Viorica Dăncilă

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Viorica Dăncilă (2016)

Vasilica Viorica Dăncilă (* 16. Dezember 1963 in Roșiorii de Vede) ist eine rumänische Politikerin der PSD und seit dem 29. Januar 2018 Ministerpräsidentin Rumäniens.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dăncilă studierte von 1983 bis 1988 in Ploiești Ingenieurswesen mit Schwerpunkt Erdölförderung. Sie war als Ingenieurin in der Rohöl- und Gasproduktion und als Dozentin am Industriegymnasium von Videle tätig. Von 2004 bis 2006 studierte sie Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Școala Națională de Studii Politice și Administrative in Bukarest, wo sie ihren Master-Abschluss erlangte.

Bei der sozialdemokratischen Partei Partidul Social Democrat (PSD) wurde sie 1996 Mitglied. Zwischen 2000 und 2003 war sie Vorsitzende des PSD-Frauenverbands Videle und von 2003 bis 2011 Vorsitzende des PSD-Ortsverbands Videle. Vom 21. Januar 2009 bis zum 28. Januar 2018 war Dăncila Abgeordnete im Europäischen Parlament, für sie rückte mit 30. Januar 2018 Gabriela Zoană nach.

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Mihai Tudose im Januar 2018 wurde Dăncilă von der PSD als neue Ministerpräsidentin vorgeschlagen.[1] Am 29. Januar 2018 wurde sie von der Mehrheit der Abgeordnetenkammer als erste Frau in dieses Amt gewählt.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dăncilă ist nach dem Wahlsieg der PSD Ende 2016 als dritter Regierungschef innerhalb von sieben Monaten im Amt. Ihre beiden Vorgänger Sorin Grindeanu und Mihai Tudose wurden durch interne Machtkämpfe verdrängt. Dăncilă gilt als loyal gegenüber PSD-Parteichef Liviu Dragnea, der das Amt des Ministerpräsidenten aufgrund seiner Vorstrafen selbst nicht bekleiden kann.[3][4]

Dăncilă rangierte während ihrer zwei Amtszeiten als EU-Abgeordnete bei der Anwesenheit an Sitzungen des Europäischen Parlaments auf Platz 700 von 751 Europaabgeordneten.[5] In einem Interview für das Parlamentsmagazin wich sie fünf Fragen zu ihren Inspirationen und Verdiensten aus. Die Fragen zielten unter anderem auf die Nennung eines von ihr gelesenen Buches, eines Modells für ihre Karriere und einer ihrer herausragenden Leistungen.[6] In einem weiteren Interview mit dem Sender Digi 24 bezeichnete Dăncilă den Iran und Pakistan als EU-Mitgliedsstaaten.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viorica Dăncilă – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sebastian Zachmann, Radu Eremia: Dragnea, după consultările cu Iohannis. Adevărul, 17. Januar 2018, abgerufen am 29. Januar 2018.
  2. Rumäniens Parlament spricht Dancila-Kabinett Vertrauen aus. APA-Artikel auf derStandard.at, 29. Januar 2018, abgerufen am 29. Januar 2018.
  3. Cristian Gherasim: Romania's incoming PM failed to shine as an MEP. In: Euronews vom 18. Januar 2018
  4. Romania: Viorica Dancila voted in as first female prime minister. In: Deutsche Welle vom 29. Januar 2018
  5. Viorica DĂNCILĂ. In:VoteWatch.eu. Zitiert in: Cristian Gherasim: Romania's incoming PM failed to shine as an MEP. In: Euronews vom 18. Januar 2018
  6. 5 questions with... Viorica Dăncilă. In: The Parliament Magazine vom 14. Juli 2017. Zitiert in: Cristian Gherasim: Romania's incoming PM failed to shine as an MEP. In: Euronews vom 18. Januar 2018
  7. GAFĂ. Viorica Dăncilă a inclus Iranul și Pakistanul în UE. In: Digi 24 vom 17. Januar 2018. Zitiert in: Cristian Gherasim: Romania's incoming PM failed to shine as an MEP. In: Euronews vom 18. Januar 2018