Villers-la-Chèvre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Villers-la-Chèvre
Wappen von Villers-la-Chèvre
Villers-la-Chèvre (Frankreich)
Villers-la-Chèvre
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Briey
Kanton Mont-Saint-Martin
Gemeindeverband Terre Lorraine du Longuyonnais
Koordinaten 49° 30′ N, 5° 42′ OKoordinaten: 49° 30′ N, 5° 42′ O
Höhe 312–380 m
Fläche 4,02 km2
Einwohner 577 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 144 Einw./km2
Postleitzahl 54870
INSEE-Code
Website http://www.villerslachevre.fr/

Kirche St. Stefan und St. Michael

Villers-la-Chèvre (luxemburgisch: Geesswëller) ist eine französische Gemeinde mit 577 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Briey und zum 2013 gegründeten Gemeindeverband Terre Lorraine du Longuyonnais.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Villers-la-Chèvre liegt nahe dem Dreiländereck Frankreich-Belgien-Luxemburg, etwa sechs Kilometer westsüdwestlich von Longwy. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einem wenig gegliederten Plateau nördlich des tief einschneidenden Chierstales.

Nachbargemeinden von Villers-la-Chèvre sind Cosnes-et-Romain im Norden und Osten, Cons-la-Grandville im Süden, Montigny-sur-Chiers im Südwesten sowie Fresnois-la-Montagne im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes entwickelte sich von Villers-la-Chièvres 1304 über Villers-la-Chepvre im Jahr 1613 zum heutigen Villers-la-Chèvre. Man nimmt an, dass Chèvre (= Ziege) eine Verformung des Flussnamens Chiers ist, der südlich des Ortes fließt.

Im 14. Jahrhundert unterstellten die Herren von Cons das Dorf dem „Gesetz von Beaumont“ (Loi de Beaumont), das vielen Orten im Nordosten Frankreichs, im Süden Belgiens und in Luxemburg ermöglichte, eigene Magistrate zu wählen.

Graf Jean de Lambertye wurde durch die Heirat mit Marguerite de Custine Baron in Cons-la-Grandville und 1641 Vasall des Königs von Frankreich und 1660 der Herzöge von Lothringen (1660).

Während der Zeit des Ancien Régime war die Pfarrei Villers Teil des Dekanats in Bazailles, 15 Kilometer südöstlich von Villers-la-Chèvre.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016
Einwohner 170 179 188 284 389 488 536 577

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Stefan und St. Michael (Saint-Etienne, Saint-Michel), ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, 1741 nach Zerstörungen wieder aufgebaut, 1832 bis 1836 neuer Glockenturm, Sakristei ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert
  • Kapelle Notre-Dame-de-Bonsecours (Mariahilf) aus dem 19. Jahrhundert, auch Notre-Dame-des Voyageurs genannt
  • Lavoir aus dem Jahr 1778

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2008 besteht eine Partnerschaft mit der westirischen Gemeinde Foxford.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde sind noch fünf Landwirtschaftsbetriebe ansässig. Darüber hinaus pendeln viele Bewohner in die nahegelegenen Gewerbegebiete um Longwy oder nach Luxemburg.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Villers-la-Chèvre führt die Fernstraße von Metz nach Sedan als Teil der Europastraße 44 von Le Havre nach Luxemburg. Weitere Straßen verbinden Villers-la-Chèvre mit den umliegenden Gemeinden. Der nächste Bahnhof befindet sich im sechs Kilometer entfernten Longwy mit Bahnverbindungen nach Nancy, Luxemburg, Charleville-Mézières, Metz und Thionville.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichtlicher Abriss auf villerslachevre.fr. Abgerufen am 25. April 2011 (französisch).
  2. Jumelages auf villerslachevre.fr. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 25. April 2011 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.villerslachevre.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villers-la-Chèvre – Sammlung von Bildern