Vincenz Pieper

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Vincenz Pieper (* 16. Juli 1903 in Münster; † 13. Januar 1983 ebenda) war ein deutscher Maler und Kunstererzieher. Seit 1955 Professor für Freies Zeichnen und Malen an der Technischen Universität Berlin gestaltete er nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Kirchenfenster im Rheinland, Westfalen und dem Sauerland.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pieper wurde als Sohn eines Landesversicherungsbeamten in einer kinderreichen Familie in Meschede groß. Hier begann er nach Abschluss der Schule mit der dreijährigen Ausbildung zum Maler und erhielt anschließend erste Aufträge im Bereich der Kirchenkunst. Zudem war er als Kulissenmaler für den damaligen katholischen Gesellenverein (heute Kolping) tätig.

Er machte das Abitur auf dem Gymnasium Laurentianum Arnsberg, studierte anschließend von 1923 bis 1925 Malerei an der Knirrschule und der Kunstgewerbeschule in München unter Richard Riemerschmid. Studienaufenthalte in Paris und Berlin brachten neue Eindrücke, bevor er 1929 bis 1933 an die Kunstschule in Maria Laach der sogenannte Beuroner Schule ging. Ab 1935 wurde er Privatschüler von Professor Hugo Troendle in München, bevor er freischaffend tätig wurde. Ein erstes Atelier hatte er dabei in Münster. Von Juli 1941 bis Februar 1943 war er Soldat im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg bekam er am 1. Oktober 1947 an der Werkkunstschule in Münster den Lehrauftrag und die Leitung der Abteilung für ornamentale und figürliche Gestaltung. Erstmals wurden hier von ihm die Techniken im Mosaik, in der Glasmalerei und der Wandmalerei gelehrt.

Am 1. März 1955 wurde er an die Technische Universität Berlin als Inhaber des Lehrstuhls „Freies Zeichnen und Malen“ an der Fakultät für Architektur berufen, den er bis zu seiner Emeritierung am 1. Oktober 1969 innehatte.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1951 Köln – Wettbewerb Kölner Dom, Nordfenster, erster Preis, nicht ausgeführt
  • 1952 Münster – Rheinischer Hof, Fenster
  • 1953 Meschede – Kirche Mariä Himmelfahrt, alle Fenster
  • 1953 Münster – Handwerkskammer Münster, Fenstergestaltung, Treppenhaus
  • 1954 Münster – Borromäum, Fenster Tagesraum und Direktorenzimmer
  • 1955 Bottrop – Kirche St. Elisabeth, Fenster
  • 1955 / 1957 MindenDom, Chorfenster, Fenster im Querhaus, mehrere Fenster im Hauptschiff
  • 1958 Münster Angelmodde – Kirche St. Agatha, Fenster des Schiffs
  • 1962 Berlin – Mosaik im Vorraum des Auditorium maximum der Technischen Universität
  • 1963 Halle (Westf.) – Evangelische Pfarrkirche, Fenstergestaltung
  • 1964 Hamm Nord – Kirche Maria Königin, Gestaltung der Fenster
  • 1964 Beckum – Mosaik im Eingang des Krankenhauses St. Elisabeth
  • 1964 Köln - Dom, Westfenster, ausgeführt
  • 1964 Münster – Marianum, Kapellenfenster
  • 1965 Hardehausen – Bischöfliches Bildungswerk (Paderborn), Dickglasfenster in der Kirche
  • 1965 Gescher – Kapelle Pflegehaus „Haus Hall“, Chorfenster
  • 1966 Köln – St. Andreas-Kirche, Chorfenster
  • 1966 Bocholt Lowick – Fenster in der St. Bernhard-Kirche
  • 1966 Münster – Marienschule, Fenster der Aula
  • 1966 Münster – Zahnklinik, Mosaik in der Eingangshalle
  • 1968 Münster – St. Theresienkirche, alle Fenster
  • 1968 Münster – Servatikirche, Fenster des Schiffs
  • 1968 Clarholz – Pfarrkirche, Kirchenfenster
  • 1968 Willibrordi-Dom Wesel Westfenster in der Turmhalle
  • 1970 Bottrop – St. Piuskirche, Fenster
  • 1971 Münster – St. Marien-Kirche, Fenster des Schiffs
  • 1974 Emsdetten – St. Josefs-Kirche, Kirchenfenster in Dickglas
  • 1977 Hiltrup – Kapelle der Herz-Jesu-Missionare, Fenstergestaltung
  • 1977 Duisburg – Kapelle des Karmels Mutter vom guten Rat, Kirchenfenster
  • 1977 Mönchen-Gladbach Rheydt – Kirche St. Marien, Fenstergestaltung
  • 1978 Coesfeld – Kirche St. Maria Frieden, Kreuzweg in Mosaik
  • 1979 Köln-Niehl – St. Katharinenkirche, Fenstergestaltung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vincenz Pieper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien