The Village Voice

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The Village Voice

Beschreibung Wochenzeitung
Sprache Englisch
Erstausgabe 1955
Erscheinungsweise wöchentlich
Chefredakteur Tony Ortega
Herausgeber Michael Cohen
Weblink www.villagevoice.com/
ISSN (Print)
The Village Voice Redaktionsgebäude am Cooper Square 36 in New York City

The Village Voice, kurz Voice, war eine in New York beheimatete amerikanische Wochenzeitung, die investigative Artikel, Analysen aktueller politischer Entwicklungen, Kultur- und Kunstkritiken sowie Veranstaltungshinweise für New York City veröffentlicht. Sie war die erste und wohl bekannteste der als alternative weeklies (dt. alternative Wochenzeitungen) bezeichneten Publikationen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Voice wurde im Herbst 1955 von Norman Mailer mit den Journalisten Daniel Wolf (1916–1996)[1] und Ed Fancher gegründet. Sie hat bahnbrechenden investigativen Journalismus zu der Stadtpolitik von New York City publiziert und berichtet über lokale wie nationale Politik sowie über Kultur, Musik, Tanz, Film und Theater. Eine einflussreiche Musikliste, bekannt als Pazz & Jop wird jedes Jahr aus den „top ten“ von Musikkritikern des ganzen Landes erstellt.

Für die Voice haben viele bekannte Schriftsteller geschrieben, unter anderem Ezra Pound, Henry Miller, Katherine Anne Porter, James Baldwin, e. e. cummings, Nat Hentoff, Tom Stoppard, Lorraine Hansberry, Allen Ginsberg, Michael Musto. 1976 veröffentlichte sie Fritz Langs letztes Interview.

Zu den Wettbewerbern der Voice in New York City zählen New York Press, New York Observer und Time Out New York. Nach jahrzehntelangem Wettbewerbsdruck ist die Voice seit 1996 kostenlos. Sie gehört zu den auflagenstärksten Wochenzeitungen und einflussreichsten amerikanischen Organen.[2]

Einige Zeitungen in den USA gehören der Voice: City Pages (Minneapolis-St. Paul), L.A. Weekly, Nashville Scene, OC Weekly, und Seattle Weekly.

Die Voice kündigte am 22. August 2017 an, dass sie ihre Print-Version zu einem noch bekannt zu gebenden Datum einstellen werde.[3]

Backpage Sexhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Backpage, eine klassifizierte Werbewebsite, die derselben Muttergesellschaft wie Village Voice gehörte, wurde als Knotenpunkt für Prostitution von Erwachsenen sowohl als Minderjährigen verwandt.

Nach einem Artikel von Nicholas Kristof in The New York Times wie eine junge Frau durch Backpage verkauft wurde[4], und einer Gegendarstellung von The Village Voice ,[5], antwortete Kristof, dass nicht sein Artikel, sondern eine Formalität versucht wurde fälschlicherweise zu diskreditieren, und kritisierte, dass The Village Voice durch ihren Angriff auf detektivische Journalisten zum Handlanger von Firmen des Sexhandels wurde.[6]

Nach wiederholten Boykottaufrufen wurde The Village Voice an die Voice Media Group verkauft.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Village Voice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dan Wolf, 80, a Village Voice Founder, Dies. In: The New York Times. 12. April 1996.
  2. Manfred Redelfs: Investigative Reporting in den USA. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1996, ISBN 3-322-91679-0, S. 109.
  3. John Leland, Sarah Maslin Nir: After 62 Years and Many Battles, Village Voice Will End Print Publication. In: The New York Times. 22. August 2017, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 25. August 2017]).
  4. Where Pimps Peddle Their Goods. In: The New York Times, 17. März 2012. Abgerufen am 18. Mai 2019. 
  5. What Nick Kristof Got Wrong: Village Voice Media Responds | Village Voice. 15. November 2017, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  6. Responding to Village Voice on Sex Trafficking [Opinion]. 21. März 2012. Abgerufen am 18. Mai 2019. 
  7. Kirsten Powers: Boycott Village Voice? Senators Push for Action on Backpage.com. 19. April 2012.

Koordinaten: 40° 43′ 42″ N, 73° 59′ 28″ W