Villa Collemandina

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Villa Collemandina
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Villa Collemandina (Italien)
Villa Collemandina
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Lucca (LU)
Koordinaten 44° 10′ N, 10° 24′ OKoordinaten: 44° 10′ 0″ N, 10° 24′ 0″ O
Höhe 549 m s.l.m.
Fläche 34,81 km²
Einwohner 1.334 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 38 Einw./km²
Postleitzahl 55030
Vorwahl 0583
ISTAT-Nummer 046035
Volksbezeichnung Villesi
Schutzpatron San Sisto und Santa Margherita (6. August)
Website Villa Collemandina
Panorama von Villa Collemandina
Panorama von Villa Collemandina

Villa Collemandina ist eine italienische Gemeinde mit 1334 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Lucca in der Region Toskana.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Villa Collemandina in der Provinz Lucca

Der Ort liegt ca. 36 km nördlich der Provinzhauptstadt Lucca und ca. 80 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz in der Landschaft der Garfagnana. Die Ortsteile liegen auf Höhen zwischen von 549 m und 1600 m und erstrecken sich über ein Gebiet von 34,81 km². Die mittlere Einwohnerdichte beträgt circa 39 Einwohner/km². Collemandina liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 792 GG[2]. Wichtigstes Gewässer im Gemeindegebiet ist der Torrente Corfino, der 9 seiner 12 km im Gemeindegebiet verbringt[3] und später in den Serchio mündet.

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Villa Collemandina (ca. 140 Einwohner) und den sechs Ortsteilen beziehungsweise Dörfern (italienisch: Frazioni) Canigiano (641 m, ca. 90 Einwohner), Corfino (820 m, ca. 450 Einwohner), Magnano (574 m, ca. 90 Einwohner), Pianacci (580 m, ca. 140 Einwohner), Massa (827 m, ca. 140 Einwohner) und Sassorosso (993 m, ca. 50 Einwohner).[4]

Die Nachbargemeinden sind Castiglione di Garfagnana, Pieve Fosciana, San Romano in Garfagnana, Sillano Giuncugnano und Villa Minozzo (RE).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals dokumentiert wurde der Ort 1168 in einem Schriftstück von Papst Alexander III.[5] Bei dem Erdbeben von 1920 wurde der Ort fast vollständig zerstört.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chiesa dei Santi Sisto e Margherita in Villa Collemandina
Die Chiesa di San Lorenzo in Corfino
  • Chiesa dei Santi Sisto e Margherita, mittelalterliche Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert mit einem Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert, die als einziges Gebäude in der weiteren Umgebung das Erdbeben von 1920 unbeschadet überstand. Lediglich der Campanile wurde beschädigt und 1926[7] wieder aufgebaut. Die Kirche liegt im Hauptort.
  • Lago di Villa (Lago di Villa Collemandina), Stausee des Torrente Corfino ca. 1 km westlich des Hauptortes. Die Staumauer hat eine Höhe von 37,50 m.[8]
  • Chiesa di San Lorenzo, Kirche im Ortsteil Corfino, die erstmals 1168 erwähnt wurde. Wurde 1370 durch die Antelminelli zerstört und 1373 wieder errichtet.[9]
  • Santuario della Madonna del Perpetuo Soccorso, Sanktuarium im Ortsteil Corfino. Entstand 1635 und enthält das Werk Madonna col Bambino von Pietro di Talata (um 1475/1490 entstanden).
  • Chiesa di Santa Maria Assunta, Kirche im Ortsteil Magnano. Wurde erstmals 899 dokumentiert.[10]
  • Chiesa di San Michele Arcangelo, Kirche im Ortsteil Sassorosso, die bereits 1168 erwähnt wurde.[11]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villa Collemandina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Villa Collemandina, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Lucca, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch)
  5. Emanuele Repetti: VILLA COLLEMANDINA, o COLLEMANDRINA della GARFAGNANA nella valle superiore del Serchio.
  6. Touring Club Italiano: Toscana.
  7. Contado lucchese zur Chiesa dei Santi Sisto e Margherita in Villa Collemandina, abgerufen am 8. Februar 2016 (italienisch)
  8. Diga di Villa Collemandina. Webseite Geopaesaggi della Toscana der Universität Siena
  9. Arcidiocesi di Lucca, Webseite des Erzbistums Lucca zur Kirche San Lorenzo in Corfino, abgerufen am 8. Februar 2016 (italienisch)
  10. Arcidiocesi di Lucca, Webseite des Erzbistums Lucca zur Kirche Santa Maria Assunta in Magnano, abgerufen am 8. Februar 2016 (italienisch)
  11. Arcidiocesi di Lucca, Webseite des Erzbistums Lucca zur Kirche San Michele Arcangelo in Sassorosso, abgerufen am 8. Februar 2016 (italienisch)