Virtuelle Hochschule Bayern

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Virtuelle Hochschule Bayern
Motto örtlich und zeitlich flexibel studieren
Gründung 2000
Trägerschaft staatlich
Ort bayernweit, Geschäftsstelle in Bamberg
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Geschäftsführerin Ellen Steffi Widera
Website www.vhb.org

Die Virtuelle Hochschule Bayern (Eigenschreibweise virtuelle hochschule bayern, abgekürzt vhb) ist „der gemeinsame virtuelle Campus“ der Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Als Verbundeinrichtung von 31 Trägerhochschulen werden die bayerischen Hochschulen und deren Lehrende bei den Herausforderungen des digitalen Wandels unterstützt. Für Studierende soll unabhängig vom Studien- und Wohnort das fachliche, technische und didaktische Potential der bayerischen Hochschulen im Bereich der Online-Lehre nutzbar gemacht werden. Studenten stehen dafür ca. 500 Kurse zur Verfügung, die ergänzend zu ihrem Präsenzstudium an einer der bayerischen Hochschulen online studierbar sind. Seit Juli 2019 stehen die Kursangebote der vhb auch allen nichtimmatrikulierten Studierenden zur Verfügung.[1]

In Europa ist dieses Konzept einzigartig und ein Alleinstellungsmerkmal des Hochschulstandortes Bayern.

Ziele und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vhb hat das Ziel, durch netzgestützte Lehr- und Lernangebote das Lernen zeit- und ortsunabhängig zu machen. Zugleich unterstützt sie nach eigenen Angaben ihre Trägerhochschulen bei der Gestaltung von zeitgemäßer, innovativer Lehre, bei den Herausforderungen einer diversen Studierendenschaft sowie bei der Realisierung ihrer Internationalisierungsstrategien.

Zielgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Angebot der vhb richtet sich vorrangig an Studierende und Lehrende an Bayerischen Hochschulen.

Studierenden, die an einer bayerischen Hochschule immatrikuliert sind, bietet sich die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten das gesamte vhb-Kursangebot zu nutzen. Für sonstige Nutzer ist das Kursangebot kostenpflichtig.

Die angebotenen Online-Lehrveranstaltungen sind dabei zum Teil im Stundenplan fest verankert oder werden zum zusätzlichen Wissenserwerb belegt. Entsprechend können unabhängig vom eigenen Studienschwerpunkt Veranstaltungen belegt werden.

Das Angebot der vhb richtet sich zudem an Lehrende, die virtuelle Lehr- und Lernangebote in ihren Lehrplan integrieren möchten. Die Entwicklung und Durchführung der Kurse und Lerneinheiten fördert die vhb finanziell.

Kursangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vhb bietet rund 500 Hochschulkurse aus folgenden Fächergruppen an: Geistes- und Kulturwissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Lehramt, Medizin, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaft, Schlüsselqualifikationen, Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Sprachen, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften und Einstiegskurse an. Komplette Fernstudiengänge werden nicht angeboten.

Im Studienjahr 2016/2017 gab es 932 Kursdurchführungen, die von 60.361[2] Studierenden belegt wurden.

Zu den Kursen können die Studierenden einen Leistungsnachweis erwerben. Jeder Kurs wird online von geschulten „E-Tutoren“ betreut.

Die Studierenden der bayerischen Hochschulen können unabhängig von ihrem Studienfach alle vhb-Lehrangebote entgeltfrei nutzen und ihr Studium damit örtlich und zeitlich flexibler gestalten. Sonstige Personen, die an wissenschaftlicher Weiterbildung interessiert sind, können die Kurse gegen ein Entgelt von 40 Euro pro Semesterwochenstunde[3] belegen.

Trägerhochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den 31 Trägerhochschulen[4] der vhb gehören die neun staatlichen Universitäten, die 17 staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie fünf nichtstaatliche Universitäten und Hochschulen in Bayern.

Europäischer Sozialfond (ESF) – geförderte Weiterbildungsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund ihrer Expertise im Bereich E-Learning übertrug das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst der vhb die Projektträgerschaft für durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Fort- und Weiterbildungsprojekte.[5]

Gefördert wird der netzgestützte Wissenstransfer von Hochschulen in Unternehmen. Wissensvermittlung und -erwerb finden daher schwerpunktmäßig in Online-Kursen statt und werden durch Präsenzveranstaltungen ergänzt (Blended-Learning).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Virtuelle Hochschule Bayern öffnet Online-Kurse für Allgemeinheit (heise.de vom 10. August 2019, abgerufen am 5. Januar 2020)
  2. Statistikflyer. Abgerufen am 31. Januar 2018.
  3. Sunbeam GmbH: Virtuelle Hochschule Bayern: Allgemein. Abgerufen am 31. Januar 2017.
  4. Trägerhochschulen. Abgerufen am 31. Januar 2018.
  5. ESF in Bayern. Abgerufen am 6. Februar 2018.