Vila do Bispo

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Vila do Bispo
Wappen Karte
Wappen von Vila do Bispo
Vila do Bispo (Portugal)
Vila do Bispo
Basisdaten
Region: Algarve
Unterregion: Algarve
Distrikt: Faro
Concelho: Vila do Bispo
Koordinaten: 37° 5′ N, 8° 55′ WKoordinaten: 37° 5′ N, 8° 55′ W
Einwohner: 936 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 58,49 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 8650
Politik
Bürgermeister: oder
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Vila do Bispo
Rua Santa Maria do Cabo, Nº 38
8650-416 Vila do Bispo
Kreis Vila do Bispo
Flagge Karte
Flagge von Vila do Bispo Position des Kreises Vila do Bispo
Einwohner: 5275 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 178,99 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 4
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Vila do Bispo
Paços do Concelho
8650-407 Vila do Bispo
Präsident der Câmara Municipal: Adelino Soares (PS)
Webpräsenz: www.cm-viladobispo.pt

Vila do Bispo ist eine Kleinstadt (Vila) an der Algarve im Südwesten Portugals. Sie ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) mit 5275 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011).[3] Vila do Bispo (dt.: Kleinstadt des Bischofs) liegt im Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, einem Naturschutzgebiet, das sich an der gesamten südwestportugiesischen Küste entlangzieht. Neben den Sandstränden ist vor allem die Kreisgemeinde Sagres bekannt geworden.

Die Hauptkirche des Ortes

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der nahegelegenen Fundstätte Vale Boi, die 1998 entdeckt wurde, fanden sich Spuren, die möglicherweise bis zu den Neandertalern, in jedem Falle bis ins Jungpaläolithikum zurückreichen. Bei den ab 2000 durchgeführten Grabungen erwies sich, dass die bisher ältesten Funde aller Wahrscheinlichkeit nach dem Moustérien zuzuordnen sind, datiert sind jüngere Funde aus dem Solutréen und dem Gravettien. Der älteste Gravettienfund wurde auf 24.300 ± 205 BP datiert.[4]

Erste Spuren bäuerlicher Besiedlung führen im Kreisgebiet bis in die Jungsteinzeit zurück. Unweit des Ortes befindet sich eine Reihe von Menhirgruppen, wie etwa am Monte dos Amantes (Berg der Liebenden) oder an der Landstraße zwischen Raposeira und dem Praia da Ingrina.[5]

Römer lebten später hier. Mit der Eroberung durch Berber und Araber ab 711 führten nachkommende Mauren mediterrane Techniken in Landwirtschaft und Fischerei ein.

Die ersten portugiesischen Dokumente über das damalige Dorf Santa Maria do Cabo stammen aus dem 14. Jahrhundert, darunter ein Erlass von König Alfons IV. aus dem Jahr 1353. Der Ort wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von König Manuel I. an den Bischof von Faro gegeben, und erhielt in dem Zusammenhang den Namen Aldeia do Bispo (port. für: Dorf des Bischofs). Im Jahr 1662 machte König Pedro II. den Ort zum Sitz eines eigenen Kreises und erhob ihn zur Kleinstadt (Vila). Seither trägt der Ort seinen heutigen Namen.[6]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vila do Bispo ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho). Die Nachbarkreise sind Aljezur und Lagos.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden die Gemeinden (Freguesias) Vila do Bispo und Raposeira zur neuen Gemeinde Vila do Bispo e Raposeira zusammengefasst. Der Kreis besteht seither aus den folgenden vier Gemeinden:[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Vila do Bispo (1801–2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
684 3278 4912 6082 5988 5700 5762 5349 5258

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 22. Januar

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. Nuno Ferreira Bicho, Juan Francisco Gibaja, Mary Stiner, Tiina Manne: Le paléolithique supérieur au sud du Portugal : le site de Vale Boi, in: L’anthropologie 114,1 (2010) 48–67 (online, PDF).
  5. Vila do Bispo - auf den Spuren der Menhire, private Website Marlene Bunge-Kersten, Hans-Joachim Bunge.
  6. www.verportugal.net, abgerufen am 12. September 2013
  7. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
  8. www.anmp.pt, abgerufen am 12. September 2013
  9. Seite der Städtepartnerschaften auf der Gemeindewebsite, abgerufen am 12. September 2013