Virgilio Barco

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Virgilio Barco

Virgilio Barco Vargas (* 17. September 1921 in Cucutá, Norte de Santander; † 20. Mai 1997 in Bogotá) war ein Politiker und Präsident der Republik Kolumbien von 1986 bis 1990.

Leben[Bearbeiten]

Virgilio Barco Vargas wurde in Cucutá/Norte de Santander als Sohn wohlhabender Eltern (Jorge Enrique Barco und Julieta Vargas) und Enkel zweier bedeutender Generäle (Virgilio Barco Martinez - Pionier der Erdölindustrie Kolumbiens) geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universidad Nacional in Bogotá, wo er 1943 seinen Abschluss machte, und danach am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Anschließend war er Minister für Post, öffentliche Dienste, Landwirtschaft, Finanzen. In den Jahren 1966 bis 1969 war er Bürgermeister von Bogotá, Botschafter in London und in den Vereinigten Staaten (1977) sowie Direktor der Weltbank.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 25. Mai 1986 errang er als Kandidat der Liberalen Partei Kolumbiens im zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit. Am 7. August 1986 übernahm er die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Belisario Betancur Cuartas.

Die von ihm genannten Prioritäten zur inneren Befriedung des seit Jahrzehnten von Guerilleros heimgesuchten Landes, der Überwindung der Armut, der hohen Arbeitslosigkeit sowie der Kampf gegen die Drogenkartelle konnte er als Präsident nicht erfüllen. Seine Amtszeit endete 1990. Danach wurde er erneut Botschafter im Vereinigten Königreich und kehrte nach der Diagnose Alzheimer und Magenkrebs nach Kolumbien zurück, wo er am 20. Mai 1997 verstarb.

Virgilio Barco Vargas war seit 1950 mit der Nordamerikanerin Carolina Isakson Proctor verheiratet. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Carolina, Julia und Diana Barco Isakson und ein Sohn Virgilio Barco Isakson hervor. Seine älteste Tochter Dr. Carolina Barco war Außenministerin Kolumbiens unter der Regierung Álvaro Uribe.

Vorgänger Amt Nachfolger
Belisario Betancur Präsident von Kolumbien
1986–1990
César Gaviria