Vierzehn Stunden

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Filmdaten
Deutscher TitelVierzehn Stunden
Originaltitel14 Hours / Fourteen Hours
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1951
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieHenry Hathaway
DrehbuchJohn Paxton
ProduktionSol C. Siegel für 20th Century Fox
MusikAlfred Newman
KameraJoseph MacDonald
SchnittDorothy Spencer
Besetzung

Vierzehn Stunden ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Henry Hathaway aus dem Jahre 1951. Als Vorlage diente die zwei Jahre zuvor im Magazin The New Yorker veröffentlichte Erzählung The Man on the Ledge von Joel Sayre.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 15. Stockwerk eines New Yorker Hotels steht der junge Robert Cosick in selbstmörderischer Absicht auf dem schmalen Sims der Fassade. In den Straßen unter ihm kommt der Verkehr ins Stocken, Passanten starren gebannt nach oben. Polizei und Feuerwehr bereiten sich auf die Rettungsaktion vor, Wochenschau- und Fernsehkameras werden aufgebaut. Der Vorfall wird zu einem Medienereignis, alle warten auf den Todessprung. Geistliche und Psychologen bemühen sich vergeblich, den Lebensmüden zur Umkehr zu bewegen. Erst der Verkehrspolizist Charlie Dunnigan kommt vom benachbarten Fenster aus mit dem Mann ins Gespräch und gewinnt langsam dessen Vertrauen.

Während der Polizist geduldig von den ganz alltäglichen Dingen des Lebens erzählt, bleiben die dramatischen Ereignisse auf die schaulustigen Passanten nicht ohne Wirkung. So treffen sich zwei junge Leute – eingekeilt in der Menge – und wissen sehr bald, dass ihre zufällige Bekanntschaft von Dauer sein wird. In einem Rechtsanwaltsbüro, das sich gegenüber vom Hotel befindet, versucht Ann Fuller, die Scheidungsmodalitäten mit ihrem Mann zu besprechen. Die Tragödie auf der anderen Straßenseite bewirkt bei ihr aber einen Sinneswandel.

Charlie redet indes weiter mit Robert, der von ihm Zigaretten und Kaffee annimmt. Inzwischen ist es dunkel geworden. Durch die Ablenkung des Mannes gelingt es den anderen Polizisten, ein Netz von den oberen Stockwerken zu spannen und vorsichtig herunterzulassen. Plötzlich blitzt ein Scheinwerfer auf. Robert erschrickt, gerät ins Taumeln und stürzt. Im letzten Moment kann er sich an das vorbereitete Netz klammern und wird schließlich gerettet.

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit: Am 28. Juli 1938 offenbarte ein junger Mann namens John Warde seiner Schwester, sich das Leben nehmen zu wollen. Schauplatz war ein New Yorker Hotelzimmer in der 17. Etage. Der Mann litt an manisch-depressiver Psychose. Er kletterte durch das Fenster auf einen schmalen Sims 50 Meter über der 55. Straße und stürzte sich nach einigem Zögern in die Tiefe.
  • Der Film wurde mit zwei verschiedenen Schlussversionen hergestellt: Den Tatsachen entsprechend ist der Sturz in der einen Version tödlich. Die andere endet mit der Rettung des Lebensmüden durch ein Sicherheitsnetz. Anfangs konnte das Publikum entscheiden, welche der beiden Fassungen verwendet werden sollte. Da sich die Mehrheit für das Happy End entschied, wurde der Film danach nur noch mit dem positiven Finale gezeigt.
  • An den Kinokassen war der Film seinerzeit ein Reinfall. Grace Kelly und Richard Beymer feierten mit Nebenrollen ihre Debüts als Filmschauspieler.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die äußeren Ereignisse der 14 Stunden dauernden Rettungsaktion dienen dem atmosphärisch dichten, überzeugend dargestellten Film auch als Zeitraum für die psychoanalytische Auffächerung des angeblich authentischen Falles.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fourteen Hours, 20th Century Fox 2006 (bislang nicht im deutschsprachigen Raum erschienen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vierzehn Stunden. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 27. Juli 2017.