Virus – Schiff ohne Wiederkehr

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Filmdaten
Deutscher TitelVirus – Schiff ohne Wiederkehr
OriginaltitelVirus
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1999
Länge99 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieJohn Bruno
DrehbuchChuck Pfarrer,
Dennis Feldman
ProduktionGale Anne Hurd
MusikJoel McNeely
KameraDavid Eggby
SchnittScott Smith
Besetzung

Virus – Schiff ohne Wiederkehr ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Action-Horrorthriller des Regisseurs John Bruno aus dem Jahr 1999. Der Film basiert auf der vierteiligen Dark Horse Comic-Book-Serie „Virus“ von Chuck Pfarrer.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine außerirdische Energielebensform übernimmt, via Parabolantennen über die MIR zur Erde abgeleitet, die Kontrolle des russischen Militärforschungsschiffs „Akademic Vladislov Volkov“ und recycelt dessen Besatzung. Die durch einen Taifun in Seenot geratene Besatzung des US-amerikanischen Schleppkutters „Sea Star“ entdeckt zufällig dieses Forschungsschiff im Auge des Tropensturms. An Bord finden sie eine Forscherin als letztes überlebendes Besatzungsmitglied. Der Rest des Films handelt vom Überlebenskampf dieser Seemänner und -frauen und dem Versuch der außerirdischen Lebensform, diese in Cyborgs zu verwandeln. Die Lebensform, salopp als „denkender Blitz“ bezeichnet, sieht Menschen als eine Art Virus, der die Erde bedroht, jedoch aus brauchbaren Materialien wie Nerven und „mit Sauerstoff angereichertem Gewebe“ besteht. Schließlich gelingt Steve und Kelly die Flucht vom Forschungsschiff, nachdem dieses vernichtet wurde. Da im Verlauf der Handlung betont wird, dass Elektrizität beim Auftreffen auf Wasser geerdet und damit „unschädlich“ gemacht wird, kann der Zuschauer von dem Tod der Lebensform ausgehen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, der Film reproduziere Octalus – Der Tod aus der Tiefe, der wiederum ein „billiger Abklatsch“ von Alien gewesen sei. Er versage in fast jedem „denkbaren“ Bereich, einzig die Spezialeffekte seien „überraschend effektiv“. Jamie Lee Curtis „schlafwandle“ durch ihre Rolle, ähnliches schrieb Berardinelli über Donald Sutherland.[1]

„Ganz auf grausame Spezial-Effekte bauender Science-Fiction-Horror-Film, dessen comic-artige Charaktere keinerlei Anteilnahme aufkommen lassen und der seine Spannung vergeblich in aufdringlicher Musik und vorhersehbaren Verfolgungsjagden sucht.“

„Der Titel Virus, ein in der Datenverarbeitung mittlerweile ebenso gebräuchlicher Begriff wie in der Medizin, drückt zum einen die Ambivalenz Mensch-Maschine vortrefflich aus; zum andern verkehrt er die Perspektive des Betrachters, indem das Wort im Film nicht die Bedrohung bezeichnet, sondern das bedrohte Identifikationsobjekt: den Menschen nämlich. Wie das elektronische Alien seinen Opfern per Bildschirmdialog erklärt, ist der Mensch nämlich nichts anderes, als ein störender und daher auszuschaltender Virus. Diesen Menschheitsalptraum, irgendwann von perfekten und allmächtigen Maschinen als Unsicherheitsfaktor eingestuft und vernichtet zu werden, hat John Bruno in einen kruden Hollywood-Mainstream gepackt, der mitunter naiv bis haarsträubend anmutet. Trotzdem oder gerade deswegen mag ihn, wer will, sozialpsychologisch aufschlußreich finden – oder sich einfach nur einigermaßen spannend unterhalten bzw. von diversen netten biomechanischen Ekelspielchen erfreuen lassen.“

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neben zwei Episoden der Serie Star Trek: Raumschiff Voyager ist Virus die bislang einzige Regiearbeit von John Bruno. Darüber hinaus leitete er die Spezialeffekte bei praktisch allen Filmen von James Cameron und zuletzt von Alien vs. Predator (2004) und X-Men: Der letzte Widerstand (2006).
  • Das Drehbuch entwarf Chuck Pfarrer bereits Anfang der 1990er Jahre. Weil er einen Film aufgrund der notwendigen Spezialeffekte damals allerdings für nicht realisierbar hielt, brachte er eine gleichnamige Comic-Book-Serie heraus. Als die Technik für die Spezialeffekte ausgereift war, schrieb Pfarrer sein ursprüngliches Drehbuch um.[4]
  • Eine ähnliche Thematik behandelte bereits der Film Moontrap (1989) von Robert Dyke.
  • Das im Film verwendete Schiff gibt es wirklich. Es handelt sich um das Bahnverfolgungsschiff USNS General Hoyt S. Vandenberg, das zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits lange außer Dienst gestellt war und heute als betauchbares künstliches Riff vor den Florida Keys liegt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik von James Berardinelli
  2. Virus – Schiff ohne Wiederkehr. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. http://www.schnitt.de/202,2863,01
  4. Virus - Schiff ohne Wiederkehr auf abrauchen.de, abgerufen am 2. August 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]