samstag Konzert in St. Michael. Südhessen Morgen, 15.03.2013, abgerufen am 25. August 2013.
  3. a b c Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamensbuch - Starkenburg, Darmstadt 1937, S. 719–721
  4. {http://www.viernheim.de/viernheim/geschichte.html Ortsgeschichte Virnheims], abgerufen am 20. Juli 2015
  5. Jahrbuch der historischen Forschung in der Bundesrepublik Deutschland, Arbeitsgemeinschaft Ausseruniversitärer Historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland., 1978, S. 290
  6. Ortsgeschichte von Biblis. Gemeinde Biblis, archiviert vom Original, abgerufen am 1. Januar 2014.
  7. Konrad Dahl: Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch, oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues, Darmstadt 1812. S. 178ff (online bei google books)
  8. Heinrich Karl Wilhelm Berghaus: Deütschland seit hundert jahren: abth. Deütschland vor fünfzig jahren., Voigt & Günther, 1862. S. 358ff (online online bei google books)
  9. Konrad Dahl: Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch, oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues, Darmstadt 1812. S. 236ff (online bei google books)
  10. M. Borchmann, D. Breithaupt, G. Kaiser: Kommunalrecht in Hessen. W. Kohlhammer Verlag, 2006, ISBN 3-555-01352-1, S. 20 (Online bei google books)
  11. Georg W. Weber: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg, Band 1 Oktober 1829, S. 5
  12. Johann Friedrich Kratzsch: Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten, Nauenburg 1845, Band 2, S. 707 (online bei Hathi Trust, digital library)
  13. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1848, S. 237-241
  14. Wolfgang Torge: Geschichte der Geodäsie in Deutschland. Walter de Gruyter, 2007, ISBN 3-11-019056-7 (online bei google books)
  15. Philipp Alexander Ferdinand Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. Jonghans, Darmstadt 1854, S. 338 (online bei google books)
  16. Alphabetisches Verzeichniss der Wohnplätze im Grossherzogtum Hessen, 1869, S. 90 (online bei google books)
  17. Denkmalprojekt: Verlustlisten 1870–17, abgerufen im Januar 2015
  18. Südhessen Morgen vom 1. August 2014: Fanfaren begleiten die Soldaten, abgerufen am 26. Dezember 2014
  19. Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“ 2007. Frisches Birkengrün, wehende Fahnen. S. 66, archiviert vom Original, abgerufen am 28. Dezember 2014 (pdf 8,61 MB).
  20. Zeittafel der Gemeinde Biblis. (1900–1944). Gemeinde Biblis, archiviert vom Original, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  21. Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“. Die Entstehung des Kreises Bergstraße. 2007, S. 109, archiviert vom Original, abgerufen am 9. Februar 2015 (PDF; 9,0 MB).
  22. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Viernheim, Landkreis Bergstraße“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 16. Dezember 2014, abgerufen am 1. Juli 2015.
  23. Geschichte der jüdischen Gemeinde Viernheim auf „Alemannia Jusaica“ (abgerufen am 25. Dezember 2014)
  24. Artikelserie des Bergsträßer Anzeigers aus dem Jahr 2005 über das Kriegsende an der Bergstraße. Bergstraße und Viernheim. Bergsträßer Anzeiger, archiviert vom Original, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  25. Südhessen Morgen vom 1. August 2014: Jungen im Sarg heimgeholt, abgerufen am 26. Dezember 2014
  26. Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879 (Hess. Reg.Bl. S. 197-211)
  27. Verordnung über die Umbildung von Amtsgerichtsbezirken vom 11. April 1934 (Hess. Reg.Bl. S. 63)
  28. Fusion in Viernheim
  29. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  30. Ortsnamen auf der Internetseite von Heinrich Tischner
  31. Veranstaltungen der Stadt Viernheim
  32. Kein Innenstadtfest 2011 von MNR news am 20. April 2011
  33. Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820–1930. Darmstadt, 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 68.