Viktor Sidler

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Viktor Sidler (* 1. Mai 1934; † 8. Januar 2013 in Zürich) war ein Schweizer Filmwissenschaftler, Filmemacher und Publizist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viktor Sidler war das einzige Kind von Alfred Sidler, einem Kunstmaler und Lehrer an der Kunstgewerbeschule (1905–1993); seine Mutter Rywka Szadjdwasser († 1970) stammte aus Konstanynof bei Lodz. Ab 1946 lebte Sidler in Luzern, wo er das Gymnasium besuchte, bevor er an der Universität Zürich Geschichte, Deutsche Literatur und Komparatistik studierte. 1973 schloss er sein Studium mit einer Dissertation über Wechselwirkungen zwischen Theater und Geschichte ab. Danach war er als Lehrer am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium Rämibühl in Zürich tätig.

1957 gründete Viktor Sidler zusammen mit Mario Gerteis die Filmproduktionsfirma Septima Ars, die bis 1966 15 mittellange Filme im 8- bzw. 16-mm-Format realisierte.

Ab etwa 1960 war Viktor Sidler Mitglied des Vorstandes von Cinélibre (Verband Schweizer Filmklubs und nicht gewinnorientierter Kinos). Von 1964 bis 1973 war er Herausgeber der Schweizer Filmzeitschrift Cinema, in der er auch regelmässig publizierte.[1]

Zwischen 1976 und 1998 hielt Viktor Sidler rund 20 Vorlesungen über filmwissenschaftliche Themen, zuerst an der Universität Zürich, ab 1983 an der ETH Zürich.[2]

1996 wurde Viktor Sidler für sein langjähriges Engagement im Bereich der Filmkunde und der Filmgeschichte mit dem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme der Septima Ars, bei denen Viktor Sidler als Regisseur oder Ko-Regisseur wirkte:[3]

  • 1958: Begegnungen
  • 1958: Episode
  • 1959: Die Sieger, Teil 1 – Ein Held unserer Zeit
  • 1959: Die Sieger, Teil 2 – Eine Heldin unserer Zeit
  • 1960: À la recherche des cadavres
  • 1961: Die Probe – Eine Moritat
  • 1964: Spiel ohne Morgen
  • 1966: Reise nach N.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wechselwirkungen zwischen Theater und Geschichte: Untersucht anhand des schweizerischen Theaters vor Beginn der Reformation. Dissertation. Aarau 1973.
  • Filmgeschichte: ästhetisch, ökonomisch, soziologisch; von den Anfängen des Films bis zum Tonfilm. Skript zur Vorlesung «Filmgeschichte I: Von den Anfängen des Films bis zum Tonfilm». Stiftung Zentralstelle der Studentenschaft der Universität Zürich, 1987.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.film.uzh.ch/bibliothek/sidler/publications.html
  2. http://www.film.uzh.ch/bibliothek/sidler/lectures.html
  3. http://www.film.uzh.ch/bibliothek/sidler/filme.html