Visual Studio Code

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Visual Studio Code

VS-Code-Logo
Screenshot
Screenshot von Version 1.36.0 insider
Basisdaten

Entwickler Microsoft
Erscheinungsjahr 29. April 2015
Aktuelle Version 1.40.2
(25. November 2019)
Betriebssystem Windows, macOS, Linux
Programmiersprache JavaScript, TypeScript
Kategorie Quelltext-Editor
Lizenz MIT-Lizenz (Sourcecode), proprietär (Microsoft-Binaries)
deutschsprachig ja
code.visualstudio.com

Visual Studio Code (kurz VS Code) ist ein freier Quelltext-Editor von Microsoft. Visual Studio Code ist plattformübergreifend für die Betriebssysteme Windows, macOS und Linux verfügbar. Visual Studio Code basiert auf dem Framework Electron und ermöglicht u. a. Syntaxhervorhebung, Code-Faltung, Debugging, Autovervollständigung und Versionsverwaltung.

Unterschiede zu Visual Studio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis auf den Namen, das Logo und einige Funktionen wie IntelliSense hat Visual Studio Code nichts mit Visual Studio gemeinsam. Im Unterschied zu Visual Studio arbeitet Visual Studio Code nicht mit Projektdateien, sondern auf Basis von Quelltextdateien und Ordnern. Aus diesem Grund arbeitet VS Code mit sogenannten Workspaces (Arbeitsumgebungen), die einen Bearbeitungszustand, Reihenfolge der geöffneten Dateien und deren Zeilenposition speichern. Diese Workspaces können auch wieder aufgerufen werden, zum Beispiel beim Start von VS Code und beim Öffnen einer Workspace Datei.

Sprachunterstützung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visual Studio Code dient vorrangig zur Programmierung mit Programmier- und Auszeichnungssprachen wie Batch, C#, C++, Clojure, CoffeeScript, CSS, Dart, Dockerfile, F#, Go, Groovy, Handlebars.js, HTML, Ini, Java, JavaScript, JSON, Less, Lua, Makefile, Markdown, Objective-C, Perl, PowerShell, PHP, Python, R, Ruby, Rust, Sass, SQL, Swift, TypeScript, Visual Basic und XML. Durch Plug-ins kann die Unterstützung beliebiger Sprachen eingebaut werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste finale Version (1.0.0) von VS Code erschien am 14. April 2016 auf Deutsch und in neun anderen Sprachen. Dabei bezifferte Microsoft die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer von VS Code auf 500.000.[1] In der Version 1.17 (4. Oktober 2017) wurde ein orangefarbenes Logo verwendet, welches auf viel Kritik stieß und wieder durch ein blaues Logo für die stabilen Versionen (grün für die Insider-Versionen) ersetzt wurde.[2] Mit Version 1.35 wurden die Logos für Stable und Insider erneut überarbeitet, ab diesem Zeitpunkt wird auf allen Plattformen das gleiche Logo verwendet.[3]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visual Studio Code wird hauptsächlich von einem Team in der Schweiz entwickelt, das von Erich Gamma geleitet wird.[4] VS Code wird als offenes Projekt auf GitHub[5] entwickelt. Es erscheint monatlich eine neue Version mit neuen Funktionen, für diese werden im Laufe des Monats 1 bis 2 Fehlerbehebungen veröffentlicht. Neben dem monatlichen Veröffentlichungszyklus wird täglich eine Insiderversion herausgegeben, die den aktuellen Entwicklungsstand wiedergibt.[6] VS Code ist mit 19.000 Mitwirkenden das am stärksten unterstützte Projekt auf GitHub.[7]

Erweiterbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visual Studio Code kann über Plug-ins erweitert werden. Die Plug-ins werden als Extensions bezeichnet. Zur Erstellung wird von Microsoft eine Dokumentation zur Verfügung gestellt.[8]

Lizenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der auf GitHub veröffentlichte Quelltext steht unter der MIT-Lizenz, einer von der OSI anerkannten Open-Source-Lizenz. Die auf der Microsoft-Website erhältlichen Binaries haben Microsoft-Markenkennzeichen und eine spezifische Konfiguration. Sie stehen unter einer proprietären Lizenz von Microsoft, in der sich Microsoft u. a. das Recht sichert, Nutzungsdaten zu übermitteln.[9][10]

Mit VSCodium steht eine alternative Distribution der Software zur Verfügung, die ausschließlich auf dem Open-Source-Code aufbaut und weder die Markenkennzeichen noch die Telemetrie-Funktionen von Microsoft enthält.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rainald Menge-Sonnentag: Visual Studio Code verlässt die Beta-Phase. In: heise Developer. 15. April 2016, abgerufen am 20. Februar 2018.
  2. Chris Dias: The Icon Journey. In: Visual Studio Code Blog. 24. Oktober 2017, abgerufen am 20. Februar 2018.
  3. Visual Studio Code May 2019. Abgerufen am 9. Juni 2019 (englisch).
  4. Holger Schwichtenberg: connect();: Visual Studio Code wird Open Source. In: heise Developer. 18. November 2015, abgerufen am 16. Mai 2017.
  5. Microsoft/vscode. Abgerufen am 31. Oktober 2018 (englisch).
  6. Download Visual Studio Code Insiders. Abgerufen am 31. Oktober 2018 (englisch).
  7. IT Magazine. Abgerufen am 8. Januar 2019.
  8. Building extensions for Visual Studio Code. (visualstudio.com [abgerufen am 31. Oktober 2018]).
  9. Microsoft Software License Terms. In: code.visual-studio.com. Abgerufen am 11. September 2018.
  10. Erläuterungen von Microsoft zur Lizenz von VS Code. In: VS Code GitHub-Repository. Abgerufen am 11. September 2018.