Villa Hammerstein

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Villa Hammerstein um 1850 (im Hintergrund, auf der Anhöhe)

Die Villa Hammerstein (auch Haus Hammerstein) ist eine erhaltene historische Villa im Wuppertaler Ortsbezirk Vohwinkel (NRW).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Hammerstein 2008 (von der Buchenhofener Straße)

1825 erwarb der aus Unterbarmen stammende Kaufmann Johann Christian Jung das Rittergut Hammerstein mit seinen umfangreichen Liegenschaften inklusive einer Mühle am Sonnborner Wupperbogen. Der Kauf beinhaltete die Gerechtsame auf Fischerei und Jagd.[1]

Kurze Zeit darauf ließ er auf der Anhöhe des Sonnenbergs die Villa errichten. Ein Grundstein mit einer Jahreszahl im Mittelgang des Kellergeschosses ist auf 1826 datiert. Als Baumeister wird Daniel Braches angenommen. Vom Düsseldorfer Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe stammt der Landschaftspark im englischen Stil, der 1828 angelegt wurde. Innerhalb des Parks entstand 1835 bis 1837 an der Wupper das sechsgeschossige Fabrikgebäude der Weberei und Baumwollspinnerei Hammerstein.[1]

Auf einer Vohwinkeler Karte des Adressbuches für den Landkreis Mettmann aus dem Jahr 1895 ist das Areal als „Schloss Hammerstein“ beschriftet und mit einem anschließenden Park zur westlichen Seite eingezeichnet. Zur östlichen Seite befand sich zu dieser Zeit die „Tuchfabrik von Herminghaus und Co.“.[2][3] Zu dieser Zeit wurde das Haus vom Eigentümer der Homann-Werke bewohnt, genutzt wurde es weiter als Sommerlokal mit einem Saal und weiteren Gesellschaftsräumen.[4]

Das Gebäudeensemble, bestehend aus den beiden Gebäuden Hammersteiner Allee 51 und 53 sowie dem Wirtschaftsgebäude Hammersteiner Allee 55, wurde am 2. Oktober 1987 als Baudenkmal anerkannt.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Villa Hammerstein ist nun eine soziotherapeutische Einrichtung, für 50 erwachsene Patienten, die alkoholabhängig sind und zum Teil eine Doppeldiagnose haben. Der Träger ist die Simmering Verwaltungs GmbH. Die Gebäude Hammersteiner Allee 51, 53 und 57 haben mit der Einrichtung jedoch nichts zu tun und stehen eigenständig und für sich allein.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hella Nußbaum: Das Zooviertel in Wuppertal : Thiergarten, Stadion und malerisches Wohnen rund um den Märchenbrunnen Müller und Busmann, Wuppertal 2004, ISBN 3-928766-63-5
  2. Schloss Hammerstein (17. September 2006) Zugriff November 2008
  3. Villa Hammerstein (13. Dezember 2006) Zugriff November 2008
  4. Haus Hammerstein und Villa Hammerstein Zugriff November 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villa Hammerstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 14′ 0,5″ N, 7° 5′ 26,4″ O