Vils (Lech)

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Vils
Blick von der Burg Falkenstein bei Pfronten ins Tiroler Vilstal

Blick von der Burg Falkenstein bei Pfronten ins Tiroler Vilstal

Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-4-105, DE: 124
Lage Tirol (Österreich), Bayern (Deutschland)
Flusssystem Donau
Abfluss über Lech → Donau → Schwarzes Meer
Quelle unterhalb des Jubiläumswegs, Allgäuer Alpen
47° 27′ 49″ N, 10° 28′ 38″ O
Quellhöhe 1658 m ü. A.
Mündung nordöstlich von Vils in den LechKoordinaten: 47° 33′ 18″ N, 10° 39′ 59″ O
47° 33′ 18″ N, 10° 39′ 59″ O
Mündungshöhe 803 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 855 m
Sohlgefälle 24 ‰
Länge 36,1 km
Einzugsgebiet 199,4 km²[2]
Abfluss am Pegel Vils (Lände)[3]
AEo: 198,1 km²
Lage: 1,34 km oberhalb der Mündung
NNQ (18.03.1971)
MNQ 1961–2009
MQ 1961–2009
Mq 1961–2009
MHQ 1961–2009
HHQ (22.05.1999)
550 l/s
1,78 m³/s
7,68 m³/s
38,8 l/(s km²)
98,1 m³/s
253 m³/s
Durchflossene Seen Vilsalpsee

Die Vils ist ein 36 km langer linker Zufluss des Lechs in den Alpen in Österreich und Deutschland. Sie entwässert ein rund 200 km² großes Einzugsgebiet mit jahresdurchschnittlichen Niederschlägen von mehr als 1500 mm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprungsregion
Keltischer Baumkreis am Vilsufer

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss entspringt unterhalb des Jubiläumswegs in den Allgäuer Alpen in Tirol (Österreich). Zunächst durchfließt sie in östlicher Richtung den Vilsalpsee. Die Vils fließt zuerst in nördliche und nordwestliche Richtungen im Bezirk Reutte durch das Vils- und Tannheimer Tal und im zuletzt genannten entlang der B 199 durch die Gemeinden Tannheim, Zöblen und Schattwald. Danach stürzt sie nur etwas ost-nordöstlich des Oberjochpasses und nur wenige hundert Meter östlich der Grenze zu Deutschland in nördlicher Richtung über den Vilsfall. Anschließend übertritt der Fluss die Grenze zum südlichen Bayern (Deutschland), wendet sich nach Nordosten und erreicht im Landkreis Ostallgäu die Gemeinde Pfronten.

Sie fließt am Fuße des Falkenstein durch Pfronten in südöstlicher Richtung, wechselt über die Grenze zurück nach Tirol, fließt unterhalb der Tannheimer Berge nur etwas südlich und parallel zur deutschen Grenze durch die Stadtgemeinde Vils und mündet gleich nach dem Unterkreuzen der Fernpass-Bundesstraße B 179 in den Lech.

Kurz vor ihrer Mündung in den Lech hat die Vils einen mittleren Durchfluss von 7,68 m³/s.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Durchfließt den Vilsalpsee
  • Gappenfeldbach, von rechts
  • Usseralpbach, von rechts vor Tannheim-Schmieden
  • Rossalpbach, von links in Schmieden
  • Berger Ache, von rechts bei Tannheim-Untergschwend
  • Älpelebach, von links bei Tannheim-Kienzen
  • Gießenbach, von rechts bei Zöblen
  • Steinabach, von rechts bei Zöblen
  • Stürzt über den Vilsfall nach Schattwald-Steig
  • Steiniger Bach, von rechts nahe Schattwald-Rehbach
  • Urfallbach, von rechts bald nach Wechsel nach Bayern
  • Scheidbach, am österreichischen Oberlauf Rohrmossbach, von links bei Pfronten-Alpe Scheidbach
  • Buchwaldsbach, von links bei Pfronten-Steinacher Alpe
  • Pfarrwiesbach, von rechts
  • Hummelsbach, von rechts
  • Gaisenrieder Bach, von links
  • Höllbach, von links nach Pfronten-Vilstalsäge
  • Gundbach, von links nach Pfronten-Schochersäge
  • Zerrlachbach, von links
  • Hochstückelesbach, von links
  • Faule Ache, von links gegenüber von Pfronten-Steinach
  • Steinacher Achen, am österreichischen Oberlauf Seebach, von links beim Bahnhof Pfronten-Steinach
  • Gießen, von rechts an der Landesgrenze zu Österreich
  • Reichenbach, am deutschen Oberlauf Plarttenbach, von rechts kurz nach dem vorigen
  • Kühbach, von rechts vor Vils
  • Lehbach, von rechts in Vils

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flüsse namens Vils gibt es in Mitteleuropa einige. Es könnte das indoeuropäische Ausgangswort *Pelisa ‚fließendes Gewässer‘ oder *Filusa ‚die Massereiche‘ zugrunde liegen.[4]

Renaturierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renaturierung der Vils

Im Rahmen eines LIFE Projektes wird sowohl ökologisch als auch schutzwasserbaulich der Vils ein neuer Stellenwert gegeben. Die Baumaßnahmen bieten Hochwassersicherheit für die Stadt Vils. Gleichzeitig wird dem Fluss wieder genügend Spielraum gegeben, um für Tiere und Pflanzen charakteristische Lebensräume selbst zu gestalten und umzugestalten.

Die Vils weist im gesamten Verlauf Gewässergüteklasse I–II auf.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Vils – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TIRIS – Tiroler Raumordnungs- und Informationssystem
  2. Hydrographische Kenndaten Land Tirol
  3. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009. 117. Band. Wien 2011, S. OG 84, PDF (12,1 MB) auf bmlrt.gv.at (Jahrbuch 2009)
  4. Diether Schürr: Namen am Nordrand der Alpen (= Ladinia. Band 30). 2006, S. 149.
  5. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (PDF; 1 MB (Memento des Originals vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmlfuw.gv.at)