Villefranche-sur-Mer

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Villefranche-sur-Mer
Wappen von Villefranche-sur-Mer
Villefranche-sur-Mer (Frankreich)
Villefranche-sur-Mer
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Nizza
Kanton Beausoleil
Gemeindeverband Métropole Nice Côte d’Azur
Koordinaten 43° 42′ N, 7° 19′ OKoordinaten: 43° 42′ N, 7° 19′ O
Höhe 0–575 m
Fläche 4,88 km2
Einwohner 5.219 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 1.069 Einw./km2
Postleitzahl 06230
INSEE-Code
Website www.villefranche-sur-mer.fr

Hafen und Altstadt

Villefranche-sur-Mer (Nissart Vilafranca de Mar, italienisch Villafranca) ist eine französische Gemeinde im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur mit 5219 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014). Sie ist ein Mitglied der Métropole Nice Côte d’Azur.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villefranche-sur-Mer liegt direkt am Mittelmeer, sechs Kilometer östlich von Nizza und zehn Kilometer westlich von Monaco.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Küstenabschnitt wurde bereits von den Ligurern besiedelt. Er diente in der Antike den Griechen und den Römern als Hafen und wurde durch eine Abzweigung der Via Aurelia verkehrstechnisch erschlossen. Der damalige Name des Hafens lautete Olivula Portus.

Im Mittelalter gehörte der Ort dem Lotharii Regnum an. Aufgrund wiederholter Überfälle zogen sich die Bewohner ins bergige Hinterland zurück, wo sie eine neue Siedlung namens Montolvio gründeten. 1295 ermutigte Karl II., Herrscher über die Provence aus dem Haus Anjou, deren Bewohner dazu, an die Küste zurückzukehren, weil er den strategischen Nutzen eines Hafens an der Grenze seines Territoriums für wichtig erachtete, und gewährte ihnen dafür Steuerfreiheit. Die neue Siedlung wurde deshalb Villa Franca genannt. Ab 1388 gehörte das Gebiet zur Grafschaft Savoyen (ab 1416 Herzogtum). Zwischen 1720 und 1820 wurde es mehrfach von Frankreich okkupiert, bevor es 1860 zusammen mit der Grafschaft Nizza endgültig Teil des französischen Staates wurde.

Die Bucht von Villefranche-sur-Mer beherbergte nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1962 die 6. US-Kriegsflotte. Heute ist Villefranche der größte Kreuzfahrthafen Frankreichs. Bis 1988 hieß der Ort Villefranche-sur-Mer nur Villefranche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zitadelle mit Museum: Skulpturen des Bildhauers Antoniucci Volti, Sammlung und Bilder des Künstlerpaares Christine Boumeester und Henri Goetz
  • Kapelle St. Pierre: der Innenraum wurde 1957 von Jean Cocteau ausgemalt; liegt am Hafen
  • Rue Obscure: eine vollkommen mit Häusern überbaute Straße; der Zugang zur Rue Obscure befindet sich von der Hafenpromenade aus links neben dem Restaurant L’Oursin bleu
  • Villa Leopolda, 2700 Quadratmeter große Prominentenvilla im Stil der Belle Époque
  • Hafen: Villefranche ist heute der größte Kreuzfahrthafen des Landes
  • Observatoire Océanologique, früher auch genannt Station Zoologique oder Station Marine, heute sind dies Teilbereiche des Observatoire

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von Villefranche sind:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Léon Rossi (1923–2007), französischer Fußballspieler und -trainer
  • Yves Giraud (1937–2008), französischer Romanist und Literaturwissenschaftler
  • Michel Ocelot (* 1943), französischer Trickfilmmacher

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Keller der Gründerzeitvilla „Villa Nellcôte“ in Villefranche, 10 Avenue Louise Bordes, entstanden die meisten Songs für das Album Exile on Main St. der Rockband Rolling Stones.[1]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villefranche-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Hofacker: 1967. Als Pop unsere Welt für immer veränderte. Reclam, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-15-011086-7, S. 112.