Villagonzalo Pedernales

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Villagonzalo Pedernales
Villagonzalo Pedernales – Rathaus (ayuntamiento)
Villagonzalo Pedernales – Rathaus (ayuntamiento)
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Villagonzalo Pedernales (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Burgos
Comarca: Alfoz de Burgos
Koordinaten 42° 18′ N, 3° 44′ WKoordinaten: 42° 18′ N, 3° 44′ W
Höhe: 900 msnm
Fläche: 13,82 km²
Einwohner: 1.785 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 129,16 Einw./km²
Postleitzahl: 09195
Gemeindenummer (INE): 09434 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Villagonzalo Pedernales villagonzalopedernales.burgos.es/ Ayuntamiento de Villagonzalo Pedernales

Villagonzalo Pedernales ist eine Gemeinde (municipio) mit 1785 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Burgos in der nordspanischen Autonomen Region Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Talmulde der kastilischen Hochebene (meseta) in einer Höhe von etwa 900 Metern ü. d. M. und ist etwa sieben Kilometer (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung von der Stadt Burgos entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001
Einwohner 739 625 491 447 905

In der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schwankte die Bevölkerungszahl zwischen etwa 600 und knapp 800 Einwohnern. Danach führte die Mechanisierung der Landwirtschaft zu einer Abwanderung eines großen Teils der Bevölkerung in die Städte. Die vergleichsweise günstigen Grundstückspreise und die Gründung von kleineren Unternehmen in den Gewerbegebieten ließen die Bevölkerung des Ortes um die Jahrtausendwende wieder anwachsen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist seit Jahrhunderten ganz wesentlich von der Landwirtschaft geprägt. Im ausgehenden 20. Jahrhundert wurden zwei Gewerbegebiete (poligonos industriales) ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Pedernales gehörte im Hochmittelalter zum Grundbesitz des Klosters San Julián de Pedrenales. Im 13. Jahrhundert kam er unter die Kontrolle der nahegelegenen Klöster Las Huelgas Reales und San Pedro de Cardeña. Zeitweise fungierte auch das Erzbistum Burgos als Grundherr. An dieser Situation änderte sich bis zur Auflösung der Klöster und der mittelalterlichen Grundherrschaften (desamortisación) in Spanien nichts. Der Namenszusatz 'Villagonzalo' wurde erst im 19. Jahrhundert hinzugefügt; er erinnert an den berühmtesten Sohn des Ortes, Gonzalo Téllez.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das zweigeschossige Rathaus (ayuntamiento) befindet sich in einem ehemaligen Palast der Grafen von Villariezo aus dem 17. Jahrhundert. Die Fassade zeigt eine schöne Mischung aus hellen Bruchsteinen und roten Ziegelsteinen. Der dreiportalige Mittelrisalit schließt ab mit einem Giebelaufsatz, in welchem sich ein steinerner Wappenschild befindet.
  • Die aus exakt behauenen Natursteinen errichtete dreischiffige Iglesia de San Vicente mit ihrem zweigeschossigen Glockengiebel (espadaña) und ihrer Südvorhalle (portico) stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gonzalo Téllez (* um 870 in oder bei Pedernales) wird in einem Dokument des Jahres 903 als ‚Graf von Kastilien‘ bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villagonzalo Pedernales – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).